Veröffentlicht am Dienstag, 19.Mai 2015 um 18:00 Uhr
bearbeitet am 18.Juli 2015


FIV

FIV – Feline Immundefizienz-Virus / Katzen-AIDS

Das FIV – feline immundefizienz Virus – ist – wie auch das FelV – ein Retrovirus, das weltweit vorkommt [1,2,3,4,6,9]. In Deutschland sollen etwa 1,5-5% aller Katzen [1,6,16,18] betroffen sein, wobei Freigänger, (potente) Kater und alte bzw. kranke Katzen häufiger infiziert sind und Symptome zeigen [1,2,3,4,5,6,7,9]. Es gibt 4 bzw. 5 Subtypen des Virus (A-E). In Europa kommen die Typen "A" und "B" vor [1,3,16,17,23]. Das Virus (auch oft "Katzen-AIDS" genannt) ist mit dem menschlichen HIV (das AIDS auslösen kann) verwandt, jedoch nicht auf den Menschen übertragbar.

Das Virus wird vor allem durch Bissverletzungen übertragen. Bei einer Infektion mit dem FIV entwickelt die Katze eine Immunschwäche, welche sie anfällig für andere (Infektions-)Krankheiten, Bakterien, Pilze und Parasiten macht. Diese Immunschwäche zeigt sich oft erst Monate oder gar Jahre nach der Infektion mit FIV. Bei guter Haltung und Pflege können auch FIV-Katzen ein langes Leben haben: sie müssen nicht zwangsläufig an FIV (oder den Sekundärinfektionen) sterben und können genau so alt werden wie gesunde Katzen [3,8,15,16,18].

Übertragung

Das Virus wird hauptsächlich über den Speichel übertragen [1,2,4,8,16]. Auch eine Übertragung durch Blut infizierter Katzen, durch (nicht ausreichend sterilisiertes) OP-Besteck, durch Muttermilch und sogar eine Übertragung im Mutterleib ist möglich [1,2,3,4,6,8,9,11,16,18]. Die meisten infizierten Mutterkatzen bringen jedoch nicht-infizierte Kitten zur Welt [1,4,30] und geben den Kitten durch die Muttermilch der ersten Tage Antikörper mit auf den Weg [1,2,6,9,11]. Der rein sexuelle Kontakt zwischen Kater und Katze ist ein weiterer Übertragungsweg (es wurden bereits Viren in Samenflüssigkeit und Vaginalabstrichen nachgewiesen), spielt jedoch nur eine untergeordnete Rolle – wenn man vom Paarungsbiss absieht, der aber zudem nicht in allen Fällen stattfindet [9,10,13,16].

Das größte Risiko für eine Ansteckung geht durch Bisse von infizierten Katzen aus – Bissverletzungen gelten als Hauptübertragungsweg für FIV [1,2,4,5,6,7,8,9,10,16]. Eher unwahrscheinlich ist die Ansteckung über gemeinsam genutzte Näpfe, Toiletten, durch Niesen oder gegenseitiges Putzen [4,5,9,11,12,18,21]. Durch Kleidung, Schuhe oder Gegenstände findet keine Übertragung statt [12]: es ist ein Katze-zu-Katze-Kontakt mit einer infizierten Katze nötig.

Nach der Infektion befällt das Virus vor allem jene Organe/Gewebe, die am Immunsystem der Katze beteiligt sind – z.B. die Lymphknoten. Aber auch andere Organe wie Knochenmark, Verdauungstrakt, Lunge, Niere und Gehirn sind betroffen [18]. Ist das Virus einmal im Körper, kann es von den Antikörpern der Katze nicht ganz beseitigt werden [8,16,18] und die Katze ist lebenslang infiziert [8,16].

Überleben des Virus außerhalb des Wirts

Außerhalb des Wirts ist das FIV nur wenig lebensfähig: es stirbt binnen weniger Stunden ab und ist anfällig gegenüber einfacher Seife, Haushaltsreiniger und Haushaltsdesinfektionsmitteln [2,3,6,9,12,23]. Um das Virus in der Umgebung der Katze unschädlich zu machen, soll Absaugen/Shampoonieren von Textilien und Teppichen und Desinfizieren von Näpfen, Katzentoiletten und Wischböden ausreichend sein [2,3,6,9,23].

Krankheitsverlauf

Eine Infektion mit dem FIV bzw. der Krankheitsverlauf einer FIV-Katze verläuft in drei bzw. vier Stadien [1,4,16].

