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[Kitten ernähren] Kittenfutter – ist das wirklich nötig?

Kittenfutter gibt es von verschiedenen Marken, aber: Braucht ein Kitten das?

Kittenfutter gibt es von verschiedenen Marken, aber: Braucht ein Kitten das?

20. September 2014
Lesezeit ca.: 8 Min., 59 Sek.  
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28 Kommentare

Viele Katzenhalter die sich Kitten anschaffen, fragen sich irgendwann "Was soll ich meinem Kitten füttern? Ist Kittenfutter nötig?". Warum Kittenfutter unnötig ist und was es bei der Ernährung von wachsenen Katzen zu beachten gibt, soll dieser Beitrag zeigen. Denn Kitten profitieren nicht nur von guter Nahrung an sich, sondern auch von ausreichend großen Portionen und Abwechslung. Und das gleich in vielerlei Hinsicht: denn die Ernährung hat nicht nur Einfluss auf das körperliche Wachstum, sondern auch die Psyche und das Verhalten. Davon können Kitten ihr ganzes Leben lang profitieren.

Die Katze: ein Leben lang strikter Fleischfresser

Kittenfutter Zusammensetzung

Eine gute Zusammensetzung mit Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen ist auch für Kitten wichtig

Die Katze als reiner Fleischfresser benötigt nur Tierisches, um gesund zu bleiben: tierische Proteine, Knochen, Innereien und tierische Fette. Dagegen kann sie Pflanzliches weniger gut bis gar nicht verwerten. Das bleibt ihr ganzes Leben lang so. Auch als Kitten, auch als Senior. Auch dann, wenn sie krank ist. Das, was sich im Lauf ihres Lebens mehrmals ändert, ist die Menge der Nährstoffe, die die Katze zum gesund bleiben braucht.

Ernährung von Kitten: Auf die Nährstoffe kommt es an

Vergleich Nährstoffzusätze bei Adult- und Kittenfutter

Vergleich der zugesetzten Nährstoffe bei einem Adult- und einem Kittenfutter (ZooRoyal – links: Senior Pastete "reich an Geflügel", rechts: Junior Pastete "reich an Geflügel")

Kitten benötigen die gleichen Nährstoffe wie erwachsene Katzen. Allerdings brauchen sie diese in einer höheren Menge. Damit Hirn, Knochen, Muskeln und Nerven gesund wachsen können, sind die richtigen “Bausteine” wichtig. Zudem verbraucht Wachsen und Herumtollen sehr viel Energie, die durch das Futter aufgenommen werden muss. So sind folgende Nährstoffe im Wachstum besonders wichtig:

  • Tierische Proteine, Amino- und Fettsäuren
  • Vitamin A aus tierischer Quelle
  • Mineralstoffe: Kalzium, Phosphor, Natrium, Magnesium
  • Spurenelemente: Kupfer, Mangan, Eisen, Jod

Die restlichen Nährstoffe sind für Kitten natürlich auch wichtig. Jedoch werden diese in der Regel nicht in einer erhöhten Menge benötigt.

Die Theorie: Offizielle Empfehlungen zu Nährstoffen in Katzen- und Kittenfutter

Damit eine gewisse Mindestqualität in Katzenfutter sichergestellt werden kann, gab es in den letzten Jahrzehnten viel Forschung rund um den Nährstoffbedarf von Katzen in jedem Lebensstadium. Daraus sind Empfehlungen hervorgegangen, wie viel von welchem Nährstoff ein Katzenfutter mindestens enthalten sollte, damit die Katze gesund bleibt.

So haben zum Beispiel die beiden größten Futtermittelhersteller-Verbände AAFCO (S. 14 ff) und FEDIAF (S. 18 ff) eigene Zahlen veröffentlicht. Aber auch unabhängige Institute wie z. B. das NRC geben Empfehlungen ab.

All diese Empfehlungen unterscheiden zwischen erwachsener Katze, Kitten und trächtiger/säugender Katze. Denn in all diesen Lebensstadien sind die Anforderungen an die Nahrung etwas anders. Ein gutes Kittenfutter sollte diese Besonderheiten berücksichtigen und abdecken.

