Bloglogo


Linktipp

8 Anzeichen, dass die Katze sich in ihrem Klo nicht wohlfühlt

06. September 2017
Lesezeit ca.: 2 Min., 19 Sek.  
, , , , , ,
2 Kommentare

Viele Katzenhalter sind der Meinung, es reiche aus, einfach irgendein Katzenklo in irgendeine Ecke zu stellen. Am besten dort, wo es weder optisch, noch geruchlich stört. Dass diese Rechnung nicht immer aufgeht, bemerken Viele erst, wenn die Katze unsauber wird. Dabei ist es möglich, weit vorher herauszufinden, ob die Katze mit ihrer Toilette zufrieden ist oder nicht. Die Diplom-Biologin Birgit Rödder hat in einem ihrer Artikel einige interessante Punkt zusammengefasst:

Studie über das Ausscheidungsverhalten von Katzen

Frau Rödder beschäftigt sich in ihrem Artikel mit den Ergebnissen einer Studie aus dem Jahr 2017. Forscher der Nestle-Purina-Gruppe beobachteten hierbei zwölf Katzen und ihr Ausscheidungsverhalten. Durch zwei verschiedene Versuchsanordnungen wollten die Forscher herausfinden, welche Verhaltensweisen für Wohlbefinden auf dem Katzenklo sprechen. Und welche Zeichen dafür sprechen, dass der Katze ihr stilles Örtchen nicht behagt.

Anzeichen für ein unkomfortables Katzenklo-Management

  • Die Katze besucht weniger oft das Klo, bleibt aber länger
  • Vor dem Besuch zögert, schnuppert und scharrt sie lange
  • Sie wechselt währenddessen häufig die Position, dreht sich um sich selbst
  • Sie vermeidet die Berührung mit Streu, steht auf dem Rand und scharrt außerhalb der Kiste
  • Die Katze ist während und nach dem Klobesuch wachsam und zeigt kaum entspannte Körperhaltung
  • Nach dem Besuch des Klos riecht sie lange an den Ausscheidungen, scharrt lange und wiederkehrend
  • Sie putzt sich länger und öfter nach dem Katzenklo-Besuch
  • Im Extremfall meidet sie die Toilette ganz und verrichtet ihr Geschäft daneben


Wichtig

Nur, weil eine Katze ihr Klo regelmäßig und über längere Zeit zuverlässig aufsucht, bedeutet dies nicht, dass sie sich darin wohlfühlt!


Anzeichen für Entspannung auf der Katzentoilette

  • Die Katze besucht mehrmals am Tag für kürzere Besuche die Toilette
  • Sie scharrt nicht außerhalb der Toilette
  • Die Katze berührt mit allen vier Pfoten die Streu und steht dabei nicht auf dem Rand
  • Die Katze putzt sich nach dem Kotabsatz nicht hektisch
  • Sie zeigt eine entspannte Körperhaltung: Ohren leicht zurückgeklappt, Augen leicht geschlossen
  • Die Katze schnüffelt nach ihrem Besuch nicht lange an ihren Ausscheidungen
  • Sie kehrt nicht wiederholt zum Scharren zurück

Bock auf noch mehr Cat-Content?
Dann melde dich jetzt zu meinem Meowsletter an. So bekommst du bequem alle unsere Neuigkeiten in dein Postfach gespült. Du entscheidest selbst, wie oft du von mir hörst und wie lange du bleibst (Datenschutzhinweise)

Ungeeignetes Katzenklo-Management kann zu Frust und Krankheit führen

Wiederholtes Scharren nach dem Katzenklo-Besuch kann Ausdruck von Frust sein: Die Katze kann den Geruch nicht ausreichend beseitigen, obwohl sie ihr Möglichstes tut. Für Katzen ist das aber wichtig, um zufrieden zu sein. Hektik in der Katzentoilette, verstärktes Putzbedürfnis und Einhalten von Kot und Urin sind ebenfalls Zeichen, dass Verbesserungen im Klomanagement angeraten sein können.

Zusätzlich dazu können Stress und das "Verkneifen" der Notdurft auch die Entwicklung von Krankheiten im Harntrakt fördern – z. B. von Blasenentzündungen und Harnsteinen.