In den ersten 3-6 Wochen nach Ansteckung mit dem FIV – "aktute" oder "primäre Phase" genannt – zeigt sich in der Regel zunächst nur eine (leichte) Verdickung/Schwellung der Lymphknoten und leichtes Fieber [1,4,5,6,7,9]. Im Blut zeigt sich eine verringerte Anzahl an neutrophilen Granulozyten (Untergruppe der weißen Blutkörperchen, wichtig für das Immunsystem). Dieses Stadium dauert nur wenige Wochen oder Monate und ist in der Regel so gering ausgeprägt, dass es durch den Halter übersehen wird [1].

Nach dieser Phase folgt die sogenannte "asymptomatische Trägerphase" – was nichts anderes bedeutet, als dass die Katzen das Virus zwar in sich tragen, aber nicht krank werden und keine Symptome zeigen [1,4,7]. Diese Phase kann viele Monate oder Jahre dauern – ohne, dass man der Katze etwas ansieht. Statistisch gesehen dauert so eine Phase in Europa etwa 4 Jahre [1]. Wie lang diese Stufe der Krankheit andauert, hängt vor allem auch vom Gesundheitszustand, dem Alter, der Ernährung und der Haltung der Katze ab [1]. Die Katze hat in diesem Stadium eine geringe Anzahl von Viren im Blut und scheint vollkommen gesund [1,4,7]. Bei manchen Katzen zeigen sich nie Symptome, sie sind jedoch trotzdem dauerhaft infiziert [3,18].

Bei vielen Katzen folgt auf diese Trägerphase dann eine Phase, die von Sekundärinfektionen und Krankheit geprägt ist. Sie wird "ARC"-Phase (AIDS-related Complex) genannt und äußert sich durch Entzündungen vor allem in der Maulhöhle, dem Atemapparat und dem Verdauungstrakt [1,4]. Dieses Stadium zeigt sich häufig bei Katzen im Alter zwischen 5 und 12 Jahren [4] und kann sich monatelang hinziehen [1].

Darauf folgt das letzte Stadium der Infektion, welches als "AIDS-Phase" bezeichnet wird und Monate andauern kann [1]. Katzen, die dieses Stadium erreichen, sollen eine Überlebenszeit von etwa einem Jahr haben [4,7]. Die Symptome/Krankheiten der ARC-Phase verschlimmern sich und es kommen noch Gewichtsverlust, Blutarmut und zusätzliche Infektionen hinzu [1].

Wichtig zu wissen ist, dass sich diese Phasen bei natürlich (nicht im Labor) infizierten Katzen nicht streng voneinander abgrenzen müssen und der Krankheitsverlauf nicht derart linear sein muss: es kann durchaus vorkommen, dass nicht alle Stadien auftreten und die Katze sich nach schlimmen Phasen wieder vollständig erholt [15]. Die Krankheitsverläufe und -anzeichen können so individuell wie die betroffenen Katzen sein.

Begleiterkankungen und Symptome

Ist die Katze mit FIV infiziert, entwickelt sie häufig im Lauf der nächsten Monate oder Jahre eine Immunschwäche [1,9]. Aufgrund dieser Immunschwäche kann sich das Immunsystem der Katze nicht mehr wie gewöhnlich gegen Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze wehren. So können eine Vielzahl an Symptomen und Begleiterkrankungen auftreten.

Besonders häufig sind dabei schlechtes Fell, Juckreiz, Haarausfall, schlecht verheilende Wunden, Gewichtsverlust und Fressunlust [1,3,4,5,6,7,9]. In früheren Phasen machen sich vor allem geschwollene Lymphknoten und Fieber bemerkbar [3,4,5,6,7,9]. Auch chronische bakterielle Entzündungen der Haut, der Ohren, der Harnblase und der Atemorgane können auftreten [1,4,6,9]. Eine Infektion mit FIV soll ebenfalls häufig mit Entzündungen im Maulraum ("Stomatitis") und an den Zähnen ("Periodontitis") bzw. dem Zahnfleisch ("Gingivitis") einhergehen – so ist auch Maulgeruch bei betroffenen Katzen nicht selten [1,3,4,5,6,7,9,33]. Langanhaltende Calici-Infektionen sollen durch das FIV begünstigt werden [16].

Verhaltensveränderungen (Aggressivität, Apathie, Rückzug, Unsauberkeit), Durchfall und Tumore (z.B. Leukämie) können ebenfalls auftreten [1,4,5,6,7,9,10,15]. Auch unter Nierenversagen, Blutarmut ("Anämie") und Veränderungen an den Augen (z.B. Konjunktivitis oder erhöhter Augendruck) können betroffene Katzen leiden [1,3,4,5,6,9,10,15]. Trächtige Katzen mit FIV können Fehlgeburten erleiden [8,9,18]. Etwa 5% der mit FIV infizierten Katzen leiden zudem an neurologischen Störungen (z.B. Anfällen, Zuckungen, Koordinationsschwierigkeiten, Gleichgewichtsstörungen) [1,4,7,9,10,15].