Die Praxis: Kaum Unterschied zwischen Kittenfutter und Adultfutter

Vergleich Nährstoffzusätze bei Adult- und Kittenfutter

Vergleich der zugesetzten Nährstoffe bei einem Adult- und einem Kittenfutter (MACs Cat – links: Adult "Rind & Hühnerherzen" , rechts: Kitten "Kalb und Hühnerherzen")

Wer verschiedene Katzenfutter vergleicht, wird oft feststellen: es gibt häufig keinen Unterschied zwischen Kitten- und Adultfutter. Lediglich die “geeignet für”-Aufschrift unterscheidet sich, die Nährstoffzugaben sind identisch. In manchen Fällen werden Nährstoffe in höherer Menge zugesetzt. Oftmals ist dies ‐ aus vielerlei Gründen ‐ komplett unnötig, gibt dem Futter aber fälschlicherweise einen Anstrich von Daseinsberechtigung.

Und wieder andere Futter decken weder in der Adult- noch in der Kittenvariante den Nährstoffbedarf eines Kittens.

Auch die Betrachtung der Zusammensetzung bringt häufig keine Unterschiede ans Licht. Und das muss sie auch gar nicht: Fleisch, Innereien und Nährstoffzusätze sind in jeder Lebenslage wichtig.

Vorbild "Natur": Es gibt keine Spezialmäuse für Kitten

Vergleich Nährstoffzusätze bei Adult- und Kittenfutter

Vergleich der zugesetzten Nährstoffe bei einem Adult- und einem Kittenfutter (Premiere Deluxe Ragout – links: Adult "reich an Geflügel" , rechts: Kitten"reich an Geflügel")

Werfen wir einen kurzen Blick zur Seite, kann auch das "Vorbild Natur" etwas zur Ernährung von Kitten sagen: Sobald die Kleinen erste feste Nahrung zu sich nehmen, werden sie von ihrer Mutterkatze verköstigt. Sie bringt ihnen ‐ lebende und bereits getötete ‐ verschiedenartige Beute. Einerseits natürlich, um ihren Hunger zu stillen, andererseits um ihnen das Jagen und Töten von Beute näher zu bringen.

Dabei bekommen die Kitten keine speziellen Beutetiere, sondern ganz einfach das, was auch die Mutterkatze als erwachsenes Tier frisst. Allerdings in anderen Portionen und Mengen. Damit decken die Kitten ihren erhöhten Nährstoffbedarf ganz automatisch: andere Futtermenge = andere Nährstoffmenge. Rechnerisch “perfekt” ist eine solche Ernährung nicht, jedoch hat es offensichtlich ausgereicht, damit die Art “Katze” über Jahrtausende überlebt. Und zwar ganz ohne menschlichen Einfluss.

Alleinfuttermittel in Nassfutter-Variante für Kitten

Damit ein Kitten gesund heranwächst, sollte es ein gutes Alleinfuttermittel erhalten ‐ egal, ob Adult- oder Kittenfutter. Idealerweise in einer Nassfutter-Variante. Spezielles Kittenfutter ist dabei weder wichtig, noch gerechtfertigt. Natürlich ist das Verfüttern von Kittenfutter in der Regel "nicht schlimm", aber eben auch nicht nötig.

Auch Rohfütterung ist bereits für kleine Kitten geeignet. Hierzu ist jedoch viel Vorwissen und eine durchdachte Vorgehensweise wichtig. Denn Fehlernährung ‐ egal ob gekocht, roh, gekauft oder selbstgemacht ‐ kann besonders bei Kitten zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen.

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Kitten füttern: Abwechslung ist wichtig für körperliche und geistige Entwicklung

Kitten schaut neugierig auf einen Futternapf

Kitten sind von Natur aus neugierig, auch bei Futter – darum ist eine Futterumstellung bei Kitten oft deutlich einfacher

Ernährung hat nicht nur Einfluss auf das Wachstum des Körpers und Stillen des Hungers. Auch das Hirn, die Nervenzellen und das Verhalten profitieren von ausgewogener, gesunder Ernährung. So bilden manche Nährstoffe die Grundlage für bestimmte Hormone, die sich auf Zufriedenheit, Schlafrhythmus und Aktivität auswirken.

