30.November 2014 16:00 Uhr wie machst du das? 12

Wie machst du das? – Nachtruhe und Abendrituale

Muffin wird im Bett gestreichelt

Lesezeit ca.: 4 Min., 44 Sek.

In vielen Katzenhaushalten sind die Stubentiger im Bett erlaubt – oft sogar erwünscht. Unser Katzenhaushalt bildet da keine Ausnahme ;) Ich hatte ja bereits geschrieben, dass meine Katzen sich in der gesamten Wohnung – also auch im Schlafzimmer und Bett – frei bewegen dürfen. Und oft bekomme ich dann Fragen gestellt wie "Nerven die nicht im Bett?" oder "Schlafen deine Katzen dann auch oder wibbeln sie rum?" Heute möchte ich euch mehr über unsere Abendrituale erzählen.

Ganz zu Anfang – vor 13 Jahren – als Tiffy bei mir einzog, wollte ich eigentlich auch keine Katzen im Bett – ja: "eigentlich" … Ihr kennt das sicher ;) Bereits in der zweiten Nacht hat mich Klein-Tiffy dann doch überzeugt, dass so ein kleines Kitten unbedingt meine Nähe braucht und nicht allein in den Schlaf findet ;) Ich habe – wie sollte es anders sein – nachgegeben. Seither darf kann muss ich keine Nacht mehr allein verbringen.

Im Grunde sind meine Drei recht pflegeleicht, was die Abendrituale und Nachtruhe angeht: Je nachdem, wie aktiv sie am Abend noch sind, wird hier noch einmal kurz vor dem Zubettgehen ordentlich gespielt. Ob mit der Spielangel, dem Laserpointer oder einfach, indem ich Leckerchen durch die halbe Wohnung werfe. Dann gibts ne ordentliche Portion Abendessen und es geht ab ins Bett. Meist sind die Katzen schon vor mir dort und warten gespannt auf meine Ankunft.

Muffin liegt im Bett

eine recht unvorteilhafte Pose: aber trotzdem gemütlich ;)


Ich lege mich ins Bett, schalte nur die kleine Nachttischlampe an und lese ich noch ein wenig. Selbstverständlich kraule ich dabei auch die Katzen: wer zuerst kommt, mahlt zuerst ;) Die Katzen liegen dann meist um mich herum, auf mir drauf oder haben sich andere Schlafplätze in den anderen Räumen der Wohnung gesucht. In dieser "Lesezeit" ist es den Katzen dann auch noch "erlaubt", ein wenig zu rennen, zu spielen und zu wibbeln. Spätestens dann, wenn auch das Licht der Nachttischlampe ausgeschaltet wird, sollte Ruhe herrschen.

Das ist natürlich nicht immer so. Besonders die beiden Kater kommen des Öfteren spät abends mal auf die Idee, gerade dann noch einmal richtig aufzudrehen und fangen zu spielen: auf mir drauf, über mich drüber und unter mir her – unter der Decke und meinen Beinen kann man ja so schön verstecken spielen ;) Dann kommt es ganz drauf an, wie kaputt ich bin und was die Kater augenscheinlich brauchen: entweder wird das Fummelbrett befüllt, damit die Herren leise beschäftigt sind oder ich gebe eine kurze, aber bestimmte Rückmeldung "Juuuungs: Feierabend jetzt!"

Beides zeigt oft Wirkung. Seltener reicht auch das nicht und ich muss die Herren aus dem Schlafzimmer rausschicken, damit ich Ruhe habe. Dabei schließe ich nicht die Tür, sondern rufe ihnen nur zu "Raus jetzt, aber zackig!". Die Ansage reicht dann auch, um klar zu machen, dass ich es diesmal wirklich ernst meine ;)

Muffin wird im Bett gestreichelt

beim Bauchkraulen kann man richtig gut einschlafen


An den meisten Abenden aber ist weder Rausschicken noch Fummelbrett-Befüllen nötig: die gemütliche Stimmung mit Dosi im Bett und gedämpfter Lichtquelle reicht den Katzen in der Regel, damit sie selbst schläfrig werden. Die letzte Mahlzeit trägt noch zusätzlich ihren Teil dazu bei ;)

Die Katzen suchen sich dann von sich aus Positionen im Bett, in denen sie nicht stören: in den Ecken am Kopf- oder Fußende. Ich gehe davon aus, dass sie das nicht tun, weil sie mich nicht stören wollen, sondern weil sie selbst eine ungestörte Nachtruhe genießen wollen :D Es ist eben einfach ärgerlich, wenn man im Halbschlaf die Position wechseln muss, weil die schlafende Dosi halb auf einen draufrollt.