Diagnose

Wie bei vielen anderen Infektionskrankheiten der Katze, gibt es auch bei FIV nicht "den einen Test". Da die gezeigten Symptome recht unspezifisch sein können und nicht auf genau eine bestimmte Krankheit deuten, ist meist eine genaue Beobachtung der Katze und eine Kombination mehrerer Untersuchungen anzuraten. Um auszuschließen, dass die Krankheitszeichen (auch noch) von anderen Krankheiten kommen, sollte die Katze auf chronische Entzündungen des Mauls, der Haut und Ohren, des Darms sowie der Maulhöhle untersucht werden: bakterielle Erreger und Viren lassen sich beispielsweise durch einen Abstrich nachweisen. Ebenso sollten Anämie, Tumore und Erkrankungen des Nervensystems ausgeschlossen werden.

Auch Untersuchungen auf Parasiten und Pilze sind ratsam. Im Hinblick darauf, dass die Symptome einer FIV-Erkrankung denen einer Infektion mit FelV ähneln, sollte die Katze auch auf dieses Virus untersucht werden [1,4,6,8].

Im folgenden werden nur die Diagnosemöglichkeiten aufgeführt, die besonders häufig eingesetzt werden. Zwar gibt es weitere Testmöglichkeiten, diese werden jedoch aufgrund von höheren Kosten und Aufwand (Speziallabor) häufig nur in Ausnahmefällen angewandt.

Blutbild

Sieht man sich die Blutwerte von mit FIV infizierten Katzen an, kann man häufig folgende Auffälligkeiten erkennen:
Es zeigen sich eine niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen [4,6,13,14], erhöhte Globulin-Werte [4,14,18] und Anämie (Blutarmut = niedrige Zahl an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) oder rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) [4,14]. Ebenso kann häufig eine Verschiebung der Anzahl der neutrophilen Granulozyten (erhöht oder vermindert) beobachtet werden [6,14,18].

Statisch gesehen haben 50-75% aller FIV-Katzen (mehrere) verschobene Blutwerte [14,18]. Wichtig ist jedoch, dass die Verschiebung der Blutwerte allein rein gar nichts über eine Infektion mit FIV aussagt: sie sind nur ein Puzzleteil der Diagnose.

Antikörperbestimmung

Wenn es um die Antikörperbestimmung gegen FIV geht, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten. Im Gegensatz zu einer Ansteckung mit FelV kann die Katze das FIV nicht überwinden: ist sie einmal infiziert, bleibt sie dies ein Leben lang [9]. Antikörper gegen FIV können bei der Katze in einem von zwei Fällen gefunden werden: entweder die Katze ist gegen FIV geimpft (sehr selten, siehe unten) [1,4] oder sie ist mit dem Virus in Kontakt gekommen.

Antikörper gegen das FIV werden erst im Verlauf der Infektion gebildet und sind nicht vom ersten Tag der Ansteckung an da. In der Regel dauert es 14-90 Tage (teilweise auch bis zu einem Jahr), bis die Katze Antikörper bildet [2,4,6,8,9,16]. So sind also Antikörpermessungen im frühen Stadium der Krankheit nicht immer aussagekräftig, aber auch im späteren Stadium können sie falsch negativ ausfallen: der Körper der Katze ist derart geschwächt, dass er nicht mehr genügend Antikörper bildet, um sie in Tests nachzuweisen können [7,8,17]. Sowohl negative, als auch positive Testungen sollten wiederholt werden, im Abstand von etwa 60-80 Tagen [2,4,6,8,9,11,23] – besonders dann, wenn die Herkunft und der Status der getesteten Tiere unbekannt ist.

Ebenfalls wichtig zu wissen ist, dass Kitten durch die Aufnahme der ersten Muttermilch Antikörper von ihrer Mutter "mitbekommen" können und so ein falsch positives Testergebnis erhalten. Erst ab einem Alter von 16-20 Lebenswochen wird dieser Schutz abgebaut und die Kitten entwickeln ihr eigenes Immunsystem [1,2,3,4,6,9,11]. Ein Antikörpernachweis ist bei Kitten erst ab einem Lebensalter von etwa 6 Monaten wirklich zuverlässig durchzuführen [2,3,4,5,6,9,11,16,17].