Es ist erwiesen, dass abwechslungsreiche Kost in den ersten Lebensmonaten stark dazu beiträgt, dass Katzen im Lauf des Lebens weniger mäkelig sind. Wer als Kitten eine Vielfalt an verschiedenen Geschmacksrichtungen und Futterkonsistenzen erfahren darf, wird später neuem Futter gegenüber aufgeschlossener sein. Im späteren Alter wird eine erweitere Geschmackspalette oft nur mit Naserümpfen angenommen.

Auch in Punkto "Nährstoffzusammensetzung" ist Abwechslung wichtig: Fast alle Fertigfutter enthalten große Mengen an Nährstoffzusätzen. Manche Nährstoffe werden im Körper eher gespeichert als andere und können auch überdosiert werden. Da macht es Sinn, verschiedene Futter mit unterschiedlichen Nährstoffmengen zu verfüttern. Etwa drei bis fünf verschiedene Futtermarken im Monat sollten ‐ soweit möglich ‐ angeboten werden.

Kitten sollten fressen, bis sie satt sind: Körper und Sättigungsgefühl entwickeln sich stetig

Wie bereits erwähnt, ziehen Kitten aus ihrer Nahrung Energie und wichtige Bausteine zum Wachsen. Ihr Energie- und Nährstoffbedarf ist also erhöht. Da fast alle Kittenfutter die gleichen Nährstoffmengen wie Adultfutter enthalten, muss logischerweise die Futtermenge erhöht werden. So liegen die Fütterungsempfehlungen für Kitten auch weit höher als die für eine erwachsene Katze.

In der Realität vertilgen Kitten durchaus auch einmal bis zu ein Kilogramm Nassfutter pro Tag, wenn man sie lässt. Der Körper wächst schubweise und auch der Energiebedarf schwankt von Tag zu Tag.

Vergleich Fütterungsempfehlung bei Adult- und Kittenfutter

Vergleich der Fütterungsempfehlung bei einem Adult- und einem Kittenfutter (hier: Animonda Carny)

Mit Nassfutter, welches ohnehin weniger Kalorien enthält als Trockenfutter ist eine “Friss dich satt”-Fütterung in der Regel unproblematisch. Zwar sehen Kitten zwischenzeitlich wie Leberwürstchen auf Zahnstochern aus, dies verwächst sich jedoch mit dem nächsten Wachstumsschub. Gewichtsvorgaben oder gar Diäten für Kitten sind unsinnig bis schädlich! Oft kommt erst das zusätzliche Gewicht und dann zieht der Körper in Höhe oder Länge nach…

Nicht nur für das körperliche Wachstum braucht das Kitten das “Ich werde immer satt”-Gefühl. Auch das Hirn kann Hunger “lernen”. Und wird in Zukunft nur noch schwierig aus dem "Buffetfräsen-Modus" herauskommen, wenn dieser einmal verinnerlicht ist. Die Folge davon sind ständige Bettelei, das Plündern von Mülleimern und Aggressivität am Futternapf. Ein gesundes Sättigungsgefühl hingehen lernt sich an besten von "Kittenbeinen" an.

Katzen und Kitten sind Häppchenfresser: mindestens fünf Mahlzeiten pro Tag

Kitten verschleppt Fleisch

Im Normalfall sucht sich das Kitten selbstständig maulgerechte Stücke

In der Natur fressen Katzen durchschnittlich etwa 10-12 kleine Mahlzeiten pro Tag. Auch unsere Hauskatzen haben diese Ernährungsweise beibehalten. Dementsprechend sollten sie mehrmals am Tag gefüttert werden. Große Mahlzeiten teilen sie sich ‐ ausreichende Futtermenge und ein gesundes Sättigungsgefühl vorausgesetzt ‐ über den Tag verteilt ein. Sie besuchen den Fressnapf mehrmals am Tag und essen nur kleine Mahlzeiten. Für erwachsene Katzen werden zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag empfohlen.

