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“Die Ansprüche im Tierschutz sind viel zu hoch! Die wollen gar nicht vermitteln…” – Die andere Seite der Medaille

Ein typisches Beispiel...

Ein typisches Beispiel...

02. Oktober 2020
Lesezeit ca.: 12 Min., 38 Sek.  
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4 Kommentare

In Foren und sozialen Medien werden eigene Erfahrungen zu verschiedenen Tierschutzvereinen ausgetauscht. Darunter finden sich nicht selten auch sehr negative Aussagen. Manchmal zurecht. Manchmal aber auch zu unrecht. Und letztlich sind einige dieser "Erfahrungen" auch einfach erlogen oder verbogen. Nicht nur, dass solche Geschichten dem jeweiligen Tierschutzverein böse schaden können, sie schaden auch zukünftigen Interessenten und den Tieren. Sehr sehr oft haben sie auch eine zweite Seite, die die Öffentlichkeit nie erfährt. Darüber möchte ich heute schreiben.

Social Media als Rufmordzentrale

Screenshot beleidigende Kritik an Tierheim

Daher weht der Wind: kein Gassigänger geworden, also das Tierheim beschimpfen

Heutzutage ist der Austausch von Erfahrungen mit der ganzen Welt möglich. Foren und soziale Medien machen es uns ganz einfach. Es ist bequem geworden, sich anonym über Jeden so richtig auszulassen. Das nutzen auch Menschen, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, die eigene Fehler nicht eingestehen können oder die keine guten Absichten haben.

Was einmal ins Internet findet, ist in den Köpfen der Menschen. Dabei ist es völlig egal, ob es der Wahrheit entspricht oder gar wichtige Hintergrundinformationen – bewusst oder unbewusst – außen vor lässt.

Nicht alles, was erzählt wird, zeigt die volle Wahrheit

Screenshot Tierheimleiterin antwortet auf unberechtigte Kritik

Wenn die öffentliche Erzählung des Interessenten zwei Seiten hat…

Denn manchmal geht es gar nicht darum, die Wahrheit zu erzählen. Manchmal möchte so mancher Mensch auch einfach nur Dampf ablassen. Einen Sündenbock finden, damit er sein eigenes Verhalten nicht reflektieren muss. Dazu gibt es zahlreiche Beispiele. Leider springen dann Unbeteiligte unüberlegt auf diesen Zug auf. So auch bei der Geschichte, die mir sehr im Gedächtnis geblieben ist, weil sie mir eine Menge Wut beschert hat.

Eine Person prangerte an, dass ein ganz bestimmter Tierschutzverein ohne Not und Einspruchsmöglichkeiten ihr geliebtes Tier vermittelt hätte. Zudem würde er sich weigern, den aktuellen Aufenthaltsort preiszugeben, damit die Person endlich das Tier zurückholen könne. Dabei sei das Tier nur für ein paar Tage zur Urlaubsbetreuung in der Obhut des Vereins gewesen. Als die Person aus dem Urlaub zurückgekommen sei, wäre das Tier unauffindbar gewesen.

Der Tierschutzverein hätte die Person einfach nur wortkarg hinausgeworfen und keinerlei Angaben machen wollen.

Emotionen wirken und bleiben im Gedächtnis

Screenshot Tierschutzverein antwortet auf unberechtigte Kritik

Auch hier scheint es zwei Sichtweisen eines Gesprächs zu geben…

Der Horror für jeden Tierbesitzer! Wer das liest, stellt sich vor, was wäre, wäre er selbst in dieser Situation. Angst mischt dabei mit. Aber vor allem Wut, Zorn und Hass! Wie kann ein Tierschutzverein so etwas machen? Das habe ich mich auch gefragt. Bis ich aus sicherer Quelle erfahren habe, wie die Geschichte wirklich ablief:

Das Tier war durch das Veterinäramt eingezogen und zur Unterbringung in die Obhut des Vereins gegeben worden. Der Halter hätte einmal nachgefragt und die Auskunft erhalten, dass das Vet-Amt zuständig sei. Dieses hat den Verein letztlich nach eingehender, wochenlanger Prüfung angewiesen, das Tier zur Vermittlung freizugeben. Was er auch tat. Denn das Tier war im alten Zuhause misshandelt und vernachlässigt worden.

