Veröffentlicht: 20.März 2015 um 22:59 Uhr - aktualisiert: 27.Juni 2016

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Vermehrer vs. Züchter – warum ich nie wieder beim Vermehrer kaufen würde

Inserate in den Kleinanzeigen

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Es ist wieder so weit: fast ist es Frühling und zahlreiche "Hobbyzüchtervermehrer" bekommen wieder "Oops-Würfe". Die Kleinanzeigen sind voll davon, Zeitungsinserate, Anzeigen auf Facebook und Mundpropaganda verbreiten die "frohe Kunde" über süße Katzenbabies. Katzenbabies, deren Katzenmütter einmal "Mutterfreuden" oder "das Wunder der Natur" erleben sollten, die "ausversehen" unkastriert nach draußen entwischt sind, die "zufällig" gedeckt wurden oder die "leider" einfach zu spät kastriert wurden.

Und genau so oft, wie man von solchen Würfen hört, hört man auch die Frage "Soll ich eines der Kitten nehmen?". Ihr wisst, welche Meinung ich zu Vermehrern habe. Heute möchte ich euch erklären, warum ich diese Einstellung vertrete.

Mitleid und Druck als Verkaufshelfer

Da sind sie nun, die süßen Katzenkinder: klein, flusig, herzallerliebst – aber leider aus zweifelhafter Quelle. Und während der Interessent noch nachgrübelt, ob so ein Katzenkind das Richtige ist, platzen die ersten Bomben: die Kitten müssen weg, sonst werden sie ertränkt/ins Tierheim "abgeschoben" oder sonstwie entsorgt. Man wollte sie schließlich nicht haben, der Wurf war ja ganz ungeplant und unvorhergesehen. Gerne wird auch mal ein Urlaub, eine Allergie oder Krankenhausaufenthalt vorgeschoben, damit der Druck auf den Interessenten wächst. Manchmal ist es auch einfach "leider" nur so, dass die Mutterkatze bereits wieder rollig ist, kaum Milch hat oder die Kleinen "sowieso verstoßen" hat (Letzteres ist oft Mumpiz und mit ein wenig Wissen auf Katzenverhalten und Entwicklung als "harmlos" einzustufen).

Und dabei sind sie doch so süß! So mitleiderregend, wie sie da so schlecht gehalten werden und vielleicht noch krank, unterwickelt oder vernachlässigt werden. Da wird das Herz schonmal weich. Du könntest ja dieses eine nur "retten", es hat schließlich etwas Besseres verdient! Und schon wandert Geld über den imaginären "Tresen", schon ist das knopfäugige Kitten eingepackt. Du wolltest ja nicht, aber du musstest einfach! Dem Vermehrer ist es egal, warum er sein Geld bekommt – aus Mitleid, Verliebtheit oder anderen Gründen: die Kasse klingelt. Und wenn die Tiere auch umsonst wegkommen: Platz für den nächsten Wurf, der dann vielleicht (mehr) Geld einbringt.

Die Sache mit der Rasse…mit den Mixen…und dem Geiz…

Inserate zu Mixkatzen

Geiz einerseits, aber der große Wunsch nach einer Katze andererseits führt nicht immer zu einem guten Ende…

Apropos "Geld": So mancher Dosi ist in den Charakter oder das Aussehen einer bestimmten Rasse verliebt – geht mir genau so und ist auch kein "Verbrechen": Jeder, wie er mag. Das Problem besteht bei manchen Dosis leider aber in den Anschaffungskosten. Keine Frage: eine echte Rassekatze kostet. Sie hat "ihren" Preis, der in fast allen Fällen höher liegt als beim Vermehrer. Also wenden sich nicht wenige Dosis an diesen, in der Hoffnung, eine Katze der gewünschten Rasse adoptieren zu können. Diese Katze hat aber leider keine Papiere, weil der Vermehrer nicht im Zuchtverein ist: das kostet ja schließlich "so viel" (tatsächlich kostet das Ausstellen der Papiere in Wirklichkeit nur 10-50€). Aber die Eltern der Kitten haben garantiert welche, man hat sie nur grade verlegt oder sie sind sonst nicht greifbar. Sie sind wahrscheinlich genau dort, wo auch die Unterlagen über die Gesundheitstests der Elterntiere liegen…

Dann sind die süßen, fluffigen und schnuckeligen Kitten eben Mixe. Auch, wenn du weisst, dass seriöse Züchter keine Mixe produzieren und es Mixe nur aus Vermehrerhänden gibt: sie sind niedlich und sehen fast aus wie reinrassige Tiere. Zur Not hast du jede Menge Phantasie und denkst dir aus deinem Kätzchen eben eine richtige Rassekatze. Geht doch auch bei so vielen Anderen!

Zumindest aber ist eines der Elterntiere reinrassig – ganz ehrlich. Außerdem sehen die Kitten doch auch total rassemäßig aus, oder etwa nicht? Gesundheitstests hat man mit den Elterntieren vielleicht doch nicht gemacht: ist doch eh überbewertet und übertrieben. Katzen kommen in der Natur auch ganz ohne aus. Geimpft sind die Kitten vielleicht auch nicht, kann ja der Interessent nachholen. Macht ja nichts. Futter? Ja, sie bekommen welches. Und aufs Klo gehen die Kitten auch ganz bestimmt selbstständig. Guck doch mal, wie süß sie sind! Sie sind auch preiswerter als Rassekitten vom Züchter, schließlich will der ja nur Geld machen und scheffelt Kohle ohne Ende. Sooo gierig ist dieser Vermehrer natürlich nicht…

Es ist in etwa so, als wolltest du dir einen neuen Laptop anschaffen und gingest ins Fachgeschäft: tolle Modelle, aber leider alle so teuer. Aber es muss ein Laptop der Marke XY sein, schließlich sind die echt toll und sehen auch gut aus. Die Laptops im Fachgeschäft haben nen Originalkarton, ne Garantiekarte und kosten – oh – 1000€. Hmm… Der Nachbar von deinem Bekannten hat aber einen, der viel preiswerter ist: nur die Hälfte kostet der. Und der ist auch aus Teilen der Marke XY zusammengeschraubt, ohne Garantiekarte und Originalbelegen, aber HEY – sooo viel günstiger.

Dass weder Laptop noch Kitten wirklich die gewünschte Marke/Rasse haben ist ja egal: sieht fast so aus und kostet weniger als das Original. Wer braucht schon "teure" Papiere, die belegen, dass man das "Original" zu hause hat?

…Papiere brauch ich nicht, ich will ja nicht züchten…

Weil die Papiere – Stammbaum, Gesundheitstest usw. – ja angeblich so viel Geld kosten, sind viele Dosis der Meinung: die kann man sich ja auch sparen. Wer nicht züchten will, braucht ja schließlich Keine und wenn ein Tier ohne Papiere so günstig ist, kommt dir das ja nur zu Recht. Da vergisst du aber, dass genau solche Papiere der "Personalausweis" deiner Katze sind. Deine Katze ist natürlich auch ohne diesen Perso deine Katze, aber sie ist sicherlich keine reinrassige. Sie ist eine EHK – eine europäische Hauskatze. Übrigens auch keine EKH – europäisch Kurzhaar – , denn auch diese sind Rassetiere mit festgelegten Rassestandards.