Dagegen sollten Kitten mindestens fünf Rationen pro Tag erhalten. Auch eine “immer etwas im Napf”-Fütterung ist möglich ‐ bei Kitten und Vollzeitarbeit wohl auch am besten zu bewerkstelligen.

Ob eine solche Fütterung beim individuellen Tier sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab: manche Katzen fressen aus Langeweile mehr. Auch hohe Temperaturen und damit schnellere Verderblichkeit kann diese Fütterungsmethode schwierig machen. Hochkalorisches Trockenfutter ist zwar bequem und wird häufig immer bereit gestellt, aus gesundheitlichen Gründen ist dies jedoch wenig sinnvoll.

Das Knüpfen der Fütterungszeiten an Rituale statt an feste Uhrzeiten kann dabei viele Vorteile haben: einerseits kann der Halter auch am Wochenende ausschlafen, andererseits können auch berufstätige Menschen so leicht mehrere Mahlzeiten einrichten.

Kitten brauchen unterschiedlich lange, um sich zu entwickeln

Größenvergleich Kitten und erwachsene Katze

Wer groß und stark werden will, braucht gute Nahrung – aber nicht zwingend Kittenfutter

Die Frage, bis wann Kitten eine erhöhte Nährstoffzufuhr brauchen, ist nicht pauschal zu beantworten. So gibt es stattliche Rassen, die ihre volle Körpergröße erst mit etwa drei Lebensjahren erreichen. Andere Rassen und Tiere können bereits mit rund einem Jahr ausgewachsen sein. Das Kitten wächst, bis es ausgewachsen ist. Das kann oft erst im Nachhinein bestimmt werden, wenn weder Körpergröße noch -gewicht “zulegen”. Dennoch ist es wichtig, dass das Tier bis zur Beendigung dieser Phase alles bekommt, was es zum gesunden Wachstum braucht.

Hat das Kitten von vornherein Abwechslung und gesundes Sättigungsgefühl kennengelernt, ist aber auch nach Abschluss des Wachstums häufig kein Rationieren von Portionen nötig. In der Regel wird die ausgewachsene Katze von ganz allein ihre Fressmenge reduzieren, wenn keine erhöhte Zufuhr mehr nötig ist.

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zuletzt überarbeitet: 12.Mai. 2020
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Über Miriam

Miriam hält Katze Janis auf dem Arm

Mein Name ist Miriam. Vor 19 Jahren zog die erste Katze bei mir ein. Dabei habe ich viele Anfängerfehler gemacht und aus ihnen gelernt. Also beschloss ich, mich durch Fachlektüre und -vorträge weiterzubilden. Das Ergebnis davon kannst du unter Anderem hier im Blog nachlesen.


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28 Antworten zu “[Kitten ernähren] Kittenfutter – ist das wirklich nötig?”

  1. Lara sagt:

    Huhu!

    Klasse Artikel, kann ich so unterschreiben, Selbiges gilt für Futter extra für Senioren, Kastraten, Wohnungskatzen, Freigänger….

    Nur eines: Soweit ich weiß, haben zumindest Select Gold und Real Nature vom Fressnapf (die ja beide als hochwertig gelten) Futter für Kitten im Angebot.
    Mich hätte mal interessiert, wie da der Vergleich aussieht 😀

    Aber den muss ich dann wohl selbst machen 😛
    LG

    • Huhu Lara!
      Naja, Select Gold und Real Nature finde ich persönlich nicht sonderlich hochwertig, aber beispielsweise Macs als gutes Futter hat meines Wissens nach auch Kittenfutter. Es ist halt das im Sortiment, was gekauft wird. Kennen wir ja alle, sonst wäre so einiges nicht auf dem Markt 😀 Ja, den Vergleich musst du wohl selbst machen 😛 Ich weiss ja, dass du das kannst – viel Spaß 😀

      Liebe Grüße

  2. Trish sagt:

    Hallo,
    toller Blog!
    In 5 Wochen zieht unser junges Geschwisterpaar zu uns (dann 10 Wochen) da wir absolute Anfänger sind würde uns brennend interessieren welche Marken als hochwertig gelten und welche nicht. Worauf muss geachtet werde? Hoher Fleisch u niedriger Getreideanteil?
    Danke u Grüße
    Trish

    • MIRIAM sagt:

      Huhu Trish!
      Auf der katzen-fieber.de Infoseite kannst du alles Wichtige im Bereich "Woran erkenne ich hochwertiges Futter?" nachlesen. Als kleiner Ratschlag am Rande: besser wäre es, wenn die Kleinen mindestens (besser länger) als 12 Wochen bei Mamakatz und Geschwistern bleiben können. Das kann entscheidenden Einfluss auf ihre seelische Entwicklung und ihr späteres Leben haben.