Gefällt dir der Blogbeitrag?

2.8 / 5 ( 15 Bewertungen)

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Es tut mir leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lass uns diesen Beitrag verbessern!

Wie kann ich diesen Beitrag verbessern?

Du möchtest uns unterstützen?
Für alle unsere Leser*innen, denen "Danke" sagen und Inhalte teilen nicht reicht: Du kannst uns beim nächsten Amazon-Einkauf über einem Klick auf unseren Partnerlink unterstützen oder uns bequem eine Kleinigkeit von unserer Amazon Wunschliste mitbestellen.

* Beim Kauf über unseren Partnerlink erhalten wir eine kleine Provision. Bitte beachte dazu unsere Datenschutzhinweise.

zuletzt überarbeitet: 28.Dezember. 2019
Aufrufe insgesamt: 23929

Über Miriam

Miriam hält Katze Janis auf dem Arm

Mein Name ist Miriam. Vor 19 Jahren zog die erste Katze bei mir ein. Dabei habe ich viele Anfängerfehler gemacht und aus ihnen gelernt. Also beschloss ich, mich durch Fachlektüre und -vorträge weiterzubilden. Das Ergebnis davon kannst du unter Anderem hier im Blog nachlesen.


Hier findest du uns auch noch: Info-SeiteFacebookYouTube

Meowsletter

Du möchtest bequem über Neuigkeiten von uns benachrichtigt werden? Dann abonniere unseren Meowsletter (Datenschutzhinweise).

2 Antworten zu “8 Anzeichen, dass die Katze sich in ihrem Klo nicht wohlfühlt”

  1. Gaioli sagt:

    Danke für den Link zum Artikel von Frau Rödder.
    Ich – blutige Anfängerin – habe nunmehr seit ca. 1 Jahr zwei genauso alte Katzen (ein Junge und ein Mädel, beide natürlich kastriert) Dabei war die Ausgangssituation, dass ich mich habe “breitschlagen” lassen, EIN (zu dem Zeitpunkt 9 Wochen altes) Kitten aus einem Bauernhofwurf zu adoptieren (lebe in IT), weil TS-Freundinnen hierfür dringend Plätze gesucht haben. Hatte mich vorher nicht wirklich über Katzenhaltung informiert (dachte das Übliche: Unkompliziert – Einzelgänger – Dosenöffner – Katzenklo – reicht), und so nur die auf Anraten empfohlene Grundausstattung angeschafft, darunter ein Haubenklo. Nun ja, die Erkenntnis kam später, so dass dem ersten nach 10 Tagen ein zweites (leider auch nur erst 9 Wochen altes) Kitten folgte.
    Seitdem habe ich viel in den einschlägigen Foren gelesen. So auch immer viele Posts zu Unsauberkeitsproblemen, weshalb ich schon ganz besorgt bin, dass mich das auch einmal treffen könnte.
    In meiner Wohnung (ca. 70 m², jedoch im EG mit täglichem Teilzeit-Freigang, wobei ich als Selbstständige von zuhause aus arbeite und immer da bin) gibt es für das Katzenklo leider nur die Aufstellmöglichkeit in meinem recht kleinen Badezimmer. Beide Katzen haben das ursprüngliche und mit herkömmlichem Betonitklumpstreu vom Discounter in empfohlener Höhe) bestückte Haubenklo problemlos angenommen. Bei zwei Nasen zerbröselte das Streu aber bereits, trotz mehrmaliger Säuberung pro Tag, innerhalb kurzer Zeit und haftete nur noch am Boden an, so dass praktisch alle 3 Tage ein Komplettaustausch erforderlich war. Da begab es sich, dass bei einem “refill” ein Sack platzte, und ich die ganze Chose in einen Eimer aufgekehrt habe. Fanden die Katzen total toll und haben diesen sofort “eingeweiht”. Ich fand “toll”, dass aufgrund der sehr hohen Füllhöhe im Eimer anscheinend nicht mehr durchrieselte – und sie keine Probleme mit hohen Rändern haben.
    Nun ja, dachte ich, vielleicht sollte ich was finden, wo man mehr als das im Hauben- oder herkömmlichen Katzenklo mögliche einfüllen kann. Justament wurden im Lidl sogenannte “Aufbewahrungsboxen” der Größe 60x40x26 für 7,99 mit zur Hälfte aufklappbarem Deckel angeboten. Dachte, “das kann ich ja mal probieren, gibt ja auch diese Hop-in-Klos”. War ein voller Erfolg. Katzen begeistert rein, Haubenklo out, ich zufrieden, weil bei der jetzt möglichen Einstreuhöhe nix mehr durchrieselte. Ich also Haubenklo aussortiert und noch eine zweite Klappdeckel-Box angeschafft (und danach auf einen Mix aus Mais- und herkömmlichem Streu umgestiegen).
    Das Problem jetzt und nach dieser langen Rede ist eigentlich nur: beide Boxen stehen sich im Badezimmer in recht enger Position gegenüber. Seit die Katzen nach ihrer Kastration mit ca. 5 Monaten ihren Teilzeitfreigang (ca. 6.00 bis maximal 22.00 Uhr) haben, beobachte ich, dass sie in letzter Zeit nicht mehr wirklich auf die Katzenklos gehen – allerdings auch, dass insbesondere der Kater “aus Solidarität mitpinkelt”, wenn ich morgens mal muss. Der sucht sich dann kurz schnuppernd eine Box aus, steigt ein, gräbt sich da was, setzt sich hernieder, scharrt was zu, hüpft wieder raus, guckt wieder rein und scharrt ggf. nochmal von außen und sich auf dem Rand abstützend nach…
    Ich hoffe, dies liegt im normalen Verhaltensspektrum?