Die Papiere sind mehr als "unnötiger Luxus": sie zeigen, dass dein Tier auch wirklich reinrassig ist, wer seine Eltern, Großeltern und Ur-Großeltern waren. Und du kannst – wenn du interessiert bist – darüber auch etwas über die Gesundheit und die Erfolge der Zuchtlinie erfahren. Warum also nicht 10-50€ mehr ausgeben – denn mehr kosten diese Papiere in Wirklichkeit nicht – und dafür einen Nachweis über die Reinrassigkeit deiner Katze haben? Als Liebhaber verstauben die Papiere bei dir, wenn wir ehrlich sind, meist im Schrank – Keine Frage. Aber: du hast die Sicherheit, dass hinter der Zucht deines Kittens ein Verein steht, den du kontaktieren kannst. Dass dein Züchter dich nicht anlügt, was die Reinrassigkeit deiner Katze angeht. Du hast Sicherheit, dass dein Züchter zumindest in Formalitäten seiner Verantwortung nachkommt.

Und du kannst dich im Vorfeld des Kaufs über den betreffenden Verein informieren: über seine Regelungen, seine Mitglieder, seine Seriosität. Und du kannst letztlich auch prüfen, ob hier nicht Mutter mit Sohn, Vater mit Tochter oder Bruder mit Schwester verpaart wurde. Das kann man mit einem bloßen Blick, auch als Laie! Sollte es eine Inzucht-Verpaarung gegeben haben, so ist es ungeheuer wichtig über die Gründe dazu zu sprechen – wobei mit Gründen nicht nur "war billiger" gemeint ist! Schau genau hin!

… und das Kitten ist auch noch zu jung..

Inserate zu jungen Kitten

auch viel zu junge Mix-Kitten haben bei so manchem Vermehrer einen stolzen Preis…

Nunja, dass Kitten ist erst 8 oder 10 Wochen alt. Du weisst, dass Kitten bis wenigstens zur 12ten Woche bei Mamakatz und Geschwistern bleiben sollen, aber: oh du meine Güte, das Kleine ist sooo süß! Die paar Wochen werden sicher nichts ausmachen. Dass die fehlenden Wochen einen enormen Einfluss auf die geistige Entwicklung des Kitten haben, wird getrost ignoriert: irgendwie geht das bestimmt. Und außerdem: wenn das Kitten jetzt tatsächlich noch ein paar Wochen beim Vermehrer bleibt, ist es weniger süß, wird noch ein paar Wochen schlecht gehalten und ernährt – Nein, das kannst du dem Kitten nicht antun! Irgendwie bekommst du das sicher hin, kann ja nicht so schwer sein – Andere schaffen das schließlich auch!

Was ist mit der körperlichen Gesundheit?

Du weisst: der Vermehrer spart an allen Ecken und Enden. Nicht nur das Futter ist häufig möglichst preiswert, auch alles andere darf so wenig wie möglich kosten. Natürlich wird da an den Tests auf Erb- und Infektionskrankheiten als erstes "geknappst". Machen Katzen in der Natur ja auch nicht. Da gehts ja auch immer gut – oder nicht? Dir ist bewusst, dass alle möglichen Tests keine Garantie für lebenslange Gesundheit sind und dass auch durchgetestete Linien kranke Tiere hervorbringen können.

Dir ist aber auch bewusst, dass Tiere, die gar nicht getestet sind und aus ungetesteten Linien stammen ein erhöhtes Risiko auf FIV, FelV, PKD, HCM und all die anderen – teilweise tödlichen – übertragbaren Krankheiten haben. Augen zu und durch – oder doch lieber nicht? Mit dem Risiko leben und bei jeder Krankheit des süßen Kitten die nackte Panik bekommen, oder doch lieber etwas mehr ausgeben und mehr Sicherheit haben?

Was ist mit der seelischen Gesundheit?

Nicht nur auf die körperliche Gesundheit sollte jemand, der Kitten geplant oder ungeplant in die Welt setzen lässt, Wert legen. Auch die seelische Gesundheit der Tiere ist enorm wichtig. Ein Vermehrer achtet nicht darauf, ob die Mutterkatze oder der Vaterkater entsprechende Veranlagungen mitbringt und an die Kitten weiterbringt – Kater auf Katze ist doch eh immer das Gleiche, oder? Auch wird oft nicht darauf geachtet, die Kitten vernünftig an Menschen oder Umgebungsgeräusche zu gewöhnen – die Kitten laufen meist einfach im normalen Alltag mit, wer da offen oder verängstigt aufwächst: who cares?

Wenn die Kitten auch noch zu früh von der Mutter getrennt wurden, wird nicht nur die Erziehung der Mutterkatze versäumt, sondern auch ihre Vorbildfunktion. Man kann Kitten dahingehend unterstützen und aufwachsen lassen, dass sie offen, selbstbewusst und glücklich werden. Wer sich um sowas nicht schert, hat natürlich weniger Arbeit. Die Leidtragenden sind Kitten und zukünftige Dosis. Dass viele Kitten aus Vermehrerhaushalten aggressiv, ängstlich, unsauber, verhaltensgestört sind, weisst du. Aber: so süß und soo preiswert! Irgendwie wird auch das bestimmt klappen.

Was ist mit Verhaltens- und Entwicklungsstörungen?

Wer als Kitten keinen guten Start ins Leben hatte, der wird häufig auch als erwachsene Katze oder Kater nicht unbedingt das Selbstbewusstsein in Person. Wer nicht gelernt hat mit anderen Katzen umzugehen, zuverlässig aufs Klo zu gehen und Konflikte – zwischen Katzen und Menschen – zu lösen, dem kann man nur sehr schwer helfen, dies in Zukunft noch zu lernen. "Was Kitten nicht lernt, lernt Katze nimmermehr" passt auf viele Katzen. Das macht nicht nur das Leben der Katze zur Qual, sondern auch deines: das Zusammenleben mit "gestörten" Katzen ist alles andere als einfach: es kostet Geld, Nerven und Zeit. Es kostet schlaflose Nächte, viele Tränen, oft viele Kratzer und Bisse und kann in großer Verzweiflung enden: meist ist die Verzweiflung bei der Katze größer als deine – meist merkst du das nur nicht… Aber HEY – so süß und preiswert!

Vermehren als lukrative Geschäftsgrundlage – oder: die Motivation eines Vermehrers

Mitleid, Geldknappheit und Verliebtheit verleiten Viele von uns Dosis dazu, doch beim Vermehrer zu kaufen. Die große Frage ist: Warum gibt es solche Menschen? Warum legen sie so wenig Wert auf seelische und körperliche Gesundheit? Warum geben sie ihre Kitten so oft viel zu früh ab? Warum lügen sie Interessenten frech ins Gesicht, was Herkunft, Reinrassigkeit und Gesundheit ihrer Tiere angeht? Warum machen sie immer so weiter?

Die Antwort ist ganz einfach: Weil sie es können, es Geld einbringt und jeden Tag "ein Dummer" aufsteht und ihnen die Kitten abnimmt!

Sie brauchen ihre Tiere nicht artgerecht zu halten, nicht vernünftig zu versorgen, die Würfe und Elterntiere nicht gesundheitlich checken zu lassen. Sie brauchen nicht abzuwarten, bis die Kleinen alt genug für die Abgabe sind. Sie bekommen ihr Geld, ob bei Person X oder beim Nächsten. Um Nachschub, Geldsorgen oder Konsequenzen müssen sie sich keine Gedanken machen: nur Wenige Menschen haben wirklich den Mut, solche Machenschaften bei Behörden zu melden.

Warum sollen Züchter besser sein?