      Liebe Grüße
      Miriam

      • Trish sagt:

        Hallo Miriam,
        vielen Dank für die Info.

        Wenn es nach mir gegangen wäre hätte ich die Kitten erst mit 13/14 Wochen genommen. Dies war leider nicht möglich da die Familie direkt zu beginn der So-Fe weg gefahren ist.
        Ich weis das das eigentlich ein Grund gewesen wäre dann von Abstand zu nehmen aber wir sind das Risiko eingegangen und haben zwei ganz tolle Tiere bekommen. Sie ist unsere schüchterne Schlaumaus und er ist der etwas töffelige und total gutmütige Draufgänger 🙂

        Die beiden sind übermorgen 6 Monate alt und aus unserer Familie nicht mehr weg zu denken <3
        Lg Trish

  3. Victoria sagt:

    Guten morgen:) ich liebe deinen Blog ebenfalls und stöbere gerne mal durch 🙂
    Ich füttere momentan auch real nature wilderness und wollte fragen was es zu einem nicht hochwertigem Futter macht. Im Vergleich zu catz finefood..was ich in zukunft auch füttern werde ist sogar lachsöl statt pflanzlichem Öl drin. Das finde ich in kaum einem fertigfutter. Damit stelle ich nicht deine Kenntnis in frage..aber ich wollte es einfach nachvollziehen 🙂 lieben dank im voraus!

  4. Dorothea Beck sagt:

    Hallo,
    wenn ich einem 13 Wochen alten Kätzchen das Futter immer zur Verfügung stellen möchte, wie mache ich das am besten?

    Und: Wie lange kann ich das Futter denn stehen lassen und ab wann müsste ich das wegwerfen?

    Danke und viele Grüße,

    Doro

    • MIRIAM sagt:

      Huhu Doro!
      Je nachdem, wie lang du zur Arbeit weg bist, kannst du entweder tatsächlich immer dann was anbieten, wenn dein Kitten Hunger hat, oder du fütterst etwa 5 Mal am Tag. Das muss nicht zu festen Zeiten sein, sondern kann an Rituale geknüpft werden (z.B. das morgentliche ins-Bad-gehen, das-Haus-verlassen usw.). Katzen sind in der Regel Häppchenfresser und teilen sich ihr Futter über den Tag verteilt selbst ein – es macht also nichts, wenn du nicht regelmäßig alle paar Stunden nachschaufeln kannst 😉

      Wie lange das Futter außerhalb der Dose haltbar ist, ist abhängig von der Futterart, der Umgebungstemperatur usw. Da kann ich dir keine wirklich festen Zahlen liefern. Das musst du ausprobieren. Nassfutter hält sich beispielsweise länger, wenn du einen Schwapp Wasser drüber gibst: das Eintrocknen ist nämlich meist das, was Probleme bereitet – nicht unbedingt der Verderb.

      Liebe Grüße
      Miriam

      • Doro sagt:

        Hallo Miriam,

        danke für die Info! Das mit den Ritualen ist ein guter Tipp! Da die Kleine noch seeehr lange bei Mama getrunken hat, habe ich mich schon seelisch und moralisch darauf vorbereitet, Breichen zu kochen und das festere Futter nach und nach darunter zu mischen.