Antikörperbestimmung – ELISA1 SNAP-Test – Schnelltest

In den Tierarztpraxen werden häufig zunächst Schnelltests – eine Kombination aus FelV- und FIV-Test – angewendet, um Antikörper gegen FIV im Blut der Katze zu finden [17]. Diese Tests können an frischem, gekühltem oder gefroren aufbewahrten Blut angewendet und nach 10 Minuten ausgewertet werden [19]. Werden keine Antikörper gefunden, so gilt das Ergebnis als recht zuverlässig [2], im Falle eines (positiven) Antikörpernachweises soll das Ergebnis zu 80-90% sicher sein [16].

Sowohl bei negativem, als auch besonders einem positiven Ergebnis sollte ein Wiederholungstest vorgenommen werden – im besten Fall ein "Western Blot"-Test [1,2,3,4,16].


1 ELISA = "Enzyme Linked Immunosorbent Assay". Beim ELISA-Verfahren werden Enyzme und Färbemittel eingesetzt. Die Enzyme binden sich an Antikörper/Antigene und können mithilfe von spezieller Einfärbung sichtbar gemacht werden.

Antikörperbestimmung – Western Blot

Der Western Blot-Test gilt als "Goldstandard" für die Antikörperbestimmung bei FIV [1,3,16,17]. Er wird vor allem dann eingesetzt, um unklare Ergebnisse abzusichern oder als Bestätigung vorheriger Tests [1,17].

Behandlung / Heilung?

Derzeit gibt es keine Heilung für von FIV betroffene Katzen [1,7,8,16]. Trotzdem ist es nicht nötig, eine betroffene Katze einschläfern zu lassen: auch Katzen mit FIV können alt werden und ein Leben mit Lebensfreude führen [3,16,18,23,24]. FIV ist kein Todesurteil! Nur etwa 18-20% der infizierten Katzen sterben innerhalb 4,5-6 Jahren nach der Infektion [10,15].

Es sollte versucht werden, Sekundärinfektionen zeitnah und effektiv zu behandeln und das Immunsystem der Katze zu stärken bzw. so wenig wie möglich zu belasten [4,5,16]. Auch Parasitenbefall sollte bekämpft werden. Es ist wichtig zu wissen, dass Medikamente – welche z.B. Sekundärinfektionen bekämpfen sollen – bei einer FIV-Katze nicht so gut anschlagen wie bei gesunden Katzen: es sind häufig eine länger dauernde Therapie und/oder stärkere Medikamente angezeigt [24]. Zu vermeiden sind Medikamente, die das Immunsystem der Katze "herunterfahren", wie Kortikosteroide/Kortison [16].

Teilweise wurden Untersuchungen mit Medikamenten gegen das menschliche HIV – denn es ist ja mit dem FIV verwandt – auch an betroffenen FIV-Katzen durchgeführt: z.B. mit dem AIDS-Medikament "AZT" (Azidothymidin bzw. Zidovudin) [1,7,21,24]. Diese Medikamente zeigten teilweise Verbesserungen in der Lebensqualität, sind aber insgesamt wegen der hohen Nebenwirkungs-Gefahr und dem mit der Eingabe verbundenen Aufwand (zweimal tägliche Eingabe) sehr umstritten [1,8,9,11,22,24].

Immunstärkende Mittel wie Lactoferrin oder Interferon können unter Umständen Sinn machen, ihre Wirkung ist jedoch ebenfalls umstritten [1,3,11,16,20,21,24,31,32]. Eine Untersuchung zeigte, dass zumindest Interferon nicht vorbeugend gegen eine Infektion mit FIV wirkt bzw. Symptomentwicklung nicht verhindern kann [32]. Auch eine Zugabe von Probiotika und der Aminosäure Tryptophan zum Futter kann unter Umständen ratsam sein [28,29] – manche Katzen mit FIV haben einen veränderten Tryptophan-Stoffwechsel.

Eine FIV-Katze sollte möglichst in der Wohnung gehalten werden und keinen Freigang genießen – dies dient ihrem eigenen Schutz vor Sekundärinfektionen und dem Schutz anderer Katzen vor Ansteckung [1,2,3,4,5,7,8,9,11,16,24]. Sie sollte – falls noch nicht geschehen – kastriert werden und insgesamt stressfrei gehalten werden [1,2,3,4,5,7,8,9,16]. Es sollte auf gute Ernährung und regelmäßige (halbjährliche) Tierarztbesuche Wert gelegt werden – der Halter sollte seine betroffene Katze gut beobachten und bei Anzeichen von Krankheiten unverzüglich den Tierarzt aufsuchen [2,3,45,6,8,9,16,23,24].

Es wird von verschiedenen Stellen empfohlen, möglichst kein rohes Futter zu verfüttern: FIV-Katzen haben (besonders in späteren Stadium) ein geschwächtes Immunsystem, welches möglicherweise mit Krankheitserregern (z.B. Salmonellen, Toxoplasmose) nicht mehr so gut fertig wird [2,5,8,9].