Oft höre ich "Züchter vermehren doch auch nur, die sind Schuld, dass die Tierheime überfüllt sind und die sitzen auf ihrem Geld und sind gierig!". Und oft genug kommen solche Aussagen von Menschen, die entweder selbst vermehren oder den Unterschied zwischen seriöser Zucht und Vermehrertum nicht wirklich kennen. Über die Frage, ob noch mehr Kitten "produziert" werden müssen – egal, ob vom Züchter oder Vermehrer -, wo doch unsere Tierheime so voll sind, kann man sich trefflich streiten – Und wird vermutlich nie eine Einigung erzielen.

Fakt ist jedoch: es gibt tausendfach mehr Vermehrer als wirklich seriöse Züchter. Fakt ist auch: nicht Jeder, der Papiere und Vereinszugehörigkeit vorweisen kann, ist ein seriöser Züchter. Die Masse der "schwarzen Schafe" ist groß!

Wirklich seriöse Züchter aber sorgen sich um Gesundheit, Trächtigkeit, Geburt und Aufzucht ihrer Tiere. Sie stecken Unmengen Geld in die Gesundheit ihrer Tiere, sie kümmern sich um ihr Wohlbefinden und darum, dass ihre Tiere einmal ein gutes Zuhause bekommen. Sie verlangen für ihre Schützlinge eine Stange Geld – keine Frage – aber die Preise sind begründet. Und zwar nicht nur, weil die Tiere wirklich reinrassig sind – und das auch zweifelsfrei nachgewiesen werden kann – sondern weil sie – und da bin ich ganz unromantisch – ne Stange Geld gekostet haben, bis wir sie aus der Zucht kaufen.

Viele Züchter, die ich kenne, engagieren sich ebenso im Tierschutz, haben Tierschutzkatzen aufgenommen – denn ja: auch die haben meist ein großes Herz ;) – und spenden regelmäßig. Etwas, das man von Vermehrern in fast allen Fällen nicht sagen kann! Im Gegenteil: sie produzieren oft die nächsten "Felle für den Tierschutz".

Ein weiterer Punkt, der auf viele – nicht alle – Züchter zutrifft ist ebenfalls wichtig, wenn es um die Frage "Machen Züchter die Tierheime voll?" geht, ist: Nicht wenige Züchter haben in ihren Verträgen Klauseln abgedruckt, die festschreiben sollen, was mit einem Tier passiert, wenn der Käufer es nicht mehr halten kann. So ist in vielen Fällen festgelegt, dass das Tier zum Züchter zurück muss und eben nicht ins Tierheim gegeben werden darf. Ob alle Züchter – und Käufer – sich auch so daran halten, kann man natürlich erst dann feststellen, wenn es so weit ist. Meiner Erfahrung nach haben aber viele Züchter das Wohl ihrer Schützlinge auch noch nach den Kauf im Blick.

Vermehrer vs. Züchter – die ungeschminkte Wahrheit

Inserate von Züchtern

Welche Untersuchungen Züchter vorweisen können, geben sie oftmals stolz preis…

Wenn es um die Kosten geht, können wir ganz nüchterne Rechnungen anstellen: der Vermehrer zahlt kein Geld für Gesundheitsvorsorge, oft auch keines für Untersuchungen während der Trächtigkeit. Die Decktaxe für einen ausgesuchten, – genetisch, gesundheitlich und rassemäßig – passenden Kater wird auch meist gespart: entweder ist der nächste Kater aus der Nachbarschaft, der eigene Kater oder ein x-beliebiger, zur Verfügung stehender Kater "der Glückliche". In der Regel wird die Geburt der Kitten nicht groß vorbereitet und Gesundheitschecks nach der Geburt sind auch nicht drin.

Futter, Streu und Spielzeug wird in der Regel ebenfalls möglichst preiswert eingekauft. Impfungen, Entwurmungen, Kennzeichnung, Wurfmeldung beim Verein und Stammbaum kosten auch nichts, wenn man sie nicht durchführt oder anfordert. Die Kitten kosten bis zur 8ten – im günstigsten Fall der 12ten – Woche also kaum Geld – bringen aber einiges! Wenn man von "Rassekatzen-Nachmache" ausgeht gute 150-500€. Zieht man die Kosten ab, lohnt sich das Geschäft.

Die Papiere und Vereinszugehörigkeit wird übrigens nicht gespart, weil sie so teuer wäre: das Ganze kostet etwa 50€ im Jahr für die Vereinszugehörigkeit, 20-80€ für den Eintrag des Cattery-Namens und nochmal 10-50€ pro Stammbaum. Wer dir also erzählt, er sei nicht im Verein, weil das alles soo teuer wäre lügt dir eiskalt und frech ins Gesicht! Es liegt nämlich an etwas ganz anderem: entweder will der Vermehrer sich nicht an Regeln halten, die der Gesundheit und dem Wohlbefinden aller Tiere dienen (vom Verein vorgeschrieben) oder aber, seine Tiere würden aufgrund von Krankheiten, Nicht-Reinrassigkeit oder Einstellung des Haltes nicht im Verein angenommen. Oder aber der zuständige Zuchtwart hat die Umstände der Zucht als "nicht ausreichend" empfunden.

Der Züchter zahlt zahlreiche Gesundheitstests noch bevor die Katze das erste Mal gedeckt wird: da kommen gut und gerne mehrere Hundert Euro zusammen. Dann fallen Untersuchungen direkt vor der ersten Deckung, die Decktaxe und die Untersuchungen während der Trächtigkeit an. Sobald die Kitten da sind, werden auch sie nochmal vom Doc untersucht. Mit den ersten paar Lebenswochen fallen 1-2 Entwurmungen und 2-3 Impfungen an. Hochwertiges Futter, jede Menge Streu, Stammbäume (pro Stück 10-50€), Wurfmeldungen usw. möchten auch noch bezahlt werden. Die Kennzeichnung und Untersuchung der Kleinen auf bestimmte Krankheiten fallen ebenfalls ins Gewicht.

Insgesamt kostet so ein Kitten vom Züchter, bis es auszugsbereit ist, mehr als der Kaufpreis beim Vermehrer beträgt! Eine detaillierte Beispielrechnung der Kosten kann auf unserer Infoseite im Bereich "Warum sind Rassekatzen so teuer?" eingesehen werden.

Wer also ist hier geldgierig und scheffelt Unmengen Kohle?

Wie Vermehrer von Züchtern unterscheiden?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da es viele Facetten zwischen Vermehrer und seriösem Züchter gibt. Der erste Punkt mögen wohl die Formalitäten sein: Ohne Vereinszugehörigkeit, ohne Papiere für Elterntiere und Kitten ist ein Züchter kein Züchter, sondern schlicht ein Vermehrer und die Kitten nicht reinrassig, sondern höchstens rasseähnlich. Doch auch jemand, der im Verein ist, kann alles andere als seriös sein. Wichtig sind vor allem auch Untersuchungen auf Erb- und Infektionskrankheiten. Informiere dich genau, welche Krankheiten bei der von dir gewünschten Rasse besonders häufig vorkommen und lasse dir die Testergebnisse zeigen – glaube nicht alles, was man dir erzählt: nur "schwarz-auf-weiss" ist hier verlässlich!

