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Futtertest

Dieses Futter wurde mir vom Hersteller kostenlos zum Testen überlassen.

eBarf Menüs im Test

eBarf Komplettmenüs für Katzen

eBarf Komplettmenüs für Katzen

08. April 2016
Lesezeit ca.: 5 Min., 39 Sek.  
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13 Kommentare

Der folgende Artikel wurde länger nicht mehr aktualisiert. Manche Informationen könnten veraltet sein.

Ende Februar erhielt ich das Angebot, einige Produkte der Firma "K & K Petfood" (besser bekannt als "Frostfutter Perleberg") zu testen. Vor zwei Wochen habe ich euch einige Ergänzungsfuttermittel vorgestellt, heute möchte ich euch etwas zu dem von uns getesteten Fertigbarf "eBarf" schreiben. Uns wurden drei verschiedene Sorten zugeschickt.


Achtung!

Über den eBarf-Onlineshop werden zwei unterschiedliche Fertigbarf-Marken vertrieben: eBarf Menüs und Fix-Barf Komplettmenüs. Beide Futter unterscheiden sich jedoch stark und sollten nicht miteinander verwechselt werden.

Verpackung, Inhalt, Hersteller und Preis

Das eBarf Fertigbarf ist als Alleinfuttermittel deklariert und wird für/von der Firma "K & K Petfood GmbH" (besser bekannt als "Frostfutter Perleberg") hergestellt. Die Firma produziert unter der Zulassungsnummer DE 12070002613. Das Fertigbarf für Katzen ist in sechs verschiedenen Sorten – Katzen-Barf-Menü 1, 2, 3 und 5, Kraft-Mix und Premium-Mix – und in zwei verschiedenen Verpackungsgrößen erhältlich: 200g und 500g. Das gefrorene, rohe Futter ist in Plastikwürstchen verpackt. Je nach Sorte wird das Futter für einen unterschiedlichen Preis verkauft: die 200g Würstchen kosten regulär etwa 1,89-2,19€ und die 500g-Würstchen bekommt ihr für 3,59-4,99€.

Wir haben die Sorten "Katzen-BARF-Menü 1", "Katzen-BARF-Menü 3" und "Katzen-BARF-Menü 5" getestet (siehe Artikelfoto von links nach rechts).

Zusammensetzung der Sorte "Katzen-Barf-Menü 2"

  • 60% Lachs
  • 30% Lammpansen
  • 2% Rinderblut
  • über 3%, bestehend aus:
    • Taurin, Seealgen, Weizenkeimöl, Bierhefe, Karottenflocken, Eierschale, Fortain

Auf der Hersteller-Webseite wird der Anteil an Karottenflocken mit 5% angegeben.

Zusammensetzung der Sorte "Katzen-Barf-Menü 3"

  • 60% Tatar
  • 20% Fisch
  • 5% Herz
  • 5% Leber
  • über 5%, bestehend aus:
    • Taurin, Seealgen, Weizenkeimöl, Bierhefe, Kalziumzitrat, Amaranth

Auf der Hersteller-Webseite wird der Anteil an Herz und Leber mit 6% angegeben, zudem ist dort auch noch 5% Rinderblut aufgeführt.

Zusammensetzung der Sorte "Katzen-Barf-Menü 5"

  • 92% Ente
  • 5% Karotten
  • 2% Lebertran
  • über 3%, bestehend aus:
    • Taurin, Seealgen, Bierhefe, Kalziumzitrat, Meersalz

Auf der Hersteller-Webseite ist die Information zu finden, dass der Entenanteil aus Fleisch, Herz und Leber bestünde.

analytische Bestandteile

Werte, welche mit "?" gekennzeichnet sind, waren auf meiner Verpackung unleserlich. Da die Analysewerte nicht auf der Hersteller-Webseite angegeben sind, konnte ich diese nicht abgleichen.

Menü 2Menü 3Menü 5
Protein14%18%14%
Fett16%14%4% (?)
Rohasche4,5%1,8%4,5%
Rohfaser0,7%0,9% (?)0,9%
Feuchtigkeit63%65%76%

Fütterungsempfehlung

Dazu sind keine Informationen abgedruckt.

Optik, Geruch und Konsistenz

eBarf Futter im Napf

eBarf Futter im Napf: Sorte 'No3'

Alle drei von uns getesteten Sorten bestehen aus mittelfein (Sorte 3) bis sehr fein (Sorte 2 und 5) gewolftem Futter, sind saftig und haben einen dezenten Geruch.