Natürlich ist es mit Gesetz und Moral nicht vereinbar, dem alten Halter die Adresse des neuen Halters zu geben. Zumal der alte Halter zu jeder Zeit durch das Vet-Amt über den Stand der Dinge informiert worden war und jederzeit hätte Einspruch einlegen können. Was er zu keinem Zeitpunkt tat.

Allerdings hatte der Halter wohl "vergessen" all diese Dinge bei der Schilderung seiner Geschichte zu erwähnen. Was bleibt, ist eine ungeheure Wut bei allen, die diese Lügen gelesen haben. Denn die wahre Geschichte aufdecken kann der Verein aus vielerlei Gründen nicht.

Richtigstellung aufgrund von Datenschutz, Privatssphäre und Angst vor Jobverlust oft nicht möglich

Screenshot zu unwahren Gerüchten über einen Tierschutzverein

Wenn der öffentliche Leserbrief viele Menschen erreicht – aber leider voller Unwahrheiten ist

Denn da gibt es auch Datenschutzgesetze zu beachten. Schließlich ist die Privatsphäre solcher Menschen ebenso schutzwürdig. Außerdem ginge eine solche Richtigstellung auch mit einem gewissen Image- und Vertrauensverlust einher. Viele Menschen würden wohl befürchten, dass auch ihre (vielleicht harmlosere) Geschichte in der Öffentlichkeit breit getreten würde. Oder dass auch die andere Seite die Wahrheit verdrehen könnte.

Letztlich sind Tierpfleger und Tierschutzmitarbeiter zum Teil auch festangestellt. Da geht es dann auch um die nackte Existenz. Logischerweise duldet kaum ein Chef es, wenn Interna nach außen getragen werden. Da hält man dann mal lieber den Mund und versucht den unberechtigten Shitstorm zu ignorieren. Manchmal stehen solchen Richtigstellungen auch laufende polizeiliche oder veterinäramtliche Untersuchungen im Weg.

Verhalten und Ansprüche der Interessenten sind auch Absagegrund

Screenshot zu unwahren Gerüchten über ein Tierheim

Wenn Interessenten sich unmöglich benehmen sind trotzdem die Tierheime schuld

Das gilt ebenso für das Verhalten so mancher Interessenten. Es gibt scheinbar nichts, was viele Tierschutzmitarbeiter nicht schon einmal erlebt hätten. Der sonntägliche Besuch mit der ganzen Familie nur zum Gaffen – Tierheim verlangt nicht wie der Zoo Eintrittsgeld – ist da noch das harmloseste. Da wird gebrüllt, geklaut, gepöbelt, da werden Tiere angegrabscht und unerlaubt gefüttert. Natürlich weiß es der zukünftige Interessent auch besser als das Tierpflegepersonal, wenn es um das Verhalten und die Haltung der Tierheimtiere geht. So dreist das anmutet: das ist tatsächlich Alltag.

Und nur wenige Tierschutzmitarbeiter reden Tacheles, wenn ihnen der Kragen platzt. Wird der Bogen überspannt, grummeln sie vielmehr fast immer in sich hinein. Denn Menschen kennen andere Menschen, erzählen Dinge weiter, sind potentielle Spender. Das eigene Verhalten wird dabei nie als Grund für Absage oder Unfreundlichkeit des Gegenübers angegeben. Nein, die Mitarbeiter sind schuld. Schließlich sind die einfach nur alle unwissend, inkompetent und unfreundlich.

Und wir wissen alle: ohne Spenden sind fast alle Tierschutzvereine dem schnellen Untergang geweiht. Wer ist dann für die Tiere da? – Also lieber den Mund halten, ohne ausführliche Begründung absagen und weiter für die Tiere da sein. Denn die brauchen das und können nichts dafür.

Interessenten sind Bewerber, keine Befehlshaber

Screenshot Kritik an Tierheim

"Wird an mich kein Tier vermittelt, können die Tierheime ja nicht voll sein"

Viele Interessenten kommen auch mit der Haltung "Ich bin jetzt da, ich nehme euch endlich was Lästiges ab!". Gönnerhaft, aber total unrichtig. Denn letztendlich sind sie nur Bewerber. Bewerber um ein lebendes Tier, das ganz eigene Bedürfnisse hat. Bewerber um ein Tier, das vielleicht monatelang gepflegt und therapiert wurde. Das den Pflegern und Helfern ans Herz gewachsen ist. Es ist nicht lästig! Und wird schon gar nicht jedem Erstbesten nachgeworfen.