Ebenfalls wichtig sind Umgebung und Aufzucht der Kitten. Züchter haben keine sterilen Räume, die Kitten leben zusammen mit den anderen Katzen im Haushalt. Es sind nicht zahlreiche Würfe – im schlimmsten Fall von verschiedenen Rassen oder Tierarten – vorzufinden! Die Katzen reagieren nicht panisch, verschreckt oder vollkommen überfordert. Keine Katze lebt im Käfig – es sei denn, sie muss es aus rein medizinischen Gründen. Man zeigt dir gern die Elterntiere und gibt dir Auskunft über Charaktere, Vorlieben und Macken der Kitten. Man fragt aber auch dich nach deinen Plänen, deinen häuslichen Verhältnissen und deinem Wissen!

Lass dich nicht unter Druck setzen, von Ausreden einlullen oder dich von abenteuerlichen – mitleiderregenden – Geschichten täuschen! Wenn du ein schlechtes Bauchgefühl hast oder vermutest, es ist etwas "falsch" – lass die Finger davon! Es gibt noch zahlreiche Punkte, die den Unterschied machen zwischen Vermehrer und Züchter, aber wenn du ein wenig Grundwissen, eine gesunde Portion Skepsis und Selbstbewusstsein hast, wirst du weniger schnell an ein "schwarzes Schaf" geraten. Trau dich zu hinterfragen und auch zu widersprechen. Hast du Zweifel oder wirst unfreundlich behandelt aufgrund deiner Fragen: geh!

vermehren vs. Tierschutz

Jedem, dem klar ist, wie die Geschäftspraktiken eines Vermehrers in Wirklichkeit aussehen, dem wird schnell klar, dass diese Menschen die wirklichen "Problemfelle" für den Tierschutz nachproduzieren. Menschen, die Kitten billig verramschen haben meist auch nicht so sehr im Blick, wer bei ihnen kauft: Hauptsache, die Tiere sind verkauft. Dass unter den Käufern – die zudem häufig extra zum Vermehrer gehen, weil sie weniger Geld ausgeben wollen – auch Menschen sind, die sich ihrer Verantwortung nicht ganz so bewusst sind, liegt da auf der Hand.

Und auch, dass solche Menschen schneller überfordert sind. Vor allem im Hinblick darauf, dass viele Tiere vom Vermehrer alles andere als einfach, nämlich oft kränklich, verhaltensgestört, aggressiv, unsauber, unsozialisiert sind… Solche Tiere müssen oft "weg". Was liegt da näher, als das nächstbeste Tierheim, den nächstbesten – vermutlich ebenso wenig informierten – Dosi zu belasten?

Wir alle wissen, dass Tierheime, Tierschutzvereine und Pflegestellen eigentlich ganzjährig überbelastet sind und am Rande ihrer Kapazitäten arbeiten. Da ist es natürlich alles andere als "hilfreich" jedes Jahr erneut Tausende von neuen Katzen zu produzieren, die unter den schlechtesten Bedingungen aufwachsen und geboren werden müssen. Tausende von Tieren, die ein Zuhause finden müssen und die die denkbar ungünstigsten Vorraussetzungen für ein lebenslang glückliches Katzenleben mitbringen – allein aufgrund ihrer Herkunft.

Wie kann man Vermehrern das Handwerk legen?

Inserate zu preiswerten Katzen

Wer so sucht, wird jedenfalls kaum Chancen haben, einen seriösen Anbieter zu finden…

…Halte ich für eine sehr interessante, philosophische und gesellschaftskritische Frage. Denn letztendlich wird sich am Problem "Vermehrer" erst dann auch wirklich was ändern, wenn viele Menschen umdenken und entsprechend handeln. Durch Aufklärung und bewusstes Verzichten. Wir alle wissen, dass der Kauf beim Vermehrer nicht förderlich ist. Doch auch unser Herz spielt mit, wenn wir uns für einen neuen pelzigen Mitbewohner entscheiden. Nicht alle können "Nein!" sagen: manche von uns werden doch schwach. Dabei ist es genau das, warum die Vermehrerei letztlich funktioniert und Geld abwirft. Weil Viele von uns manchmal dumm, geizig, zu vertrauensseelig oder zu "weich" sind.

"Kätzchen vom Vermehrer retten" mag nach außen hin so manches Mal "heldenhaft" aussehen. Die andere Seite der Medaille ist, dass das Geschäftskonzept doch wieder aufgeht. Je weniger solcher Kitten aufgenommen und abgekauft werden, umso weniger lukrativ wird das Geschäft dieser Menschen. Je öfter sie auf ihrer "Ware" sitzen bleiben, desto schneller werden sie Abstand nehmen vom Geld-Scheffeln auf dem Rücken der Tiere. Wir alle müssen lernen, auch einmal zu verzichten – ganz bewusst, auch wenn es wehtut. Natürlich haben auch Kitten vom Vermehrer ein gutes Zuhause verdient – darüber muss sich Keiner streiten – aber ist es nicht zielführender statt dem Kaufpreis für ein Kitten die Kastrationskosten der Mutterkatze zu übernehmen, sofern der Verkäufer der Kitten dies zulässt?

Oder dann lieber ganz Abstand zu nehmen vom angeblichen Rassekitten, das dann doch keines ist und stattdessen lieber einem Tier aus dem Tierschutz ein Zuhause geben? "Reinrassig" bekommen wir beim Vermehrer gar nicht, im Tierschutz nur selten – aber im Tierschutz unterstützen wir Tiere und Menschen, die es verdient haben! Und ja: wir bezahlen im Tierschutz weniger Geld für ein Tier, das im besten Fall kastriert, geimpft, gekennzeichnet und getestet ist. Ist das nicht ein Grund, "weich" zu werden? Hier haben wir auch "süß und preiswert", aber auch "bedürftig, umsorgt und versorgt". Ist da nicht das gute Gewissen mehr Wert als die paar gesparten Euro für ein Tier aus zweifelhafter Quelle?

Wir werden das Problem vermutlich nie ganz in den Griff bekommen, aber sollten wir nicht versuchen, es einzudämmen?

Unsere ganz eigenen Erfahrungen mit Vermehrern

Ja, ich habe Katzen von Vermehrern gekauft. Teilweise, bevor ich wusste, was Vermehrer sind, einmal auch danach. Zwei dieser Katzen leben noch, zwei sind tot. Und zwar tot, weil sie aus zweifelhafter Quelle stammten, nicht etwa weil sie alt und altersschwach waren. Nein, weil sie krank waren und zwar aufgrund mangelnder Gesundheitsvorsorge der Elterntiere und der Kitten! Die zwei, die hier noch leben, haben – und da bin ich ganz ehrlich – einen "Haschmich" weil sie im Kittenalter nicht die richtige Versorgung hatten.

Tiffy ist jetzt 14 Jahre alt und kann mit Katzen nicht wirklich was anfangen, das ist zum Teil auch meine Schuld. Große Schuld trifft aber auch ihre Vermehrer, weil ihre Aufzucht alles andere als "sozialisiert" ablief. Sie hat Angst und Vorbehalte gegen Männer – dreimal darfst du raten, woher das wohl kommt. Sobald mein Bruder – groß, breitschultrig und dunkelhaarig – zu Besuch kommt, bricht hier die nackte Panik aus. Noch einmal darfst du raten, wie der Vermehrer aussah, von dem ich sie habe…

Auch Muffin lebt noch. Er kam mit 8 Wochen vom Vermehrer, hat uns hier eine riesige Flohplage eingeschleppt und ist seit Kittenbeinen an – so hart es klingt, es ist die Realität – vollkommen verhaltensgestört. Und das nicht im niedlichen Sinn! Er war lange Zeit unsauber, hat Probleme im Zusammenleben mit Mensch und Katze und ist ein rundherum anstrengendes Tier. Und auch das nicht im niedlichen Sinn! Ganz klar: ich liebe meine Tiere und reiße mir den Hintern auf, damit alle glücklich werden. Ich arbeite Tag und Nacht daran, dass sich alle wohlfühlen und gebe Unmengen Geld für Intelligenzspielzeuge und Therapien aus. Muffin ist ein Full-Time-Job, das kann ich ohne Verbitterung sagen. Ich liebe ihn von ganzem Herzen, aber ein Mensch, der täglich stundenweise zum Arbeiten aus dem Haus müsste, könnte ihm nie gerecht werden.