Ebarf Sorte Nummer 2 hat eine beige/grünliche Farbe, riecht dezent nach Schaf und enthält Karottenstücke sowie weiche, weiße Stückchen (siehe Detailfoto). Sorte Nummer 3 ist mittelfein gewolft und hat eine dunkelrote Farbe mit weißlich-rosafarbenen Fettstückchen. Ihr Geruch ist auf die Inhaltsstoffe Rind und Fisch zurückzuführen. Ebarf Nummer 5 hat eine leberwurstartige Konsistenz und ist beim Zerteilen eher matschig und trocken – ein Schwapp warmen Wassers hilft hier. Es hat eine rötliche Farbe, man kann sowohl Karottenstücke als auch hellere (teilweise halbtransparente) Stückchen im Futter erkennen.



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Was ist an diesem Futter meiner Meinung nach gut?

eBarf Futter in Nahansicht

eBarf Futter in Nahansicht: Sorte 'No2'

Gut finde ich, dass der Großteil des Futters aus tierischen Bestandteilen besteht und der Ballaststoffanteil nur bis zu 5% ausmacht. Ebenso gut finde ich, dass hier die natürlichen Supplemente einzeln aufgeführt sind – das ist nicht nur für Halter von allergischen Katzen gut, sondern auch für die neugierigen Halter unter uns ;) Die Wurst-Verpackung gefällt mir ebenso gut: das Futter lässt sich so gut stapeln und verstauen und nimmt nicht viel Platz im Mülleimer ein.

Bei zwei der drei Sorten weiss ich auch genau, welche tierischen Inhaltsstoffe verarbeitet wurden. Die Auswahl der Supplemente scheint größtenteils durchdacht zu sein. Die Analysewerte der einzelnen Sorten scheinen größtenteils angemessen zu sein.

Was ist an diesem Futter meiner Meinung nach weniger gut?

eBarf im Napf

eBarf im Napf: Sorte 'No2'

Ungünstig finde ich die Beschriftung der Würstchen: die Schrift ist sehr klein und dünn, sobald etwas Wasser ans Etikett kommt (also auch beim Auftauen) wird sie fast komplett unleserlich. Zudem ist die Tatsache, dass auf Etikett und Herstellerseite teilweise unterschiedliche Angaben zur Zusammensetzung zu finden sind, auch nicht unbedingt ein Pluspunkt für mich.

Schade finde ich ebenso, dass die Fisch-, Herz- und Lebersorte der Sorte drei leider nicht näher deklariert ist. Ebenso hätte ich mir gewünscht, dass die Menge der einzelnen Supplemente auch angegeben wäre. Die Beimischung von Weizenkeimöl begeistert mich ehrlich gesagt auch nicht sonderlich.

Dass in Sorte zwei ein extrem hoher Anteil an Lachs enthalten ist, finde ich fragwürdig. Auch der enorme Anteil an Pansen ist für meine Ansprüche mehr als zuviel. Die Zusammensetzung dieser Sorte lässt mich zweifeln, ob die Einstufung als Alleinfuttermittel so auch realitätsnah ist. Auch bei Sorte Nummer 3 ist mir der Fischanteil weit zu hoch. Der Entenanteil der fünften Sorte hätte für meinen Geschmack besser aufgeschlüsselt sein können.


Insgesamt finde ich es nicht so passend, dass alle Sorten fein gewolft sind und keine Stücke zum Kauen enthalten sind. Es wird zwar auf der Herstellerwebseite vom Zahnreinigungseffekt (Zitat aus den FAQs "keine Zahnsteinbildung") durch Barf gesprochen, mit dieser Konsistenz ist er jedoch wohl eher kaum zu erreichen.

Unsere Erfahrungen mit diesem Futter

eBarf im Feinkostbecher

eBarf im Feinkostbecher: Sorte 'No5'

Da ich die 500g-Packungen natürlich nicht im Ganzen verfüttern konnte, habe ich sie angetaut und in einzelne Portionen (Feinkostbecher) verpackt eingefroren. Taut man das Futter nur an, kann man es bequem und sauber aus den Plastkikwürstchen drücken. Die einzelnen Portionen habe ich dann zwischen unseren normalen Barf-Mahlzeiten gegeben. Da ich die Verdauung meiner Drei bei unseren üblichen rohen Mahlzeiten kenne, konnte ich hier Veränderungen zeitig erkennen.

