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Testbericht

Cat Mate C300 Futterautomat im Test

Cat Mate C300 Futterautomat mit Bedienungsanleitung

Cat Mate C300 Futterautomat mit Bedienungsanleitung

31. Januar 2020
Lesezeit ca.: 5 Min., 36 Sek.   • zu den Quellen springen
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Beim letzten Sommerfest des Tierheims Gelsenkirchen habe ich uns den Cat Mate C300 Futterautomat gegönnt. Seitdem ist er hier regelmäßig im Einsatz und sorgt dafür, dass die Plüschdamen auch in meiner Abwesenheit regelmäßig Futter erhalten. Was ich von dem Gerät halte und warum das erste Mal bei einem Testbericht Blut geflossen ist, will ich euch heute erzählen.

Handlicher Futterautomat mit durchdachter Energieversorgung

Futterschale und Batteriefach des Cat Mate C300

Futterschale und Batteriefach des Cat Mate C300

Der Cat Mate C300 Futterautomat wird in Großbritannien für die Firma "Pet Mate Ltd" hergestellt. Für einen Preis von rund 40 € sind im Karton neben der Betriebsanleitung vier Teile enthalten: Unterschale, Deckel, Futterschale und Kühlakku. Mit einer Grundfläche von 24 x 24 cm und einer Höhe von 9 cm liegt der zusammengebaute Automat gut in der Hand. Dazu trägt auch sein Gewicht von etwa 800 g – inkl. Kühlakku – bei.

Für den Betrieb werden drei AA-Batterien benötigt. Da der Cat Mate C300 ganz ausgeschaltet werden kann, verbraucht er wenig Energie. So können die Batterien auch dann im Gerät verbleiben, wenn es gerade nicht verwendet wird. Der Hersteller gibt eine Batterielaufzeit von etwa zwölf Monaten an. Ein Icon im LCD-Display warnt vor schwacher Batterieleistung. Damit einmal eingespeicherte Einstellungen nicht verloren gehen, müssen die Batterien dann innerhalb einer Minute ausgetauscht werden.

Um das Sortiment abzurunden, bietet PetMate sowohl Deckel, als auch Futterschale und Kühlakkus als Ersatzteile an.

Übrigens…

Der Cat Mate C300 ist übrigens der kleine Bruder des Cat Mate C500. Letzterer bietet Platz für fünf abgetrennte Futterkammern und zwei Kühlakkus. Außerdem können vier verschiedene Fütterungszeiten einprogrammiert werden.

Einfache Einstellung und Reinigung

LCD-Display und Bedienfeld

LCD-Display und Bedienfeld – links: ausgeschaltetes Gerät ohne Deckel, rechts: eingeschaltetes Gerät mit Deckel

Zugegeben, die Betriebsanleitung ist schwer lesbar gestaltet – aber die Einstellung der Uhr- und Futterzeit ist ohnehin beinahe selbsterklärend. Mithilfe von drei Knöpfen und einem einfach gehaltenen LCD-Display ist die Bedienung des Cat Mate C300 keine Raketenwissenschaft.

Das Gerät lässt sich sowohl im 12-, als auch im 24-Stunden-Modus betreiben. Dabei sind die beiden Fütterungszeiten in 10-Minuten Schritten planbar. Ist der Cat Mate C300 eingeschaltet, zeigt er sie im Display untereinander an. Darüber lässt sich die aktuelle Uhrzeit ablesen. Dank der digitalen Zeitschaltuhr erfolgt die Fütterungszeit auf die Minute pünktlich. Mit dem aufgelegten Deckel werden die Einstellknöpfe katzensicher abgedeckt. Damit der Deckel nicht durch findige Tiere abgenommen werden kann, ist er durch zwei seitliche Knöpfe gesichert. Diese müssen gleichzeitig tief eingedrückt werden, damit der Deckel sich löst.

Deckel und Futterschale sind spülmaschinenfest. Durch die abgerundeten Ecken ist das Abspülen per Hand aber auch kein Problem. Dabei sollte die Unterschale selbstverständlich nicht in Wasser eingetaucht werden. Die zahlreichen Einbuchtungen und Ritzen in der Unterschale machen ihre Reinigung schwer. Hier hilft wohl nur vorsichtiges – und langwieriges – Schrubben mit einer kleinen Bürste. Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass sie dreckig wird, schließlich wird sie durch die Futterschale gänzlich abgedeckt.

Reinigungs-Tipp

Ich nutze für unsere Trinkbrunnen und Katzenspielzeuge eine extra (unbenutzte) Zahnbürste. Sie kommt gut in kleinere Ecken und Ritzen und erleichtert die Beseitigung von hartnäckigeren Verschmutzungen. Selbstverständlich darf sie nicht mit Zahncreme oder scharfen Reinigern in Kontakt kommen.

