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Privater Alltag

Unsere ersten Erfahrungen im Clickertraining

Katze Janis schaut den Targetstab an

Katze Janis schaut den Targetstab an

17. November 2013
Lesezeit ca.: 2 Min., 26 Sek.  

2 Kommentare

Seit mehreren Tagen clickere ich nun mit meinen drei Katzen. Als erstes Fazit kann man wohl sagen, dass alle drei sehr unterschiedliche Trainingserfolge erzielen und es Spaß macht auf jede einzelne Katze individuell einzugehen. Aufgrund ihrer völlig verschiedenen Charaktere muss ich auch verschiedene Trainingsansätze probieren und jeder Katze "ihre" Zeit zugestehen.

Muffin zum Beispiel ist jedes Mal wieder neu komplett aufgeregt, wenn ich den Clicker aus dem Schrank hole und ihm signalisiere, dass es nun endlich wieder losgeht mit dem Training. In den ersten paar Minuten ist er wibbelig und total schmusig – so sehr, dass ihn die Leckerchen gar nicht interessieren. Stattdessen wird erst einmal gekuschelt und wenn Ruhe eingekehrt ist, zeigt er sich sehr intelligent und lernwillig.

Die Konditionierung lief mit ihm vollkommen problemlos und nach etwa 30 Wiederholungen verstand er den Zusammenhang zwischen Klick und Leckerchen. Mittlerweile übe ich mit ihm den Trick "Nasentarget" – also Berühren des Targets mit der Nase. So schnell wie er lernt, werde ich in den kommenden Tagen wohl bereits ein Codewort einführen und die Übung als "erfolgreich bestanden" abschließen können.

Tiffy hingehen ist eine "harte Nuss": so intelligent wie sie ist, so stur ist sie auch. Momentan führe ich mit ihr noch die Konditionierung durch, da bei ihr nie sicher ist, ob sie die Leckerchen annimmt, die sie am Vortag noch so gern gegessen hat. Oftmals muss ich das Training abbbrechen, weil ihr das Training einfach "unter ihrer Würde" erscheint 😉

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Kasimir ist an sich etwas langsam, sowohl im Verknüpfen des Klicks, als auch beim Fressen der Leckerchen. Er ist sehr interessiert, konzentriert sich jedoch momentan leider vollkommen nur auf Fressen.

Aus diesem und mehreren anderen Gründen wird bei uns noch getrennt geclickert. Alle drei werden einzeln in die Diele gerufen, wo ich dann gemütlich auf dem Teppich sitzend, das Training durchführe. Als Signal zum Einläuten des Trainings habe ich ein Plastikei mit Reis gefüllt und schüttle es jedes Mal, wenn das Training beginnt. Dazu rufe ich den Namen der jeweiligen Katze und warte, bis sie sich eingefunden hat 😉

Sowohl dieses Signal als auch das Signal zum Abschließen der Trainingseinheiten (ich sage "Feierabend", schiebe den Target zusammen und zeige meine leere Leckerchenhand) wird von allen dreien gut verstanden. Nach jeder Trainingseinheut gibt es für die jeweilige Katze noch ein besonderes Highlight: Muffin streichle und kuschle ich ausgiebig, Tiffy "belohne" ich mit leisen Worten und Kasimir wird mit seiner Lieblingsbürste gebürstet.

Es scheint nicht nur mir, sondern auch den Katzen großen Spaß zu machen. Ich bin sicher, dass sich das Clickertraining in wenigen Tagen als Ritual bei uns festigt und alle drei Katzen sich gut darauf einstellen. Momentan clickern wir ein- oder zweimal am Tag, damit die Routine die Trainigs-Erfolge noch zusätzlich vertieft.

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zuletzt überarbeitet: 06.Januar. 2020
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Über Miriam

Miriam hält Katze Janis auf dem Arm

Mein Name ist Miriam. Vor 19 Jahren zog die erste Katze bei mir ein. Dabei habe ich viele Anfängerfehler gemacht und aus ihnen gelernt. Also beschloss ich, mich durch Fachlektüre und -vorträge weiterzubilden. Das Ergebnis davon kannst du unter Anderem hier im Blog nachlesen.


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2 Antworten zu “Unsere ersten Erfahrungen im Clickertraining”

  1. Claudia sagt:

    Hallo 🙂
    hast Du einen Tipp für mich wie ich das beginne mit 6 Katzen? Einige sind sehr willig aber das Problem ist:
    wenn ich mit dem Trainingspartner in ein Zimmer gehe kratzen die anderen an der Tür und der Proband wird abgelenkt. Habe ich alle in einem Zimmer bricht das totale Chaos aus, weil keiner wartet und jeder sofort an das Leckerli will. Ich bin jetzt schon beim 3. Buch angekommen aber finde einfach keinen Einstieg ….so wirklich

    • MIRIAM sagt:

      Huhu Claudia!
      Tipps gibt es sicher eine ganze Menge. Die Frage ist eben nur, was für euch passt. Es wird in Zukunft zu genau diesem Thema ein Video von mir geben, weil viele Halter anfangs das Problem haben. Ums kurz zu machen: eine Möglichkeit wäre "tief durchatmen, den ersten Terror regungslos aussitzen und nur mit denen weitermachen, die einigermaßen stille sind – alle anderen wortlos ignorieren" – eine andere Möglichkeit wäre "zuerst nur mit einem trainieren, bis er Routine hat und still sitzen kann, währenddessen, die anderen Katzen mit zwei Türen dazwischen von einem anderen Menschen ablenken lassen". Insgesamt ist es wichtig, dass auch DU Ruhe ausstrahlst, Chaos auch mal aushälst und die Leckerchen grad bei solchen Gierlappen außer Sicht hälst 😉

      Ich wünsche viel Erfolg 😀

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