Leider wurden alle drei Sorten nur mit mäßiger Begeisterung gefressen. Nur Janis hat Sorte 2 und 5 (beide nur, wenn sie mit Thunfischpulver bestäubt waren) gefressen. Von Sorte 5 hat sie leider im Anschluss Durchfall bekommen. Sorte drei wurde von allen drei Katzen (auch hier nur mit Thunfischpulver) gemocht, nach dem Fressen gab es hiervon keinerlei Verdauungsbeschwerden.


Fazit für mich:

Ich bin generell kein Fan von Fertigbarf, weil der Großteil der Produkte zweifelhaft zusammengesetzt (sie eignen sich wohl eher für Hunde als für Katzen) und/oder deklariert ist. Auch, wenn dieses Fertigbarf eines der besser zusammengesetzten ist, überzeugt es mich nicht. Ich könnte es mit einem zugedrückten Auge als unregelmäßiges "Fast Food", jedoch nicht als alleiniges Futter oder als Nebenmahlzeit empfehlen.

Mein Fazit in Kürze
Alleinfuttermittel "eBarf Menüs", Kilopreis ca. 7,18 – 10,95€
Deklaration:
 
Rohstoffe:
 
Nährstoffe:
k. A.

zuletzt überarbeitet: 16.Dezember. 2019
Aufrufe insgesamt: 10294


Über Miriam

Miriam hält Katze Janis auf dem Arm

Mein Name ist Miriam. Vor 19 Jahren zog die erste Katze bei mir ein. Dabei habe ich viele Anfängerfehler gemacht und aus ihnen gelernt. Also beschloss ich, mich durch Fachlektüre und -vorträge weiterzubilden. Das Ergebnis davon kannst du unter Anderem hier im Blog nachlesen.


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13 Antworten zu “eBarf Menüs im Test”

  1. Sylvia sagt:

    Super wieder mal und sehr aufschlußreich! ich kenne die Produkte dieser Firma und füttere meine Hunde mit deren Weidefleisch und Pansen. Für meine Katzen habe ich mich noch nicht getraut und bin sehr glücklich darüber, dass Du es getestet hast! Hat mir weitergeholfen. danke!!!

  2. VERONIKA sagt:

    ich versuch schon 3 jahre meine katze auf besseres
    futter umzustellen .ich habs jetzt aufgegeben !
    meine frage ist?
    kann ich die fertigmischung von vitaminen und mineralien das pulver um zu barfen ,wo alles drin ist .
    auch auf das nassfutter streuen ?
    damit sie wenigstens keinen mangel bekommt

    • MIRIAM sagt:

      Huhu Veronika!
      Nein, solche Komplettpulver sind nichts für fertiges Futter: ob Fertigbarf, Nass- oder Trockenfutter. Wenn du deiner Katze Alleinfuttermittel als Nassfutter gibst, brauchst du dir da bezüglich Mängeln keine Gedanken machen.

  3. Sandra sagt:

    Hallo Miriam,
    wenngleich Fertig-Barf für die “richtigen” Barfer keine Alternative darstellt (verstehe ich auch ;-) frage ich mich dennoch, ob man als Dosenöffner seiner Katze etwas gutes tut, wenn man erst einmal auf Fertig-Barf umstellt. Deine Blogger-Kollegin Andrea Frank hat ja auch das Fix-Barf getestet und das Urteil ist garnicht so vernichtend ausgefallen. Meine Frage also: Verbessere ich die Ernährung mit Fix-Barf oder kann ich dann gleich bei hochwertigem Dosenfutter bleiben?
    Ganz lieben Dank schonmal für deine Rückmeldung!
    Liebe Grüße
    Sandra

    • MIRIAM sagt:

      Huhu Sandra!
      Hmm… Schwierige Frage :D N Pauschalurteil würd ich da nicht stellen. Einerseits hängt es stark vom jeweiligen Produkt ab – manche sind einfach nur roh, aber genau so "schlecht" wie schlechtes Fertigfutter – aber natürlich auch von der eigenen Sichtweise. Für mich persönlich ist das meiste Fertigbarf nicht "besser" als gutes – oder auch weniger gutes – Dosenfutter. Das meiste ist genau so unklar deklariert oder zweifelhaft zusammen gesetzt. Oftmals bringt es auch keine Unterschiede bezüglich Wohlbefinden oder Output der Katzen. Ich sehe dann darin keinen Unterschied, wenn man dann zu Fertigbarf greift. Außer, dass man sagen kann "Ich füttere roh". Aber ich bin natürlich – das wirst du sicher gelesen haben – sehr sehr kritisch. Ich persönlich empfehle Menschen, die unsicher sind oder wenig Zeit haben, dann lieber ein Fertigsupplement, statt zu Fertigbarf zu greifen. Dann empfehle ich meist Felini Complete – weil es auch da immense Unterschiede bei den Produkten gibt.