Allein schon eine solche Einstellung disqualifiziert Interessenten in meinen Augen auf der Stelle. Denn in vielen Privathaushalten haben es Tiere deutlich schlechter als in so manchem Tierheim, bei so mancher Pflegestelle.

Tierschutzvereine dürfen da leider oft nicht so wählerisch sein. Stattdessen klären sie auf und versuchen Kompromisse zu finden zum Wohl des Tieres. Da wird vielleicht auch einmal mit einem nur halb-guten Bauchgefühl vermittelt. Einfach, weil es in manchen Fällen nicht anders geht. In leider vielen Fällen wird dieses Bauchgefühl aber im Anschluss bestätigt.

Bauchgefühl oft über Jahre trainiert, Vertrauen massiv missbraucht

Screenshot Erfahrungen einer Tierschutzmitarbeiterin

Menschliche Abgründe – wer kann seinem Gegenüber in den Kopf schauen, dass er anders ist?

Tierschutzmitarbeiter holen hilfebedürftige Tiere aus den schlimmsten Lagen. Halb verhungert, tot krank, misshandelt, vernachlässigt, ausgesetzt… Sie päppeln mit viel Liebe auch das aggressivste Tier wieder in einen lebenswerten Zustand. Und das tagtäglich, mitten in Deutschland. Da kann man schonmal anfangen, Menschen zu hassen. Zumindest aber schärft es den Blick für Menschenkenntnis, erhöht einfach die Vorsicht.

Denn Tierseelen kann man nicht wie einen Fernseher reparieren. Manche Wunden bleiben ewig. Das möchten viele Tierschutzmitarbeiter den Tieren einfach ersparen. Darum verfahren sie nach dem Motto "better safe then sorry".

Ja, so manche Absage trifft vielleicht den falschen Menschen: denjenigen, der sich wirklich Mühe gibt und alles "richtig" machen würde. Niemand ist perfekt, Niemand kann in andere Köpfe oder in die Zukunft schauen. Da sagt man lieber einmal zu viel ab als einmal zu wenig. Traurig und schade für den Interessenten, aber vielleicht besser fürs Tier.

Manche Interessenten disqualifizieren sich von allein, bei Manchen braucht es erst eine Enttäuschung

Screenshot zu unwahren Gerüchten über ein Tierheim

Hier ist mal nicht auf falsche Gerüchte reingefallen, sondern hat selbst geschaut

Interessenten sind keine homogene Menschengruppe. Die Ansprüche, Wünsche und Lebensumstände jeder einzelnen Person sind unterschiedlich. Darauf müssen Tierschutzmitarbeiter Rücksicht nehmen. Und diese Informationen mit den Tieren, ihrem Charakter und ihren Bedürfnissen abgleichen. Die Frage, ob das Tier zu dieser Person passt, ob diese Person dem Tier gerecht werden kann, ist dann das Leitmotiv. Leider verstehen das nur wenige Interessenten.

Da kommen hochbetagte Menschen, die unbedingt ein Einzelkitten kaufen wollen. Denn das bringt ja wieder "Leben ins Haus". Oder die Person, die nach "Ersatz" für ihr verstorbenes Tier sucht und schon beim Eingangsgespräch unterschwellig klar macht, dass das neue Tier immer mit dem Verstorbenen verglichen werden wird.

Da sind Halter, die sich strikt weigern, Fenster und Balkone abzusichern, weil das "nicht schön" aussieht und Geld kostet. Außerdem sei jawohl keine Katze "so blöd" da herunterzufallen. Und wenn doch, landet sie ja eh auf ihren Pfoten.