Ich liebe meine Tiere und bereue keine Sekunde, dass sie bei mir sind. Aber ganz ehrlich: nie, nie wieder! Nie wieder hole ich mir ein Tier vom Vermehrer – egal, ob geschenkt oder bezahlt. Nicht Jeder hat solche Probleme, das ist mir bewusst: einige Dosis haben keine bis kaum Probleme, aber sehr viele Dosis – der weit größere Teil – hat enorme Probleme mit Katzen aus Vermehrerhaushalten: ob sie körperlich oder seelisch krank sind, ob sie in jungen Jahren an Erbkrankheiten sterben, ständig zum Tierarzt müssen, weil sie Tiere ständig kränkeln… Ob es vollgepieselte Teppiche sind, zerkratze Tapeten, Hände, Füße, Sofas… Ob es Flöhe, Milben, Giardien oder Pilze sind … Die Wundertüte "Vermehrerkitten" ist preiswert, aber hält eben auch sehr oft bitterböse Überraschungen bereit.

Für mich steht fest: entweder Tierschutz oder seriöser Züchter. Mit einem "mittendrin" werde ich mich nie wieder zufrieden geben. Auch, wenn ich viel Geld zahle und dafür keine Garantie bekomme, ein Katzenleben lang Gesundheit zu bekommen: lieber Risiken minimieren statt Elend zu forcieren! Dafür zahle ich dann auch gerne mehr: ich bekomme einen entsprechenden Gegenwert. Ich werde im seriösen Tierschutz oder beim seriösen Züchter nicht belogen, über den Tisch gezogen und mir wird nichts verheimlicht.

Ich habe es in der Hand, wie glücklich und gesund meine Tiere werden – da möchte ich doch schon einen guten Start unterstützen und nicht geizig sein. Schließlich leben meine Tiere als Familienmitglieder viele lange Jahre bei mir. Ich finde Geiz nicht geil, auch – oder gerade weil – ich weniger Geld habe als die meisten anderen Dosis.

Vielen Dank für das Ausdrucken dieser Seite. Weiterführende Infos zum Thema, aber auch viele andere interessante und wichtige Themen findest du auf www.Katzen-fieber.de. Bitte beachte, dass auch die Bilder, Texte und Grafiken dieser Druckversion dem Urheberrecht unterliegen. Jegliche Weiterveröffentlichung ist untersagt. Das Zitieren der Texte ist nur mit Erlaubnis und Link zur Quelle erlaubt.

31 Kommentare - Hinterlasse eine Kratzmarkierung!

  1. Gute Begründungen, sorgfältig recherchiert – leider viiiiiiiieeeel zu lang, das lässt sich auch kürzer und damit knackiger fassen und Züchter könnten das dann in einer Kurzfassung zu den Verkaufsunterlagen ausdrucken und beilegen und so manchem Interessenten als Informationsblatte mitgeben.

    • Huhu Heinke,
      keine Texte dieser Seite wurden dazu gemacht, Züchtern das Leben zu erleichtern oder ihnen billige Texte zu liefern. Mal davon abgesehen, erwarte ich auch von seriösen Züchtern nicht, dass die Urheberrechtsverletzungen begehen.

  2. Wirklich toller Artikel! Ich liebäugle schon eine Weile damit mir, wenn ich von Zuhause ausziehe, 2 Britisch Kurzhaar zu kaufen. Durch deinen Blog habe ich dabei schon so viel lernen können! Dankeschön dafür :) Ich finde als „seriöser Käufer“ sollte man sich aber auch gut informieren, damit man die Chance an einen Vermehrer zu geraten auf jeden Fall minimiert.
    PS. Es ist mir ein Rätsel, dass sich nicht mehr Menschen gegen solche Vermehrer stark machen. Das ist doch ganz klar Tierquälerei.

    • Huhu Antje!
      „Seriöser Käufer“ – den Ausdruck find ich gut! Wenn mehr Menschen so denken würden, wäre das Problem kleiner. Ich finds toll, dass du dich schon vor der Anschaffung gründlich informierst, das ist nicht selbstverständlich – Hut ab vor dir!

  3. Hallo,
    Ein super Artikel. Leider stellt sich die Rassefrage nicht nur zwischen Vermehrern und Züchter, sie wird leider auch im Tierschutz unterstützt, indem eindeutige Mixe als Rassekaten für mehr Geld angeboten werden als Hauskatzen. Da ist die Frage der Herkunft schon offensichtlich. Nur drauf eingegangen wird nicht.
    Ja, ich weiß… anderes Thema.
    Zieht sich nur leider „Hand- in- Hand“ wie ein roter Faden durchs Katzenleben.
    Auch ich habe schon einen Mix als Norweger vom Vermehrer gekauft. Zu der Zeit war das einzige, was ich darüber wusste nur, dass es Norwegische Waldkatzen gab und ich eine haben wollte. Er war damals 8 Wochen alt. Ich gehörte zu den „Glücklichen“, er blieb gesund.

    Als ich mich Jahre später wieder für Norweger interessierte, habe ich mich mit der Materie „Zucht“ und „Vermehrung“ auseinander gesetzt. Ich würde nie wieder beim Vermehrer kaufen.
    Es ist schon schwer genug einen guten Züchter zu finden.

    • Huhu Angela,
      danke für die Ergänzung! Ja, du hast recht: so einige Tierschutzvereine bieten auch Mixe teurer an. Ich denke, dazu gibts aber auch zwei Seiten: die eine, die dabei nen schlechten Nachgeschmack hinterlässt und die andere, dass diese „Preispolitik“ vielleicht auch auf Angebot und Nachfrage zurückgeht. So verquer wie sich das anhört: die Leute sind nunmal bereit, für rasseähnliche Katzen mehr auszugeben als für „einfache Hauskatzen“ in getigert, schwarz/weiss oder anderen „normalen“ Farben. Da gönne ich Tierschutzvereinen die Mehreinnahmen. Vor allem im Hinblick darauf, dass sie sowieso viel zu wenig unterstützt werden.

      Einen seriösen Züchter zu finden ist tatsächlich schwer.

    • Leider muss ich feststellen,dass viele Züchter auch Vermehrer sind.Ich habe 2 Thaikatzen mit Ahnentafel teuer gekauft. Der eine Kater ist nur 6 Jahre alt geworden. Er ist an HCM einer schweren Herzerkrankung gestorben. Ich leide Heute noch was ich mit meinem geliebten Kater durchmachen musste. Und ganz zu Schweigen von den Tierarztkosten. Nun ist der Bruder alleine und macht mir auch Sorgen. Ich weis das Thais schlecht alleine zu halten sind aber ich finde keine Züchter den ich noch vertrauen kann.