Muffin liegt im Bett

tagsüber macht sich Muffin dann auch mal richtig breit im Bett


Anders herum scheinen sie es weniger eng zu sehen: es kommt durchaus mal vor, dass ich aufwache, weil ich ein Pfötchen oder Ärschchen im Gesicht habe. Daran habe ich mich im Lauf der Jahre aber dermaßen gewöhnt, dass ich davon kaum noch wach werde. Interessanterweise werde ich aber von nächtlichen Rufen immer noch wach. Das scheint mein Unterbewusstsein irgendwie als "Alarm" gespeichert zu haben, denn die Katzen miauen nur, wenn wirklich etwas gar nicht stimmt – bei Bauchweh, Sehnsucht oder großer Verwirrung.

Ja, Verwirrung.. Man sollte meinen, dass Katzen mit ihren hervorragenden Sinnen auch im Halbdunklen der Wohnung gut zurechtkommen. Zwei meiner drei Katzen bereitet das auch nie Probleme. Kasimir allerdings ist etwas "speziell". Wenn er im Halbschlaf ist, ist mit ihm gar nichts anzufangen. Tagsüber nicht und nachts schon gar nicht. Da kann es dann auch schonmal vorkommen, dass er nachts dringend auf die Toilette muss und dann auf dem Rückweg merkt, dass er dermaßen groggy ist und einfach Unterstützung braucht, um zurück ins Bett zu finden. Wenn er dann nach mir ruft, rufe ich entweder leise zurück, um ihn zu leiten oder – wenn es ganz schlimm ist – stehe ich auf und hole ihn. Man gewöhnt sich eben an Alles :D

Wenn einmal Ruhe herrscht und alle eingeschlafen sind, gibt es auch keine Probleme mehr damit, dass irgendeiner der Drei Lärm macht. Natürlich schleichen sie nachts aufs Katzenklo, fressen auch einmal oder wechseln nachts die Schlafplätze, aber das Ganze geschieht so lautlos, dass es vollkommen unbemerkt abläuft und ich durchschlafen kann. Zum Glück haben meine Katzen gelernt, mich morgens in Ruhe zu lassen und mich nicht zu wecken, damit ich Frühstück auftische: zum Einen bin ich morgens nicht wirklich ansprechbar, zum Anderen sind auch meine Katzen echte Morgenmuffel ;)

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Über Miriam


Miriam ist 34 Jahre alt und lebt seit 16 Jahren mit Katzen zusammen. Vor acht Jahren begann sie, ihr Wissen über artgerechte Katzenhaltung durch die Recherche in verschiedenster Fach-Lektüre zu erweitern. Mit jeder Menge Neugier und (Galgen-)Humor teilt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen Interessierten. Nebenbei hat sie bereits ein Buch veröffentlicht, gibt Seminare zur Rohfütterung und hält Vorträge über verschiedene Aspekte der artgerechten Katzenhaltung.

Himbeeren und Sushi machen ihr das Leben mit ihren drei pelzigen Sklaventreiberinnen erträglicher.


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bisher wurden 12 Kommentare zum Artikel geschrieben:

  1. Ein Ärschchen im Gesicht, oder auch zwei, oder drei… ;)
    Natürlich dürfen meine Dödels auch mit ins Bett. Ich finde es sogar schade, wenn ich mal (selten) ein paar Nächte ohne Kissen klauenden Plüschanhang auskommen muss.

    Hin und wieder gibt’s vorm Pennen gehen Spaß mit den Intelligenzspielzeugen, die aber nicht jeder von meinen Pappenheimern beherrscht. Die weniger geistig begabten kriegen dann halt einfach so nen Keks, weil sie so arm schauen können.