Impfungen

Sowohl Impfungen gegen FIV als auch Impfungen infizierter Tiere sind höchst umstritten [8,23,24].

Impfungen gegen FIV

Seit dem Jahr 2002 ist in den USA – seit 2004 in Australien/Neuseeland – ein Impfstoff gegen FIV zugelassen [1,7]. Für diese Impfung ist eine Grundimmunisierung mit drei Injektionen im Abstand von drei Wochen und eine vorherige Testung empfohlen [1,2,9]. Sie soll eine Schutzwirkung von etwa 80% aufweisen, aber nicht gegen alle Subtypen des Virus wirksam sein [1]. So ist der Impfstoff nicht unter (natürlichen) Feldbedingungen und nicht bei den europäischen Viren-Subtypen getestet worden bzw. wirksam [1,13,24,26,27]. Eine Impfung gegen FIV erschwert die Diagnose einer Infektion mit dem Virus: durch den Impfstoff bildet die Katze Antikörper – somit ist der Antikörpernachweis zur Diagnose des FIV bei diesen Katzen nicht aussagekräftig [1,5,9,11].

Die Wirkung ist insgesamt fragwürdig und von vielen Quellen wird von einer Impfung abgeraten [2,4,7,8,24]. In Europa ist dieser Impfstoff derzeit ohnehin (noch) nicht zugelassen [1,3,16].

Impfungen bei infizierten Katzen

Was Impfungen bei infizierten Katzen angeht, so gibt es einige Punkte zu bedenken. Durch das geschwächte Immunsystem kann die Wirkdauer von Impfungen herabgesetzt werden und Impfabstände sollten nach manchen Quellen auf etwa 6 Monate verkürzt werden [1]. Andererseits könnte das geschwächte Immunsystem durch die zusätzliche Belastung einer Impfung noch mehr beeinträchtigt werden [8,23,24]. Es ist also eher nicht die Frage "Impfen oder nicht?", sondern vielmehr die Fragen "Wer?", "Wann?" und "Wie oft?", die sich der Halter einer infizierten Katze stellen sollte. So sollen Impfungen im Frühstadium der Krankheit noch gut anschlagen und eine gute ("normale") Wirkdauer aufweisen [1,24].

Symptomfreie Katzen können nach einigen Quellen entsprechend den Empfehlungen für gesunde Katzen geimpft werden. Katzen, die bereits Symptome der Immunschwäche zeigen, sollten nicht mehr geimpft werden [3,25]. Auch alte Wohnungskatzen brauchen nicht mehr geimpft werden, Freigänger jedoch möglichst schon [24]. Insgesamt ist zu sagen, dass Katzen mit FIV besser nur Totimpfstoffe verabreicht werden sollten [24,25].

infizierte Katzen und andere Katzen

Katzen, die mit FIV infiziert sind, sollten nicht in den Freigang entlassen werden, sondern ausschließlich in der Wohnung gehalten werden – zum einen können sie selbst sich bei anderen Katzen anstecken, zum Anderen können auch sie andere Katzen anstecken [1,2,3,4,5,7,9,16]. Sie sollten zudem kastriert sein, um beispielsweise Aggressionen zu vermindern [1,2,3,5,16,23].

Ist nur eine Katze inmitten von anderen Katzen mit dem FIV infiziert, so gilt es abzuwägen: ist die Gruppe insgesamt harmonisch und gibt es keine Streitigkeiten mit Bissen, kann auch eine FIV-positive Katze zwischen FIV-negativen Katzen leben. Die Übertragung des Virus über gegenseitiges Putzen oder gemeinsam genutzte Näpfe/Toiletten ist sehr unwahrscheinlich, wenn auch nicht ganz auszuschließen [2,3,4,8,9,12,24,30]. Verschiedene Quellen empfehlen eine Trennung der infizierten Katzen von nicht-infizierten Katzen – besonders dann, wenn eine davon an ansteckenden Krankheiten leidet [1,24,9,24]. Vor dem Neuzugang einer Katze sollten – falls noch nicht geschehen – alle Tiere getestet werden: während der Zusammenführung ist das Risiko von Bissverletzungen (also auch Übertragung des Virus) leider nicht zu vermeiden [2,4,5,8,9,11].

Werden FIV-Katzen im Tierheim gehalten, so sollten sie getrennte Bereiche bewohnen [3,24]. In Kliniken können infizierte Katzen auf der gleichen Station untergebracht werden wie andere Katzen, vorausgesetzt, diese haben keine ansteckenden Krankheiten [3,24].