    • MIRIAM sagt:

      Hallo Gaioli,
      zuerst mal möchte ich sagen, dass ich es absolut klasse finde, dass du dich nach dem “Eimervorfall” nicht geärgert, sondern umgedacht hast! Leider geben viele Halter*innen ihr gewohntes Denken nicht auf, wenn die Katzen zeigen, dass andere Wege ihnen besser gefallen. Daher: Hut ab!

      Wenn ich es richtig verstanden habe, hast du ein Problem damit, dass sie draußen und nicht mehr in ihren Klos zuhause machen, ist das richtig?
      Dazu ist zu sagen, dass das bei vielen Freigängern so ist. Auch wenn die Klos zuhause supertoll sind. Es muss also nicht unbedingt an deiner Katzenklosituation liegen. Ich vermute, du befürchtest, dass das Verhalten deines Katers anzeigt, die Klos/Streu wäre nicht nach dem Geschmack der Katzen? Da kannst du ehrlich gesagt nur testen: dass die Klos in einem Raum zusammenstehen, ist nicht ideal – wie ich gelesen habe, bei dir aber wohl nicht wirklich zu vermeiden. Da müsste man vielleicht schauen, ob es nicht doch noch einen anderen Platz gibt. Denn: im Idealfall sollten zwei Katzen drei Klos zur Verfügung stehen, die weiter auseinander stehen. Nicht alle Katzen brauchen das, aber wenn es um Kloprobleme gibt, ist das meist das Erste und Einfachste, das man ändern kann. Ebenfalls eine Änderungsmöglichkeit wäre ein Wechsel der Streu: es gibt leider viele Katzen, die Probleme mit pflanzlicher Streu haben. Nicht, weil sie pflanzlich ist, sondern weil sie meist ein wenig spitzer/scharfkantiger als Bentonitstreu ist (Katzen haben eben empfindliche Pfoten) und meist auch einen stärkeren Eigengeruch hat.

      Es ist also insgesamt die Frage, ob das bei euch normales Freigänger-draußen-machen-Symptom ist, oder ob deinen Katzen wirklich etwas nicht gefällt an ihren Klos. Hier geht wohl nur Ausprobieren.

Was sagst du dazu?

Bitte lies vor dem Schreiben unsere FAQ. Du kannst hier vollkommen anonym kommentieren - allein die Angabe eines Kommentartextes ist nötig. Kommentare werden vor ihrer Freischaltung durch mich geprüft. Dies kann manchmal etwas dauern. Bitte beachte die Datenschutzhinweise.