Lebensmittelechte Futterschalen und ungiftiger Kühlakku

Unterschale und Kühlakku

Unterschale und Kühlakku des Futterautomaten

Die Futterschale besteht aus Polypropylen (PP). Sie ist in drei Kammern mit je 330 g Fassungsvermögen eingeteilt. Jeweils eine dieser Futterkammern ist immer offen. Die beiden anderen sind durch den aufgelegten Deckel geschützt. Zur eingestellten Fütterungszeit dreht sich die Futterschale im Uhrzeigersinn und gibt die nächste Kammer frei. Dabei gibt das Gerät ein lautes Surren von sich. Ängstliche Katzen werden wohl wenig begeistert sein.

Polypropylen (PP)

Polypropylen ist ein Kunststoff, der auch für Lebensmittelverpackungen und in der Pharmazie eingesetzt wird[1]. Er enthält keine flüchtigen Weichmacher[2] und ist gesundheitlich unbedenklich.

Der Kühlakku wird unter die Futterkammern in die Unterschale des Geräts eingelegt. Er besteht aus stabilem blauen Kunststoff und ist – laut Kennzeichnung – mit ungiftiger Flüssigkeit gefüllt. Damit er auch wirklich schön kühl ist, kann er eingefroren werden. Meiner Erfahrung nach hält er dann etwa zehn Stunden, bis er langsam wieder auf Zimmertemperatur zurückgeht.

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Sicherheit nicht ganz durchdacht

Holzstab wird eingeklemmt, kann nur mit Gewalt herausgezogen werden

Sicherheitstest in Bildern: das Holzstäbchen wird eingeklemmt und kann nur mit Gewalt herausgezogen werden

Ein Pluspunkt des Cat Mate C300 ist die Möglichkeit, das Gerät fest auf einer Unterlage – z. B. einem Holzbrett – zu montieren. Dazu sind in der Unterschale extra Schraubenlöcher und Halteclips angebracht. So können auch kräftige Katzen nichts herumschieben oder umkippen. Die vier an der Unterseite angebrachten Gummifüßchen halten nämlich leider keiner wirklich ernsthaften Schiebeattacke stand.

Auch, wenn alle Ecken des Geräts abgerundet sind, zeigte sich bei meinem Test eine meiner Meinung nach gravierende Sicherheitsschwachstelle: dreht sich die Futterschale, um eine neue Kammer freizugeben, kann die Trennwand in Verbindung mit dem Deckel Pfoten oder Finger schmerzhaft einquetschen. Es ertönen zwar mehrere Warntöne, jedoch dreht sich die Futterschale ungehindert weiter. Und das so lange, bis sie Pfote oder Finger fest gegen den Deckel drückt.

Da unser Deckel an der unteren Kante leider auch recht scharfkantig war, habe ich beim Herausziehen des Fingers ein ordentliches Stück Haut eingebüßt. Ich kann euch sagen: So ein blutender Finger macht sich beim Testen nicht so gut ;)

Für den zweiten Sicherheitstest (siehe Bild) habe ich die untere Kante des Deckels mit Schleifpapier entgratet. Dennoch zeigt das Bild deutlich, wie viel Gewalt nötig ist, um ein einmal eingeklemmtes Holzstäbchen wieder zu befreien. Ich möchte nicht wissen, wie schmerzhaft das für kleine Katzenpfoten ist… Und wie man sie aus dem Gerät befreit, ohne die Katze noch mehr zu verletzen – sofern sie denn dazu still hält.

Fazit für mich

In meinen Augen punktet der Cat Mate C300 durch einfache Bedienung und Reinigung. Auch die digitale Zeitschaltuhr und das übersichtliche Display sind toll. Dabei kann das Gerät auch in Haushalten mit rabiaten Katzen eingesetzt werden: schließlich ist die Montage auf festen Unterlagen bereits ab Werk erleichtert. Allerdings besteht bei unserem Model eine extrem hohe Verletzungsgefahr. Pfötelkatzen und Kitten sollten lieber von diesem Gerät ferngehalten werden.

Mein Fazit in Kürze
Futterautomat "Cat Mate C300", Preis 31,99 – 41,99 €
Bedienung
 
Sicherheit
 
Reinigung
 

zuletzt überarbeitet: 30.Januar. 2020
Aufrufe insgesamt: 3264


Über Miriam

Miriam hält Katze Janis auf dem Arm

Ich bin 36 Jahre alt und halte seit 18 Jahren Katzen. Derzeit lebe ich mit meinen beiden Katzen Janis und Lara im schönen Ruhrpott. Meine Neugier treibt mich seit zehn Jahren dazu, mein Wissen über Katzen ständig zu erweitern. Auf diesem Blog geht es nicht nur um persönliche Erfahrungen, sondern auch um praxisnahe Tipps und die Wissensvermittlung.

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