Zusammenfassend: FAQs zu FIV

Ist FIV ansteckend?
Das FIV wird durch direkten Kontakt von Katze-zu-Katze hauptsächlich durch Bissverletzungen übertragen. Auch eine Ansteckung durch Muttermilch und im Mutterleib ist theoretisch möglich. Sehr unwahrscheinlich ist eine Übertragung durch gegenseitige Fellpflege oder gemeinsam genutzte Näpfe und Toiletten. Das Virus wird nicht durch Gegenstände, Schuhe oder Kleidung übertragen. Generell ist es für den Menschen nicht gefährlich und wird nicht auf ihn übertragen [1,4,5,8,11,12,13,16] – auch nicht durch Bisse oder Kratzer einer infizierten Katze bzw. Reinigung von Toiletten und/oder Näpfen [12].



Mein Tierarzt sagt, meine Katze hätte FIV: was ist jetzt zu tun?
Zunächst einmal ist mindestens ein weiterer Bestätigungstest (Western Blot) durchzuführen, um ein positives Ergebnis entweder zu bestätigen oder zu verwerfen.



Meine Katze ist infiziert – wie kann ich ihr helfen?
Ist die Katze infiziert, zeigt aber keine Symptome, so sollte viel Wert auf eine gute, stressfreie Haltung, gesunde Ernährung, Kastration und ein harmonisches Zusammenleben gelegt werden. Sofern es möglich ist, sollte der Freigang versagt werden. Ist die Katze infiziert und krank, ist ein zeitnaher Tierarztbesuch und die effektive Diagnose und Behandlung von Begleiterkrankung dringend wichtig. FIV-Katzen werden leider schneller krank als gesunde Katzen und erholen sich in der Regel auch schlechter. Es sollte immer ein Auge auf den körperlichen Zustand und das Verhalten gehalten werden: Bei Veränderungen bitte schnell eingreifen.



Nur eine meiner Katzen ist infiziert – was mache ich denn nun?
Wenn sich alle (kastrierten) Katzen verstehen und nicht in heftige Streitereien mit Bissen verwickelt sind, kann auch eine FIV-Katze unter nicht-infizierten Katzen leben. Hat jedoch eine der Mitkatzen eine ansteckende Krankheit ist Vorsicht – und möglicherweise Abgabe einer der beiden Katzen – angeraten. Selbstverständlich sollte mit infizierten Katzen nicht gezüchtet werden!



Ist FIV wirklich immer tödlich?
Letztlich Ja, aber… Eine Katze mit FIV kann ein langes Leben führen – ebenso wie manche gesunde Katze. Und es ist nicht gesagt, dass die FIV-Katze schnell stirbt oder überhaupt an (den Sekundärinfektionen des) FIV. Es kann auch gut sein, dass sie im betagten Alter an anderen Ursachen stirbt. FIV muss also nicht bedeuten, dass die Katze dem Tode geweiht ist. Ihr Leben hat – wie bei allen Lebewesen – irgendwann einmal ein Ende. Ob dies vom FIV verursacht wird oder nicht, kann Niemand vorhersagen.



Wie lange kann meine Katze mit FIV leben?
Das ist eine Frage, die Keiner beantworten kann. Wie lange eine Katze mit dem FIV leben kann, hängt auch von ihrem Alter, ihrem allgemeinen Gesundheitszustand, ihrer Haltung, Ernährung und der Zuwendung durch den Halter ab.



Wie kann ich einer Infektion vorbeugen?
Man kann einer Infektion mit FIV nur indirekt vorbeugen – ein Impfstoff ist derzeit in Europa nicht zugelassen. Wohnungskatzen sind weniger gefährdet als Freigänger, auch kastrierte Katzen haben ein geringeres Risiko, sich mit FIV anzustecken. Weiter reduzieren kann man die Gefahr, in dem man ausschließlich (negativ) getestete Tiere in den eigenen Bestand aufnimmt. Artgerechte Haltung und Pflege tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei, dass die eigene Katze gesund bleibt.



Muss ich jetzt Angst um meine Katzen haben und/oder etwas beachten?
Nicht mehr als vor dem Wissen um dieses Virus. Theoretisch können sich alle Katzen mit ihm anstecken – auch Wohnungskatzen, wenn der Neuzugang das Virus mitbringt. Praktisch gesehen ist die Verbreitung in Deutschland aber sehr gering und mit ein paar Vorsorgemaßnahmen – die der informierte Halter sowieso durchführt – ist das Risiko einer Ansteckung zwar nicht "gleich Null", aber doch sehr, sehr gering. Für den Menschen stellt dieses Virus keine Gefahr dar.