    Dann, nach einem gar köstlich Abendmahl, geht’s nach oben ins Schlafzimmer.

    Früher, als ich “normale” Freigänger hatte, war ich erpicht darauf, dass sie alle in der Nacht im Haus bleiben müssen.
    Nachdem wir unseren Garten jetzt in ein Katzen Fort Knox verwandelt haben, dürfen sie auch in der Nacht raus.
    Dennoch zieht es eine ganze Karawane ins Schlafgemach, wenn man laut “Betti geh’n!” ruft.

    Ungut ist leider die Angewohnheit meiner Ruby. Sie scheint eine sehr stark ausgeprägte Darmtätigkeit zu besitzen. Kurzum: Bei Entspannung furzt sie wie eine Wildsau. Das ist dann weniger schön, wenn sie einem ihre Winde mitten ins Gesicht bläst, weil sie wie ein Helm um den Kopf gewickelt schlafen mag … Aber man erträgt es stillschweigend und nach Luft schnappend, will man sein Tier ja nicht vergraueln.

    Ihr Stiefbruder Rocko packt jede Nacht für fünf Minuten der Rappel und er hangelt sich unter dem Bett auf dem Rücken liegend durch, als wäre er für die “unter dem Bett Reinigung” zuständig. Dabei wird ausgiebig gemaunzt, dann über das Bett drübergelaufen und ab auf den Balkon, um dort noch ein wenig am Netz herumzuturnen.

    Quasselstrippe Romeo hat gelegentlich Schimpftiraden, wenn das Essen ausgeht oder er anderweitig gefrustet ist. Zum Beispiel, wenn ein fremder Kater ums Gehege stromert und lautstark ein Konzert zum Besten gibt. Oft wache ich auf, wenn wir draußen “Besuch” haben; torkle schlaftrunken mit Taschenlampe raus, schimpfe den Eindringling, schlurfe zurück ins Bett … um das gleiche Spiel nach einer halben Stunde zu wiederholen, weil meine Trottel dieses Mal eine lebensmüde Maus umzingelt haben. Oder ein Feldhasen Baby, das in den Teich gefallen ist…. hatten wir alles schon, Herzstillstand meinerseits inbegriffen. Im Winter ist das gütigerweise kein Problem. Nur fremde Katzen, die nerven Jahreszeiten unabhängig.

    Wenn ich dann irgendwann zwischen Darmwinden und Suizid-Mäusen ein bisschen zum Schlafen komme, will meine Herzkatze Olga Mund auf Mund kuscheln …. Na ja, chronisch kranke Flaschenkinder haben Sonderrechte. Da ekelt man sich auch nicht. Lästiger finde ich es, wenn sie absolut nicht einsieht, dass sie nicht in meinen Schrank darf und wie eine Irre an die Glasfront wischt, bis ich irgendein dummes Sinnlos-Geräusch zum Besten gegeben habe. Da reicht ein “Hmpf” und sie weiß, dass es jetzt gut sein sollte. Richtig böse werde ich nur, wenn sie bockig ist und absichtlich an das Holzfenster samt eingebautem Spezialnetz kratzt. Das Ding war teuer!

    Ihr Bruder Fritz liegt meistens nicht im Bett, er bevorzugt seinen lila Katzenstuhl. Hin und wieder gibt er aber eine Audienz, in der er allerdings definitiv versucht, mich umzubringen. Ich kann es einfach nicht anders deuten, dass er sich mit seinem fetten Wanst mitten über mein Gesicht legt wie ein platt geklopftes Schnitzel.

    Der Rest meiner Kinder (insgesamt sind es 8) ist eigentlich ganz brav und unauffällig. :)

    • Huhu Kathrin!
      Schön zu hören, dass es auch bei anderen Katzenhaltern ab und zu drunter und drüber geht :D Ich finde es immer wieder spannend zu hören, was andere Katzen für Macken und Angewohnheiten haben. Da sieht man die eigenen bekloppten Stubentiger mit ganz anderen Augen :D

  2. Danke für diese unterhaltsame Lektüre ;-)
    VG Silke

  3. Hallo!
    Super Beschreibung des abendrituals :)

    Ich hab erst seit 4 Monaten 2 Kater. Einer vom Tierschutz und einer aus schlechter privat Haltung.
    Sind jetzt beide geimpft, kastriert und floh bzw Milbenfrei.

