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Die Katze als Sündenbock in der Diskussion ums Vogelsterben

04. Dezember 2019
Lesezeit ca.: 1 minute, 33 Sek.  
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Die Diskussion um die Katze als Problem im Vogelschutz ist nicht neu. Seit Jahren bereits flammen regelmäßig Debatten darüber auf, in wie weit die Katze am Vogelsterben beteiligt sei. In diesem Jahr haben niederländische Juristen das Thema wieder auf den Tisch gebracht. Sie fordern ein Freigang-Verbot für Katzen. Ihrer Ansicht nach sei der selbstständige, unbeaufsichtigte Ausgang der Katze der maßgebliche Faktor für die Ausrottung von Vogelarten.

Verschiedene Untersuchungen aus der Vergangenheit zeigen eindrücklich, dass dies nur in Ausnahmefällen der Fall ist. Zum Beispiel auf abgeschlossenen Inselsystemen mit bedrohten Bodenbrüterarten.

Der Mensch als Hauptverursacher

Viel größer ist der negative Einfluss des Menschen auf die Vogelpopulation. Die Obfrau der Tierombudstelle Wien, Frau Persy, erklärt auf heute.at die Zusammenhänge.

So sind Menschen vor allem aufgrund von folgenden Gründen für die Dezimierung der Vogelbestände verantwortlich:

  • Landwirtschaftliche Intensivnutzung, inkl. Pestizide: schränkt nicht nur Brut-und Lebensräume der Vögel selbst ein, sondern vor allem auch die ihrer Nahrung
  • Wiesenbewirtschaftung und Trockenlegung von Feuchtgebieten: auch hier werden Brut-und Lebensräume zerstört
  • Zu wenig Nahrung und Rastplätze für Zugvögel: Wer sich auf dem Weg ins Winterquartier nicht ausruhen und ernähren kann, überlebt die Reise nicht
  • Illegales Töten und Fangen von Vögeln: vor allem im Mittelmehrraum werden heute Millionen von Vögeln zur Nahrungsbeschaffung oder Haustierhaltung gefangen und getötet

Kastration als Tropfen auf den heißen Stein

Auch, wenn der Faktor "Mensch" beim Aussterben der Vogelpopulation die größte Rolle spielt, dürfen wir als Katzenhalter unsere Verantwortung nicht vernachlässigen. Flächendeckende Kastration von Freigängern und Streunern sind dabei ein wichtiger Teil. Glöckchen am Halsband unserer Freigänger sind da übrigens wenig hilfreich: Katzen können auch mit ihnen lautlos Beute schlagen. Gefährlich und nervig sind solche Hilfsmittel ohnehin.

zuletzt überarbeitet: 16.Januar. 2020
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Über Miriam

Miriam hält Katze Janis auf dem Arm

Ich bin 36 Jahre alt und halte seit 18 Jahren Katzen. Derzeit lebe ich mit meinen beiden Katzen Janis und Lara im schönen Ruhrpott. Meine Neugier treibt mich seit zehn Jahren dazu, mein Wissen über Katzen ständig zu erweitern. Auf diesem Blog geht es nicht nur um persönliche Erfahrungen, sondern auch um praxisnahe Tipps und die Wissensvermittlung.

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