      Was speziell das Fixbarf angeht: meiner Meinung nach zählt das schon zu den besseren Fertigbarf-Produkten, weil es einigermaßen gut deklariert, nicht "totgewolft" und auf den ersten Blick ansehnlich zusammen gesetzt ist. Mich persönlich stört, dass die einzelnen Supplemente nicht mengenmäßig klar deklariert sind. Ich verstehe allerdings aus Herstellersicht, warum das so geschieht. Aus Verbrauchersicht finde ich es dennoch schade. Da gibt es noch ein paar andere Kritikpunkte, aber ich will ja nicht zu kleinlich sein :D Mir fällt es schwer, da zu sagen "Dies oder Jenes". Zumal ich einerseits denke, dass sich beides wunderbar ergänzt, ich aber andererseits auch mit meiner (extremen) Meinung dazu sicherlich nicht der Maßstab bin – oder sein möchte ;)

      • Sandra sagt:

        Danke Miriam. Also ich dann Rohfleisch meiner Wahl nehmen und das Felini Complete dazumischen. Das wäre dann Barfen für Einsteiger ohne viel Aufwand. Wobei ich persönlich bei Fleischmischungen aus dem Barf-Shop landen würde. Und wie ich es verstanden habe, sind die eben auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Oder hast du hier eine Empfehlung? Und gibt es unter deinem kritischen Blick vielleicht auch ein Dosenfutter, welches du für Dosenöffner mit halb-ruhigem ;-) Gewissen empfehlen kannst?

      • MIRIAM sagt:

        "Nicht das Gelbe vom Ei" – auch wieder so eine Sache. "Fleischmischung" auch :D Wenn du die Pakete meinst, die nur reines Fleisch oder Innereien enthalten: kein Problem. Wenn du aber angemischte "Halbmahlzeiten" mit Fleisch, Innereien usw. meinst: das geht nicht mit Felini Complete. Selbst ohne Felini Complete ist es oft schwierig, da genaue Infos zu bekommen, damit man ne vernünftige Mahlzeit erstellen kann. Wenn du reines Fleisch meinst, kannst du aus dem Barf-Shop eigentlich alles nehmen. Problematisch wirds oft, wenn du in den Zooladen gehst und dort Fleisch von Petman oder Dibo kaufst – meiner Erfahrung nach ist die Qualität da teilweise nicht so gut und viele Katzen verschmähen das.

        Ein Dosenfutter, das ich einigermaßen empfehlen könnte? Da gibt es durchaus welche. Mir ist aber wichtig, dass meine Leser verstehen, warum ich etwas empfehle oder nicht und auch, dass sie sich selbst ein Bild machen. Darum schubse ich dich lieber in den Testbericht-Bereich und animiere dich zum lesen :D Als Tipp: unten im Footerbereich des Blogs findest du verschiedene Schlagworte. Wenn du da auf "Kauftipp" klickst, wird dir alles angezeigt, was ich persönlich als "kaufbar" oder nützlich empfehle. Darunter ist auch Futter. So kannst du deine Lektüre vielleicht etwas strukturieren ;)

  4. Sandra sagt:

    Ja, schick’ mich ruhig lesen. Meine Bequemlichkeit hast du gleich durchschaut ;-D
    Ganz lieben Dank für deine Rückmeldung – ganz toll, wie du das machst. Ein Wunder, woher du die Zeit dafür nimmst…
    Ich wünsche dir noch eine schöne Woche und grüße noch einmal herzlich!

  5. Nancy Hilgenfeld sagt:

    Hallo Miriam,
    ich heiße Nancy und meine Katze Mia. Sie ist schon älter (ich habe sie aus dem Tierheim und vermute irgendwas zwischen 15-20 Jahren).
    Nun wurde festgestellt, daß sie nierenkrank ist und ich möchte nun gern das Futter umstellen. Habe auch angefangen zu lesen, aber einer sagt so, der andere so.
    Was würdest du empfehlen? Nass futter welche Sorte? Überhaupt Trockenfutter? Vielen Dank und viele Grüße Nancy

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