    Ich kenne das immer mit Tieren, von zu hause mit Hunden, die dürfen auch ins Bett zum kuscheln aber nachts hier schlafen ist nicht. Da hat mein freund was gegen und ich würde bei jeder Kleinigkeit aufwachen…

    Morgens zum kuscheln wenn ich/wir Zeit haben und gemütlich im Bett Kaffee schlürfen ist das kein Problem. Beide werden derbe beschmust und alles ist ruhig. Auch wenn ich mittags mal ko bin und mich im Bett ausruhe dürfen die 2 mit kuscheln und nachts halt getrennt und haben die auch voll akzeptiert.
    Am Anfang ging das nicht so gut der große hat mich nachts ab 2 wach gemauzt und auch nicht damit aufgehört. Hatte es mit Wasser sprühen, Fummelbrett, abends mehr essen etc versucht und geholfen hat nur den frechdachs nehmen und in die transportbox sperren. Tat mir in der Seele weh aber schlafen musste ich nunmal auch. Sobald er in der Box saß war Ruhe bis morgens 0_o
    Das musste ich aber auch nicht lange machen und dann war komplett Ruhe :) und natürlich wurde die Box weg geräumt.

    Jetzt klappt es echt super. Morgens wenn die merken das ich wach bin mich drehe aufsetze dann stehen die mauzend und lauschend vor meiner Tür aber das ist völlig okay ;)

    Mach weiter so. Tolle Seite! Lg

    • Hallo Sandra,

      ich habe eine Frage zu deiner Methode mit der Box. Unser Kater schläft auch bei uns. Wir gehen meistens gegen 11 Uhr ins Bett und er schläft auch bis 4 oder 5 Uhr durch. Dann kratzt er an den Möbeln und miauzt ohne Ende. Mit Wasser spritzen und mit Leckerlis rauslocken funktioniert nicht mehr. Wir wollen ihn nicht aussperren, deswegen würden wir gern deine Methode mal ausprobieren. Hast du ihn gleich beim Schlafengehen in die Box gesperrt oder erst, wenn er angefangen hat zu spielen? Wenn ich versuche ihn zu fangen, denkt er, dass ich Fange spielen will. Gab es für eine ruhige Nacht eine Belohnung oder ging es? Über eine Antwort würde ich mich freuen. LG Josefine

      • Huhu Josephine!
        Statt das Tier einzusperren, weil ihm offensichtlich etwas fehlt und er das zum Ausdruck bringt, solltest du überlegen, was die Ursache für sein Verhalten ist. Oft ist es Einsamkeit, Langeweile oder Hunger. Da es hier um Aufklärung geht und nicht um "wie hab ich es möglichst bequem" werde ich alle Kommentare, die Tipps zu einer so unmöglichen Methode geben, nicht freischalten.

        Liebe Grüße
        Miriam

  4. Achso der kleine hat doch eine neue Angewohnheit. Er krabbelt wenn ich ins Bett will schnell unter mein bett und kommt nicht mehr raus. Mit Futter locken ihn dann schnappen und aussperren… hat halt nicht lange gedauert bis er es raus hatte. Jetzt muss ich mich ins Bett legen, Licht aus und ca nach 5 min kommt er ins Bett geschlichen. Dann gibt’s einen gute Nacht :* und ab ins Wohnzimmer ;)