        Liebe Grüße,

        Doro

  5. Patrick sagt:

    Ha, das ist ja mal was. Danke für den super Artikel. Hab heute mein Kätzchen bekommen, 10 Wochen alt, gut zu wissen das man kein spezielles Kittenfutter braucht, bleibt mehr Geld für Spielzeug über 😉

  6. Hallo Miriam,
    wegen Allegra hatte ich Dich damals ja schon mal gefragt, wie Du zu zusätzlichen Tauringaben bei alten Katzen stehst.
    Macht es eventuell Sinn unseren Kleinen 1 bis 2x am Tag geringe Mengen Taurin ins Feuchtfutter zu mischen? Oder ist bei hochwertigeren Industrie-Futtersorten der Tauringehalt schon ausreichend? Bei uns gibt es jetzt eine wilden Mix an Sorten ohne Getreide & Zucker – und wie schon mal an anderer Stelle geschrieben, abends idealerweise Frischfleich oder etwas Fisch.
    LG Silke

    • MIRIAM sagt:

      Huhu Silke!
      Bei so gut wie allen Futtermarken wird der Mindestbedarf der Katze an Taurin mehr als gut abgedeckt. Allein der Zusatz liegt fast immer 3-4mal darüber. In nur sehr seltenen Fällen wird der Mindestgehalt nicht oder nur knapp erreicht.

      Ich persönlich empfinde allein schon der Herstellerzusatz als viel zu viel – objektiv gesehen ist er mehr als ausreichend. Ich würde nichts mehr dazumischen. Wenn ich könnte, würde ich sogar gern fast immer was rausnehmen 😀

  7. Sylke sagt:

    Hallo,
    ein toller Beitrag. Habe seit 2 Wochen ein Siam Kater. Er ist jetz 4 Monate und ich war total verunsichert, welches Futter das Beste für ihn ist.
    Ich habe „ May Star” entdeckt. Mich hat der hohe Fleischanteil zum Kauf bewogen. Ist das jetzt auch das Richtige für meinen Liebling?

    • MIRIAM sagt:

      Huhu Sylke!
      “Das Richtige” kann dir Keiner nennen. Denn es hängt ja auch davon ab, ob dein Kater es mag. Ob es einigermaßen gut ist, ist allerdings etwas anderes. Auf meiner Infoseite im Bereich "Woran erkenne ich gutes Futter?" kannst du dich dazu einlesen.

      Falls du das Futter "My Star is a Foodie" meinst: dazu kommt diesen Freitag ein Testbericht.

      • Mia sagt:

        Hallo,
        meine Mia ist nun 10 Wochen alt und hat bisher alles gefressen. Jetzt mäkelt sie bei allem herum. Ich habe auch schon die Marken usw. gewechselt. Aber sie leckt nur die Soße und frisst dann das Trockenfutter. Was kann ich tun?
        Ach und Wasser trinkt sie auch nicht.

      • MIRIAM sagt:

        Huhu Mia!
        Zehn Wochen ist ja sehr jung, normalerweise lernen die Kitten zu dem Zeitpunkt ja noch von Mamakatz und Geschwistern. Es gibt da viele mögliche Tipps, es ist halt nur die Frage, was bei euch hilfreich und sinnvoll ist. Ich persönlich würde wohl erstmal das Trockenfutter weglassen – einerseits ist es nicht gesund und auch unnütz für Katzen, andererseits kann es sein, dass sich dein Kitten schlicht daran satt frisst und dann einfach gar nichts anderes mehr fressen muss, um satt zu sein.

        Hier und hier kannst du weitere Infos finden.

  8. Anonymous sagt:

    Super Infos auf dieser Seite. Danke 🙂

  9. Claudia sagt:

    Hallo..
    Finde den Bericht wirklich toll.
    Leider bestimmen Ausnahmen die Regel.
    Ich hab einen 4 jährigen Kater,kastriert,Vater unbekannt,Mutter Ekh.
    Mit 12 Wochen kam er zu uns.Da unsere Katze sich das Futter einteilt,
    gibt es 2 mal am Tag etwas Nassfutter und Trockenfutter steht immer da.
    Das war auch schon so als er zu uns kam.Leider frisst er trozdem ohne Ende.
    Er wartet sogar geduldig bis die Katze fertig ist und holt sich noch was sie übrig lässt.dann fällt er über das Trockenfutter her,immer wieder,mit nur kleine Pausen und ist schon ein richtiger Brummer.
    Habe schon in Home und sowas geholt,aber das bringt ja dann wohl nichts.
    Was kann ich denn da dann noch machen?
    Ist ja auch nicht gesund wenn er so fett wird.
    Lieber Gruß Claudia