      • Huhu Edith!
        Mein Beileid für dich! Es ist schlimm, ein Tier so jung zu verlieren. Es stimmt, dass auch viele Menschen, die sich offiziell"Züchter" nennen und Tiere mit Papieren verkaufen, nicht immer diesen Titel auch verdienen. Bitte beachte aber, dass eine HCM nicht nur durch genetische Faktoren – ich denke, darauf wolltest du hinaus – sondern auch andere Umstände auftreten kann. Das muss nicht zwangsläufig "Schuld" des Züchters sein.

        Liebe Grüße und viel Kraft für die kommende Zeit!
        Miriam

  4. Mmmh ich mag weder Züchter noch Vermehrer, meine Katzen kommen alle aus dem Tierheim. Ich finde es nicht richtig, Geld für ein Lebewesen auszugeben, egal woher es kommt, wenn gleichzeitig andere Lebewesen (eben Tierheim-Katzen) in Not sind.

    • Ein toller Bericht, mit vielen sehr guten Argumenten. Wir haben seid zig Jahren u.a. Katzen aus dem Tierheim und züchten auf der anderen Seite. Das schließt sich nicht aus. Wir haben aber z.B. eine Rasse auf die viele, viele Allergiker nicht reagieren, die könnten z.B. aus dem Tierheim gar keine Katze nehmen. Es gibt immer einige Aspekte, die man betrachten sollte. Und mal ganz einfach gefragt, wo kommen denn die meisten Tiere aus dem Tierheim ursprünglich her? Billig gekauft und dann weggeworfen. Mal einen Wurf produziert und keine Abnehmer gefunden? Kranke Tiere, die nur kosten, also auch ab in den Müll? Schon mal daran gedacht? Viele Tiere kommen aus Vermehrerhaushalten und werden so billig „entsorgt“ wenn der Niedlichkeitsfaktor wegfällt. Wenn wir unsere Tiere nicht mit 3 Monaten vermittelt bekommen schmeißen wir sie nicht weg, sondern warten einfach, wann für sie der richtige Mensch kommt. Unsere Tiere sind toll, die brauchen wir nicht zu verramschen und auf der anderen Seite wissen wir eins mit Sicherheit, durch entsprechende Vorsorge schon bei Eltern, Urgroßeltern und Ururgroßeltern können wir Krankheiten wie Fiv, FeLv und HCM/PKD ausschließen. Impfungen und chippen gehören auch mit zur Vorsorge, alles mit Kosten verbunden, ABER das ist uns die Gesundheit unserer Fellis wert.

    • DAS finde ich einen guten kommentar! den artikel hier finde ich teilweise schon prima – andererseits viel zu pauschal. es gibt „vermehrer“, also einfach privatleute mit katzen (…) mit großem herz und einer riesenfreude an der aufzucht. die fast kein oder kein geld für das tier nehmen, sogar sehr genau kontrollieren, woe es hinkommt. und es gibt miese züchter, bei denen die tiere nicht artgerecht gehalten werden. es kommt doch immer auf den einzelfall an, finde ich!

      • Dass alle Menschen, die sich "Züchter" nennen seriös sind, steht auch dort mit keinem Wort. Im Gegenteil: auch darauf wird hingewiesen. Und genau das, was angesprochen wird, will wohl scheinbar kaum Einer verstehen. Gerade diese "Privatleute mit Herz" sind oft die schlimmsten Vermehrer – egal, ob sie lieb sind oder die eigenen Freunde. Mit Zucht hat das nichts zu tun, denn die wichtigsten Gesundheitsuntersuchungen fehlen und es wird vermehrt, weil Kitten ja so süß sind. Da kann man noch so viel Freude an der Aufzucht und angebliche Tierliebe haben: wenn nicht einmal die grundlegendsten Prioritäten eingehalten werden, sind solche Leute schlicht und ergreifend Vermehrer. Auch dann, wenn sie kein Geld wollen.

        Nur, wollen das viele Käufer nicht sehen: das Kitten ist billig oder gar ganz umsonst. Ob da Krankheiten "drinstecken", die erblich oder ansteckend sind, ist egal – der Mensch war ja so lieb und das Kitten so süß. Im Endeffekt baden es immer die Tiere aus. Und darunter gibt es wirklich Extremfälle. Nicht alle, aber das Risiko ist eben größer, wenn man mal eben zum "tierlieben" Nachbarn um die Ecke geht, weil er so eine Freude an der Aufzucht hat. Wenn, dann soll ers auch richtig machen oder seinen Egoismus zurückstellen.

  5. Ich bin mit Hauskatzen groß geworden, die kamen vom Bauernhof, aus der Nachbarschaft und aus den Kleinanzeigen. Die meisten wurden sehr jung überfahren. Meine Eltern haben es lange Zeit nicht gescafft, länger als 4 Jahre eine Katze zu haben.
    Das hat mich in meiner Kindheit so traumatisiert, das ich mich, gerade erst volljährig dazu entschlossen hatte, mir eine Rassekatze anzuschaffen. Glücklicherweise geriet ich an eine eine seriöse und liebevolle Perserkatzenzüchterin, die auch noch zufällig 3 Strassen weiter wohnte. Ich hatte damals kein Geld, mich aber unsterblich in ein schwarzes Katerchenkitten verliebt. Glücklicherweise akzeptierte Sie Ratenzahlung und der schwarze Kater wurde mein Herzkater. Wir haben uns abgöttisch geliebt, abgesehen von einer Blasenentzündung, hatte er nie irgendwelche Krankheiten in seinem Leben und ist im gesegneten Alter von 16 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen. Meine liebe Freundin, ja aus dem Kontakt ist eine Freundschaft gewachsen, die auch heute noch Bestand hat, züchtet leider nicht mehr. Ich hatte nach dem Tod meines Herzkaters wirklich massive Probleme, wieder einen seriösen Züchter zu finden. Die Internetseiten sind zu mehr als 90 % voll von Vermehrern. Glücklicherweise bin ich fündig geworden.
    Was ich noch anmerken möchte, auch bei seriösen Züchtern gibt es immer mal Tiere, die gegen Schutzgebühr abzugeben sind. Wer also wenig Geld hat, sollte sich nicht scheuen, trotzdem mal den Züchter seines Vertrauen zu kontaktieren.
    LG Boreal

  6. Danke für dieses Beitrag!

    Ich habe selbst eine Katze von einem Vermehrer.
    Ich liebe ihn über alles. Aber ich muss nach dem Lesen dieses Artikels sagen. Ja du hast recht.

    Wenn man das Verhalten von meinem Kater mit der Rassekatze einer Bekannten vergleicht.

    Ihre Katze ist echt ausgeglichen, sicherlich eine kleine Diva aber nichts gegen meine Fellnase.

    Ich bin halt auch der Typ Mensch der denkt: Ok die kleinen müssen ja auch irgendwo hin. Und wenn ich dann darüber nachdenke, was mit den kleinen passiert wenn sie wirklich irgendwann niemand mehr nimmt…..

    Daher finde ich deinen Lösungsansatz: …statt dem Kaufpreis, die Kastrationskosten der Mutterkatze übernehmen… wirklich toll.