  5. Ich bin ganz zuäfllig auf deinen Blog gestoßen, weil ich eine Fensterrahmen-Konstruktion suchte, die mir Inspiration zum selbstbauen liefert… Und dann bin ich hängen geblieben.
    Du hast einen wirklich tollen Blog, sehr informativ und unterhaltsam.
    Das mit dem Katzen im Bett kenne ich auch. Macht mir aber absolut nichts.
    Meine Beiden verhalten sich sehr ähnlich zu deinen. Die wissen in der Regel, wann Schlafenszeit ist und kommen dann entweder dazu oder warten schon.
    Die kleine Katze (Fina) ist extrem auf mich fixiert (superscheues, ängstliches kleines Wesen) und sucht auch nachts grundsätzlich meine Nähe, auf oder neben mir, selten nicht. Die große Katze (Vista) ist nicht so sehr auf körperliche Nähe und schläft meist direkt in der Nähe, manchmal werde ich aber nachts wach und dann ist sie auch ganz nah. Heimlich natürlich. ;)
    Was für mich so selbstverständlich ist, ist für meinen Freund ganz schön schwierig. Der hat sich nach einem dreiviertel Jahr nochimmer nicht daran gewöhnt, dass Kleinkatz gern bei uns schläft oder auch, dass die Katzen generell immer da sind, wo ich auch bin. Bin ich am Pc, sind sie es auch. Bin ich im Bett, sind sie es auch. Mensch auf dem Sofa, die Katzen sind auch da oder aber zumindest in der Nähe. Aber das wird schon ;)

  6. Meine Schätze sind meist bei mir im Schlafzimmer, da ich hier neben einem Kratzbaum und zwei Kratzsäulen mit Bettchen auch noch 3 Wandbettchen und zwei Katzenhäuschen an der Wand hängen habe sind hier viele Schlafmöglichkeiten. Auch die große Transportbox steht hier offen im Kleiderschrank als Rückzugsort, sowie eine Gefilzte Höhle am Fußende und last not least unter dem Bett wahlweise der kleine Wochenendkoffer oder der Korb mit Heu drin.
    Angedöst wird meist am Fußende, wenn ich noch mehr im Bett sitzend lese oder am Laptop schreibe. Später verzieht sich jeder so nach seiner Art, mal eher weit nach oben oder aber etwas versteckt. Bei Amira höre ich dann am Schnarchen wo sie ungefähr liegt. Zamiro träumt oft und maunzt dann im Schlaf.
    Nur Tini hört und sieht mann nicht, wenn sie in einem der Bettchen “untergegangen” ist.
    Meist ist ruhe im Karton wenn ich schlafen gehe, aber ab und zu geht hier schon mal die Stampi los. Da geht es auf der einen Seite rauf auf den Kleiderschrank, über den Catwalk und auf der anderen Seite runter, quer durch das Wohnzimmer, da den Deckenspanner rauf, einmal fast rund oben über den Catwalk und noch mal von vorn.
    Tini ist unsere Athletin, wenn sie nicht ausgepowert ist kann sie ganz schön abgehen. Die anderen beiden sind da etwas ruhiger und können mit Inteligenzspielzeug gut abgelenkt werden.

  7. Zufällig kam ich beim Rumsurfen auf katzen-fíeber.de an und bin ganz begeistert über die vielen Themen und den Blog. Vielen Dank für die viele Mühe, die Du, die Ihr alle hier gemeinsam investiert und damit so viele wertvolle Tipps und Hilfestellungen geben könnt. Ich werde jetzt gerne öfters vorbeischauen.

    Ich habe schon viele Jahre Katzen – seit meine Tochter 1975 von ihrer Freundin 2 süße Kitten bekam.
    Vorher kannte ich Katzen als Haustiere nur durch meine Oma auf dem Dorf.
    Inzwischen kann ich mir ein Leben ohne Katzen nicht mehr vorstellen, es sind so tolle Tiere. Lieb, verschmust und menschenbezogen auf der einen Seite, charakterstark mit ihrem ganz eigenen Kopf und unabhängig in ihrem Tun, selbst wenn sie als Haustiger leben. Man muß sie wirklich lieben und es akzeptieren können.
    Mit jeder neuen Katze/Kater habe ich ein ganz neues, liebenswertes Geschöpf kennen und lieben gelernt. Und mit jeder neuen Katze/Kater immer wieder dazugelernt.
    Nun bin ich bald in Rente – nur noch 3 Monate – und dann habe ich viel Zeit, um mich noch mehr und intensiver auf meine Fellnasen einzulassen.