    • MIRIAM sagt:

      Huhu Claudia!
      Die große Frage, die sich zuerst stellt ist ja, warum er das macht. Das muss ne Ursache haben. Und erst, wenn man die findet, kann man an Lösungen arbeiten. Der erste Schritt allerdings wäre es, das Trockenfutter zu verbannen. Das braucht keine Katze – auch nicht, wenn man arbeiten geht – und leider macht es auch sehr, sehr schnell dick. Gerade dann, wenn es unlimitiert und immer zur Verfügung steht. Es enthält im Gegensatz zu Nassfutter auf eine kleine Menge sehr viele Kalorien. Futtert die Katze davon jeden Tag nur ein klein wenig zuviel (Tagesportion ist Nassfutter + Trockenfutter + eventuelle Leckerlies) geht das auf Dauer extrem auf die Rippen.

      Nur Nassfutter bringt – neben vielen anderen gesundheitlichen Vorteilen für die Katze – mehr Futtervolumen = schnellere Sättigung und weniger Kalorien = doppelt so geringes Risiko auf Übergewicht.

      Zusätzlich dazu können Activity feeding, mehr Bewegung, mehr Entertainment und unter Umständen getrennte Fütterung hier Linderung bringen. Aber zuerst sollte die Ursache für das übermäßige Fressen gefunden werden (auch Tierarztbesuch mit Blutbild von Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Langzeitzucker etc.).

      Ein paar Tipps zur Futtermenge und zum Abnehmen findest du auf der Infoseite.

      Liebe Grüße
      Miriam

      • Anonymous sagt:

        Hallo Miriam

        Ganz lieben Dank für dein schnelle und ausführliche Antwort.
        Okay,Trockenfutter wird ab jetzt verbannt.
        Tja spielen und so,da hat er nicht viel Lust zu,ist sehr schwer zu animieren.
        Auch mit unserer Minni spielt er nicht,wenn sie es versucht,faucht er sie an und haut gleich mit Krallen zu.Im Erker steht ein einsamer riesiger Kratzbaum.
        Im Januar müssen wir zum impfen,dann werd ich mit dem Ta mal darüber reden.
        Noch mal ganz lieben Dank.

        Lieber Gruß Claudia

  10. Uttama sagt:

    Hallöchen,
    vielen Dank für die vielen Infos, dennoch möchte ich fragen, oder Erfahrungsberichte über Ernährung bei Kittis..
    Meine Katze ist jetzt 10 Monate jung, und hab bis jetzt darauf geachtet das sie nur Kitten Futter bekommt..Doch Kitten Futter ist nicht immer zugänglich, nur in speziellen Tiergeschäfte, was nicht in meiner Nähe ist..jetzt lese ich hier..Ist es denn unbedingt notwendig meiner 10 monatigen Katze immer noch Kitten Futter zu geben?
    danke, liebe Grüße, Uttama

    • MIRIAM sagt:

      Huhu Uttama,
      wie der Artikel in vielen Worten beschreibt, ist Kittenfutter gar nicht nötig – weder mit 10 Wochen, noch mit 10 Monaten. Du hättest von Anfang an normales, vernünftiges Adult-Futter geben können. Umsteigen kannst du jederzeit.

      Liebe Grüße
      Miriam

  11. Jack sagt:

    Ein sehr toller und logischer Beitrag .. Als frische kittenmutter habe ich mir so viele Gedanken darüber gemacht und bin von Geschäft zu Geschäft gelaufen um das beste zu finden,wie unnötig ..
    Jetzt bin ich relaxter .. Danke dafür

  12. Petra Götzen sagt:

    Hallo, bin begeistert von dem tollen Block. Es hat mir sehr geholfen das richtige Futter zu füttern. Wir haben 2 maine Coone Mädels im Alter von 5 und 8 Monaten. Vielen Dank

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