    Ich hab oft darüber nachgedacht, wie man mit solchen Angeboten umgehen könnte, aber auf sowas bin ich nie gekommen…

  7. Schöner Artikel… ich hätte mich definitiv vorher damit beschäftigen sollen! Ende vom Lied ist, ich habe letzte Woche von Privat zwei angebliche „Rassekatzen“ aus reiner Wohnungshaltung gekauft (Papiere vom Züchter seien im Keller verschwunden). Nun war ich schon mit der einen beim Tierarzt, weil sie eine Bindehautentzündung hatte und dort wurde zufällig festgestellt das sie trächtig ist! Nun hab ich in ein paar Wochen statt 2 Katzen 6-7 und keine Katzenerfahrung, außer alles was ich mir bisher angelesen habe.
    DIe beiden sind ein knappes Jahr alt und zuckersüß – aber ich würde es definitiv auch nur noch über einen Züchter machen! Ich hoffe ich finde ein gutes Plätzchen für die beiden… auch wenn es Mixe sind.

    • Huhu Julie,
      du bist nicht die Einzige, die auf solche Leute reinfällt. Das tröstet nicht, aber es ist manchmal gut zu wissen, dass man nicht allein so „dumm“ war. Hab ich das richtig verstanden und du möchtest die beiden wieder abgeben? Warum? hast du Angst, dass du das alles nicht schaffst?
      Eine Geburt und Aufzucht zu begleiten kann nervenaufreibend sein. Vor allem dann, wenn du selbst keine Erfahrung hast und die Mutterkatze derart zu jung ist. Falls du Hilfe, Informationen und einen kompetenten Ansprechpartner brauchst, melde dich. Ich kenne einige Leute, die sich mit der Trächtigkeit und allem drumherum hervorragend auskennen.

      Liebe Grüße
      Miriam

  8. Ich habe gerade an dein Text hier denken müssen Blizartig dachte ich mir soo habe vorhin erst was über Vermehrer gelesen – Habe gerade ne Anzeige gefunden da fasse ich mir nur noch an den Kopf…Wrum sind die Leute sooo es geht um Leben man man

    Zitat /- Ich biete hier meinen 7 Monate alten Sphynxbuben an bzw fange an die passende Partnerin zu finden.

    Wir möchten gerne das er das „Vergnügen“ einmal haben darf bevor wir Ihn kastrieren lassen.
    Nicht schon wieder werden viele Denken.

    Ich möchte gerne einen Welpen/Kitten von ihm und dieses soll bei uns Gross und Alt werden. Und dies soll auch nur einmalig sein.

    Er ist natürlich geimpft und entwurmt. Charakter :sehr Rassetypisc!
    Papiere hat er keine. Aber seine Elterntiere.

    Was soll man dazu noch sagen …

  9. Ist jetzt vielleicht nicht ganz passend, aber lehnt ein bißchen ans Thema an und ich versteh´s einfach nicht: Ich habe ja schon von Leuten in Foren gelesen das sie es gar nicht einsehen für eine „normale“ Katze aus dem Tierheim oder Tierschutz ca. 140,- Euro Gebühr zu bezahlen, die gäbe es ja überall´umsonst…da könnte ich ko…n!

    Außerdem gehört in meinen Augen jede Katze kastriert und geimpft, mir zeigen diese Meinungen bedauerlicherweise nur, das die Menschen keine Ahnung haben, sich nicht informieren, es ihnen scheißegal ist und das sie echt nicht wissen was all´diese Dinge beim TA kosten.

    Ich finde nämlich diesen ca. Betrag für eine kastrierte, geimpfte, teilweise sogar noch gechipte und geteste Katze, die ja auch Zeit (z.B. Vorkontrolle) + Pflege und Futter dort im Verein zusätzlich bedarf (Fahrtkosten nicht zu vergessen) ziemlich günstig und dafür hat man auch nicht den Streß all´ dies selbst zu erledigen.

    Bei meinen Katzen hat allein schon das kastrieren (alles Weibchen) 140,- pro Katze gekostet – dafür wird dann die komplette Gebärmutter entfernt.

    Und für die Tierhaltung ist dies Bedingung in meinen Augen, gibt eh´schon zu viele herrenlose Katzen (was bin ich froh nicht auf irgendeinem Dorf zu wohnen, da scheint es noch massiver zu sein), aber selbst in der Stadt habe ich schon eine vermutlich herrenlose Katze aufgeglaubt und ins städtische Tierheim gebracht (bei mir zur Pflege ginge nicht mit meinen drei Damen und platztechnisch, außerdem kann so ein INTERESSIERTER Besitzer seine Katze leicht wieder finden).

    Oder das es Leute gibt, die plötzlich feststellen das die ohne Papiere gekauften Bengalen doch mehr Temperament als ein Kartäuser oder Perser haben und dann nur einen mickerigen Pappkratzbaum zur Verfügung stellen…und diese dann wieder sschnellmöglichst loswerden wollen.

    LG, Angi

  10. Und ja ich muss auch gestehen einer meiner Katzen kommt vom Vermehrer…da wusste ich darüber noch nicht wirklich Bescheid und wollte unbedingt eine Maine Coon Katze….

    Damals dachte ich nicht darüber nach (auch mangels Wissens und Info´s) das es schon einen Grund haben würde warum Züchter a) um einiges mehr Geld verlangen müssen (Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, Frühkastrationen usw.) und es b) deswegen mehr Sinn machen würde eine gesunde Katze entweder beim Züchter oder im TH/Tierschutz zu „erwerben“.

    Ich habe draus gelernt, wenn auch etwas spät…

    Das zu gestehen ist gar nicht so einfach, weil man in sämtlichen Foren sofort mit Dreck beworfen würde, selbst wenn man dazugelernt hätte und diesen Fehler sicherlich nicht nochmal wiederholen würde.

    Von besonderen Fanatikern (auch wenn ich prinzipiell verstehe wieso und auch woher die Wut kommt) wird man da gerne mal als dumm und unverantwortlich hingestellt und eine weitere Gesprächsbasis damit natürlich vollkommen zerstört und die Fronten verhärtet.

    Das ist auch das für mich abschreckende an Foren (die durchaus gute Info´s vermitteln können), das von einigen (nicht allen) manch unbedarfter Neuling sofort mit sämtlichen Tierquälern in einen Topf gesteckt wird…
    Und der zermürbende Krieg (wer Foren kennt, weiß was ich meine) über Nanny´s und/mit Fanatikern (auch wenn ich diese verstehen kann, sollte man meiner Meinung nach nie SOFORT alle Unerfahrenen in einen Topf schmeissen).
    Natürlich verstehe ich den Frust, insbesondere über Unbelehrbare, aber sofort jeden auf´s Ärgste zu bombardieren macht keinen Sinn, da schalten viele auf Durchzug und kaum jemand lernt über Beleidigungen etwas neues dazu – gut Ding will Weile haben und gute Worte.

    Klar gibt es die ewig Unbelehrbaren, da verstehe ich auch wenn nach einiger Zeit die Keule fällt, wen klar ist das Hopfen und Malz verloren ist – sehe ich im Ärger Luft machen auch kein Problem mehr.

    Schade finde ich da oftmals nur dieses schwarz/weiß auf beiden Seiten, so wird keine Annäherung gelingen und genau davon profitieren aber letzendlich im Optimalfall die Katzen.

    Ja, ich bin schuldig und ja ich hatte damit reichlich Ärger – bezüglich Giardien…das war Bestrafung genug für mich, ebenso das mein Mix´ein furchtbares Fell hat, das extrem zum verknoten/verfilzen neigt und ich jedes Jahr das Theater habe die Katze davon zu befreien (kämmen ist bäh´) – TA und Sedierung möchte ich nicht.