    Vor Kurzem ist meine süße Gina über die Regenbogenbrücke gegangen, nach einem relativ langen Kampf mit einer Schilddrüsenüberfunktion, die wir nicht erkannt haben und dann war es zu spät. Eine begonnene Futterumstellung auf getreidefreie Produkte hatte ihr ein richtiges Hoch gebracht und dann kam die Hyperaktive Phase, wenn die Krankheit von schleichend auf Aktiv umschlägt. Sie sah richtig gut aus, das Fellchen glänzte, sie war mobil,sprang mit ihren 13 Jahren sogar wieder auf unserem Schrank herum, spielte ganz viel… Und dann schlug nach Weihnachten das Ganze von einem auf den anderen Tag um und sie nahm innerhalb einer Woche ab, wie verrückt und der Tierarzt konnte nicht mehr helfen. Das hat mich so sehr getroffen und ich habe mich unendlich schuldig gefühlt, daß ich es nicht erkennen konnte, nicht rechtzeitig gegensteuern konnte, und auch heute habe ich´s immer noch nicht richtig verwunden.
    Es war etwas ganz Besonderes zwischen uns, wir haben uns angesehen, als sie zu uns kam und da war es plötzlich da, dieses ganz vertraute Gefühl, hier ganz richtig miteinander zu sein. Und SIE hat immer gespürt, wenn es mir nicht gut ging(meine anderen Tigerchen übrigens auch), nur uns Menschen ist diese 7. Sinn aberzogen worden.
    Gina lag als Einschlafritual immer auf meiner Hüfte, wenn ich auf der Seite lag und schnurrte, wie verrückt, während ich sie streichelte. Das war Entspannung pur! Wenn sie merkte, daß ich am Wegtreten war, legte sie sich ans Fußende oder auf die Plattform vom Kratzbaum. Morgens, wenn 4:30 mein Wecker klingelte(Handy – 3 x im Abstand von 5 Minuten) und ich beim 2. Klingeln das Licht nicht anmachte, dann weckte sie mich – zuverlässig, jeden Tag, bis diese letzte Woche anbrach…

    Meine Mietzi und mein “Sir Henry” haben den Dreh noch nicht so gut raus, da kann ich mich noch nicht ganz drauf verlassen, aber Henry kommt immer abends mit mir ins Bett, liegt auf der ungenutzten Betthälfte mit dem Köpfchen zu mir und wir “pföteln” – ich streichle seine weichen Pfötchen und er schnurrt und ab und an streckt er sein Pfötchen aus und tupft mir vorsichtig ins Gesicht. Und wenn ich dann einschlafe rollt er sich in die Beinbeuge oder bleibt auf seinem Platz neben mir. Morgens ist dann Mietzi auch oft da und sie liegen zusammen, wie Yin und Yang.

    Ich werde jetzt für meine beiden “Halbwaisen” wahrscheinlich noch ein Katerchen dazu nehmen, damit die 3-er Truppe wieder komplett wird – da ist die Dynamik immer so gut gewesen, zwischen den 3-en! Mal sehen, ob es paßt.
    Dann werde ich für alle 3 noch einmal ein großes Blutbild machen lassen, damit ich sicher sein kann, daß meine beiden Großen keine Schilddrüsenüberfunktion und alle 3 zusammen keine weiteren Krankheitsbilder haben und dann die Ernährung umstellen. Habe Eure Barf-Beiträge sehr aufmerksam gelesen und denke darüber nach. Zwar will ich selbst mich eigentlich nur noch vegetarisch/vegan ernähren, aber ich habe so viele Jahre Fleisch zubereitet, daß ich das für meine Tiere tun werde! Es ist ihre Natur und sie sollen so leben und ernährt werden, daß es ihnen immer gut geht und ich Fehler wieder korrigieren kann, solange Zeit dafür ist.

  8. Ich habe kleine Katzenkissen mit ins Bett gelegt,seitdem steigt eigentlich keiner mehr über mich rüber, sondern sie legen sich nachts dort rein und ich habe gleich einen wunderschönen Blick auf meine Wollknäuel, wenn ich morgens aufwache.

Schreib mir, was du darüber denkst







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