Quellen und weiterführende Infos:

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  1. www.schnurrinchen.de -

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  1. Das die Verbreitung von FIV in Deutschland praktisch sehr gering ist, wage ich aber zu bezweifeln. Das mag vielleicht bei behüteten Hauskatzen der Fall sein.
    Im Falle von verwilderten Katzen, insbesondere Katern, ist das aber nicht der Fall. Gerade bei unkastrierten verwilderten Katern ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie FIV haben, recht groß.

    • Huhu Caro,
      mit deinem Einwurf magst du recht haben. Ich beziehe mich in diesem Artikel auf die offiziellen Zahlen. Was die "Dunkelziffer" betrifft, kann ich so ohne Weiteres nichts Belegbares zu sagen.

      Liebe Grüße
      Miriam

  2. Ich bin vor einigen Tagen durch Zufall auf deine tolle und informative Seite gestoßen.
    Für den Artikel über FIV bedanke ich mich. Ich hatte übrigens mit 5 Sternen bewertet,weiß nicht warum da zum Schluß nur 4 Sterne vergeben wurden.
    Vor etlichen Jahren hätte dieser ausführliche Bericht mir als Katzenneuling mit FIV wirklich sehr geholfen. Ich hoffe viele lesen es und es hilft ihnen besser damit umzugehen.
    Ich selber hatte 2 FIV’s und 2 gesunde. Bei uns kam es leider innerhalb der Gruppe zu einer Ansteckung,durch gegenseitige Fellpflege.
    Ich hatte dann 3 FIV’s und 1 gesunden.
    Mittlerweile sind 2 Katzen davon verstorben. Mein kleiner wurde nur 5 Jahre alt,er infizierte sich bei seiner Katzenmama und war von klein an ständig krank. Seine Mama wurde 10,5 Jahre alt. (Die Katzenmama übernahm ich schon trächtig und wurde anschließend auch kastriert)
    Meine letzte infizierte FIV Katze ist 10 Jahre mittlerweile alt. Es kam auch zu keiner weiteren Ansteckung.
    Ich hoffe das es auch so bleibt.
    Ich kann nur noch ergänzen als FIV Katzenhalterin,sie sind aufgeweckt und verschmust wie jede andere Katze auch. Ich möchte sie nicht missen,auch wenn wir schon sehr sehr häufig vor der Entscheidung standen jemanden gehen zu lassen und die Tierarztkosten nicht zu verachten gewesen sind. Sie haben alle gezeigt das sie Leben wollten und mit uns zusammen immer wieder gekämpft. Viele viele male ging es auch gut aus.
    Die Diagnose FIV ist kein Grund eine Katze gehen zu lassen.

    • Huhu Steffi!
      Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich glaube, für viele Katzenhalter ist eine solche Diagnose auch immer mit Unsicherheit und Angst verbunden. Umso schöner, dass du als Dosi von betroffenen Katzen auch etwas dazu sagst.

      Ich wünsche euch von Herzen viele schöne, gesunde und lange Jahre zusammen!
      Liebe Grüße
      Miriam

  3. Zuerst einmal vielen Dank für den interessanten Beitrag. Mein Herzenskater hatte auch Fiv. Als Katzenbaby fand ich ihn im Süden auf der Strasse, die Katzenmutter war spurlos verschwunden. Natürlich musste ich ihn mitnehmen. Er konnte noch nicht einmal selbstständig Nahrung aufnehmen. Er war ungefähr 8-9 Wochen alt als die Tierärztin feststellte, durch Blutuntersuchung, dass er das Fiv Virus in sich trägt.Leider wurde später kein Fiv Test mehr gemacht. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon 2 Katzen.
    Mein Findelkind entwickelte sich und wurde ein wunderschöner glücklicher großer Wohnungskater.
    Als er 10 Jahre alt war fing es an, er verweigerte tagelang jegliche Nahrung und schlief sehr viel. Bei Tierarztbesuchen wurde festgestellt, dass seine Leber sehr groß war, er wurde mit Homöopathie behandelt und langsam ging es wieder aufwärts. 7Monate ging es gut, dann fing das ganze wieder an und wurde schlimmer, so mussten wir Ihn mit 11 Jahren gehen lassen. Auch heute, es ist fast ein Jahr her machte ich mir immer noch große Vorwürfe ob alles richtig war.
    Meine beiden anderen Katzen sind schon sehr alt, sie wurden nicht angesteckt.
    Viele Grüße
    morle

    • Huhu Morle!
      In wie fern machst du dir Gedanken, dass das alles richtig war? Für mich hört es sich so an, als hättest du einem bedürftigen Geschöpf ein Leben, ein schönes Zuhause 11 tolle Jahre geschenkt. Was kann daran falsch sein?