    Allerdings war es trotz dieser Fehlentscheidung IMMER wichtig für mich das meine Katzen gesund sind /werden = TA, genug zu fressen haben (inzwischen ist der Anspruch höher) und ausreichend Vergnügen in der Wohnung finden, ihre Persönlichkeit/Eigenheiten geachtet/respektiert wird (nicht jede meine Katzen ist ein notorischer Schmuser und gerade mein Mix´mal liebesbedürftig, aber ebenso sehr stur und eigen – eben nicht everybody´s darling…

    LG, Angi

  11. Hallo,
    vielleicht kann mir jemand helfen.
    Ich möchte einen Vermehrer beim Tierschutz/oder andere Stelle melden.
    Leider suche vergeblich im Netz nach einer Adresse/Telefonnummer.

    An wen muss ich mich wenden?
    Es ist in NRW

    Danke vorab.

    • Huhu Hilla!
      Eine "richtige" Stelle gibts dafür nicht. Im Grunde ist das Vermehren auch nicht verboten, wenn eben auch moralisch daneben. Wenn die Zustände dort schlimm sind, die Tiere krank oder unterversorgt, solltest du dich ans Ordnungsamt oder Veterinäramt der jeweiligen Stadt wenden. Manchmal können Tier- oder Katzenschutzvereine dich dabei mit Rat und Tat unterstützen. Aber… solange die Tiere einigermaßen versorgt und in keinem schlimmen Zustand sind, muss man leider sagen, sind die Chancen recht gering, dass da irgend etwas passiert.

      Liebe Grüße
      Miriam

  12. Hier ziehen nur noch Tierschutzkatzen ein. Happy,15 Jahre, kommt vom Vermehrer. So ein typischer „ich möchte ein mal Babys-Wurf“. Er zog mit seinem Bruder zu uns, viel zu früh mit ca 6 Wochen. Erbse,5J, Perser-Coonie-Mix kam dazu, da Dosi verstorben und Erbse sollte ins Tierheim. Sie war ca 6 Monate jung. Raya wurde weggeworfen. Ca 12 Wochen jung, aus nem Auto raus aufs Feld entsorgt. Bei Kiwi und Cookie, beide ca 1 1/2J, bin ich Pflegestellenversager geworden. Wenn es doch mal eine Rassekatze sein soll, dann nur vom seriösen Züchter. Bekomme ich mit, dass jemand eine! Katze, vielleicht auch noch viel zu jung, vom Vermehrer holen will, versuche ich aufzuklären. Halt lieber Tierschutzkatzen, niemals Kitten allein usw. Meist kommt Tierschutz wäre zu teuer. Also aufklären, dass dem nicht so ist. Oft schafft man es, manchmal auch nicht…

  13. Leute – Leute …“moralisch daneben“ schreibt jemand, seien „Verehrer?“ Tut mir leid, das ist eine Tonart, die finde ich wirklich nicht in Ordnung. Mir ist eine Mieze vom Laien, in Liebe geboren, in einwandfreiem Umfeld aufgewachsen und betüdelt zigmal lieber, als die vielen Züchter, bei denen oft allerlei überhaupt nicht in Ordnung ist. Lasst mal bitte den überheblichen Ton. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Ich kann jedem Menschen, der sich WiRKLICH interessiert, nur empfehlen, sich Katzengeburten und das Katzen-Aufwachsen anzuschauen, es vielleicht sogar „selbst zu machen“… Es ändert alles! Dass man sich dann darum zu kümmern hat, dass diese Tiere in vernünftigen, liebevollen Verhältnissen landen, das ist ja selbstverständlich. Das tut übrigens auch nicht längst jeder Züchter – die meisten greifen nur die Kohle ab und fertig. Differenziert hinschauen finde ich immer besser, als mal fix zu vorverurteilen, zu verallgemeinern usw.

    • Huhu Silver!
      Ein "einwandtfreies Umfeld" und "betüdelt aufwachsen" ist eine Seite der Medaille – die andere ist es, die Elterntiere und Kitten GESUND zu halten und aufzuziehen. Das ist bei Vermehrern – egal, ob sie sich "Züchter" nennen oder nicht – nicht gegeben. Das kann man auch mit Liebe nicht wettmachen, wenn das Tier mit Erb- oder Infektionskrankheiten, Parasiten oder Verhaltensstörungen ins neue Zuhause kommt und eventuell in jungen Jahren elendig verstirbt. Mir braucht da Keiner was erzählen, weil ich es selbst mitmachen musste und zahlreiche Beispiele dafür kenne.

      Diese "Züchter" wie du sie nennst, die Kohle abgreifen und fertig sind übrigens auch nichts anderes als Vermehrer. Papiere für die Tiere und Mitgliedschaft im Verein sind nur zwei Punkte, die Vermehrer von Züchtern unterscheiden, es gehört eine Menge mehr dazu. Richtig, man muss differenzieren, aber es bleibt moralisch verwerflich, wenn nur Geld gemacht werden soll und keinerlei Wert auf Gesundheitstests und eine vernünftige Aufzucht gelegt wird.

  14. sorry – siehe oben, meinte natürlich „vermehren“! ha, lustiger Fehler…

  15. Super Beitrag. Ich kann nur jedes Wort unterstreichen. Sowas sollten viel mehr Menschen lesen und sich zu Herzen nehmen. Denn solange ein Markt da ist, hört der Irrsinn nie auf.

    Ich selbst habe seit Ende November so ein kleines Opfer eines „Oops-Wurfes“. Er wurde mit seiner Schwester in einem Karton ausgesetzt und hat nur mit Glück überlebt. Die Schwester hat es leider nicht geschafft.

    Zum Glück ist Baily kerngesund und zeigt zur Zeit auch keine Auffälligkeiten. Hoffentlich bleibt es so. Ein möglicher Spielgefährte kommt für mich nur über ein Tierheim oder eine Tierschutzinitiative ins Haus.

    PS: Liebe Miriam, vielen Dank für den tollen Blog. Die Katzenfuttertests haben mir sehr geholfen. Weiter so :-)

  16. Die Betrachtung ist etwas zu simpel.
    Es gibt immer Unfälle die passieren, eine Katze schafft es kurz vor der geplanten Kastration trächtig zu werden, die Dosis wollen nicht abtreiben und ziehen die Welpen verantwortsvoll auf, oder eine Katze mit Inhalt wird aufgenommen.
    In beiden Fällen werden dann die Kitten per privat vermittelt, die Dosis sind sonst nicht im Tierschutz aktiv, aber auch die Absicht des Vermehrens ist schlicht nicht vorhanden.

    Ich würde auch mal diese Grauzone aufzeigen, Kitten aus privater Hand, aber min. 12 Wochen alt und zweimal geimpft und damit regelmäßig tierärztlich versorgt, aber ohne Stammbaum und das zu einem tierschutzähnlichen Preis bzw. sogar günstiger.
    Das ist zwar selten, aber passiert immer mal wieder.

    Die Kriterien seriöser Züchter oder Tierschutz sind zwar gut, aber nicht alles umschließend.

  17. Hallo,

    wirklein ein gelungender Text !

    Darf ich diesen als Vorlage nutzen und für Rennmäuse umschreiben? Dort ist das Problem leider sehr ähnlich…

    • Huhu Julia!
      Wie du sicher in den Hinweisen zur Nutzung gelesen hast, ist es nicht erlaubt, Texte von hier so einfach zu übernehmen – auch dann nicht, wenn man sie „ein wenig“ umschreibt. Wenn du dich nur inspirieren lassen willst, ist das natürlich kein Thema, auch ein Link zum Artikel ist gänzlich unproblematisch.

      Liebe Grüße
      Miriam

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