      • Hallo Miriam,

        obwohl ich schon über 30 Jahre Katzen habe, war ich diesmal so unsicher ob ich richtig gehandelt habe. Bei so einer Krankheit sollte man doch einen zweiten Tierarzt zu Rate ziehen und auch noch mal einen Bluttest machen. Aber das macht meinen Kater leider auch nicht mehr lebendig und gesund.
        Deinen Blog finde ich sehr gut, er informiert über alles was man über Katzen wissen sollte, einfach super, vielen Dank dafür.

        LG
        morle

      • Huhu Morle,
        du hast recht: im bestmöglichen Fall kann man sich noch andere Ratschläge einholen und weitere Tests machen. Aber… Ich persönlich finde, wenn es einem Tier so schlecht geht, dass es besser eingeschläfert wird, ist es im Grunde genommen doch auch egal, ob es nun Dieses oder Jenes war :( Die "richtige" Entscheidung bleibt es trotzdem, so hart sich das anhört :(

  4. Hallo Miriam,

    ja, es ist schon sehr schlimm, so eine Diagnose für die Miez zu bekommen.
    Meine Katze wurde über den Tierschutz von Spanien nach Deutschland gebracht. Es wurden alle Untersuchen, Impfungen ec. noch in Spanien durchgeführt.Was auch in dem Gesundheitsausweis zu ersehen ist.
    Ich weiß nur nicht, lass ich alle wichtigen Impfungen auffrichen, oder lieber nicht. Man hört in dieser Richtung auch viel negatives, was das Impfen überhaupt angeht.
    Die Tierschützerein, welche auch die Katze von Spanien nach Deutschlan geholt hat, ist gegen das impfen jährlich.
    Ich würde gerne Deine Meinung dazu hören, oder auch von anderen „Katzeneltern“. Macht es überhaupt Sinn die Katze jedes Jahr beim Tierarzt vorzustellen? Meine Katze ist bei mir eine reine Wohnungskatze, mit Balkon (gesichert). Sie kommt (habe ich von der Tierschützerin) erfahren,mit anderen Katzen nicht klar. Ist von der Rasse her eine Siamkatze
    Danke für Deine Info.
    Liebe Grüße
    Angelika

    • Huhu Angelika!
      Mit den Impfungen ist das so eine Sache. Seit 2006 gibt es offizielle Impfempfehlungen, die nicht mehr von jährlichen Auffrischungsimpfungen sprechen, sondern die Sache differenzierter betrachten. Ich persönlich bin der Meinung man kann bei diesem sensiblen Thema keine pauschale Antwort geben wie "Impfen: Ja" oder "Impfen: Nein", denn es müssen viele Faktoren in diese Entscheidung mit einbezogen werden. Zum Beispiel die Haltung der Katze (Freigang oder nicht?), das Alter, die Umgebung (welche Mitkatzen, sind die vielleicht erkrankt?) und auch , welche Impfungen wie oft für die individuelle Katze Sinn machen. Bezüglich dieses Themas würde ich dich gern auf die parallele Infoseite und den Bereich "Impfungen" führen. Dort ist alles etwas ausführlicher geschrieben.

      Im Fall einer FIV-Katze in Wohnungshaltung würde ich mir auch Gedanken machen. Einerseits könnte sie sich natürlich schneller mit den Krankheiten anstecken, gegen die geimpft wird, andererseits kommt sie vermutlich mit den "Trägern" dieser Erreger kaum in Kontakt. Einerseits könnte eine Impfung vielleicht helfen die Ansteckung zu verhindern oder den Krankheitsverlauf harmloser zu gestalten (eine Garantie gibt es nicht), andererseits könnte die Impfung und/oder der Tierarztbesuch den Verlauf der FIV beeinflussen. Insgesamt ist das eine schwierige, individuelle Entscheidung, die du treffen musst :( "Richtig" und "Falsch" kann es hier leider nicht geben, nur "passend für euch" oder "weniger passend für euch".

      Das Gleiche gilt für die Frequenz der Tierarztbesuche: bei manchen (vor allen alten und erkrankten) Tieren macht ein jährlicher Check-Up sicher Sinn. Aber man sollte dabei auch beachten, wie die eigene Katze auf den Tierarzt reagiert. Wenn die Katze extrem panisch ist, könnte sich ja auch dieser Stress wieder auf die Gesundheit auswirken :(

      Ich muss ehrlich sagen, dass ich dich um diese Gedanken und Abwägungen nicht beneide. Umso mehr wünsche ich deiner Katze viel Gesundheit, Glück und Lebensfreude!

      Liebe Grüße
      Miriam

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