Schutzverträge schützen auch nicht immer: Wenn die Abgabe schief geht

Screenshot Kritik an Tierheim

Weil das Tierheim seine Tiere schützen und nicht an eine stark befahrene Straße vermitteln will, ist es schlecht und will gar nicht vermitteln…

Ist diese innere Einstellung der Interessenten zum Zeitpunkt der Vermittlung nicht klar, kann es passieren, dass das Tier dorthin vermittelt wird. Und leider wird dann zu irgendeinem Zeitpunkt immer klar, dass das nicht gut geht. Das Tier leidet. Ob es dann das Glück hat, wieder zum Tierschutzverein zurückzukommen – zur Not auch nach vertraglicher Durchsetzung – oder das Tier im unzureichenden Zuhause versauert, ist scheinbar Glückssache.

Denn: egal, wie gut ein Schutzvertrag auch aufgebaut ist, er verhindert nicht, dass das Tier in falsche Hände gerät und garantiert auch nicht, dass der Tierschutzverein das Tier zurückholen kann. Oftmals sind Druck durch einen Anwalt, durch ein Gericht oder das Veterinäramt nötig. Solche Verfahren ziehen sich aber eine lange Zeit. Eine Zeit, in der das Tier leidet.

So zum Beispiel bei den Interessenten, die bei der Vorkontrolle hoch und heilig versprochen hatten, den Balkon noch zu sichern. Die das aber nicht taten. Die Folge war eine abgestürzte Katze mit kompliziertem Beckenbruch. Da die neuen Halter aber wenig Geld hatten, bliebt das Tier tagelang unbehandelt. Bis der vermittelnde Verein das Tier unter Flehen zurückbekam und behandeln "durfte".

Manche Halter setzen ihr Tier dann lieber direkt aus, um sich nicht die Blöße geben zu müssen "damit" unter die Augen der Tierschützer zu treten und sich vielleicht rechtfertigen zu müssen. Gleich Einschläfern scheint übrigens auch ein Weg, so ein "Problem" zu lösen. Vertrag hin oder her.

Oder auch die Halter, die ihr neues Familienmitglied nach zwei Tagen mit den Worten "Die kuschelt nicht" zurückgegeben haben. Ein "Die kuschelt zuviel" ist übrigens für manche Menschen auch Grund, das Tier schnellstmöglich wieder loszuwerden.

Wenn wichtige Hinweise ignoriert werden

Vereine, die sich auf die Vermittlung von Auslands-Straßenhunden spezialisiert haben, können ein Lied davon singen. In fast allen Fällen ist die Doppelsicherung durch Halsband + Leine und Sicherheitsgeschirr + Leine vonnöten. Außerdem auch ein langsames und behutsames Gewöhnen an den Straßenverkehr, an den normalen Alltag. In dieser Zeit sollte der Hund nicht abgeleint werden, weil er in Panik davonrennen könnte. In der Regel machen diese Vereine das auch jedem einzelnen Interessenten ausführlich klar.

Dennoch ist die Zahl derer die dagegen verstößt so unglaublich hoch, dass es zum Verzweifeln ist. "Aber der war doch so brav und hat gar nicht ängstlich geguckt". Bis er – abgeleint oder ohne Doppelsicherung – abgehauen oder vors nächste Auto gelaufen ist. Das ist natürlich auch Schuld des vermittelnden Vereins: entweder hat er die Anweisung zu wenig oft oder gar nicht wiederholt. Hätte man ja klar machen können. Jetzt ist der Hund tot, da hatte der Verein wohl recht. Sorry dafür! Bekomme ich jetzt nen anderen Hund? Nein? Sch*iss Verein!

Allergische und unverträgliche Tiere sind auch so ein Fall. Auch, wenn die Interessenten genau erklärt bekommen, was das Tier nicht fressen sollte – das heißt noch lange nicht, dass sie sich daran halten. "Sie hat doch so süß gebettelt". Ja, und jetzt hat sie sich halt blutig gekratzt und wir wissen auch nicht weiter. Könnt ihr helfen oder das Tier zurücknehmen?

Das Leben außerhalb der eigenen Filterblase: nicht alle Menschen sind so, aber leider viel zu viele

Nein, natürlich sind nicht grundsätzlich alle Interessenten so. Und natürlich gibt es auch Vereine, die es mit den Vermittlungsvorgaben objektiv betrachtet wirklich übertreiben. Aber: letzteres ist nicht die Regel, Ersteres aber leider doch. Jemand, der hier beispielsweise mitliest, ist an artgerechter Haltung interessiert. Diese Person kann sich in der Regel einfach nicht vorstellen, welche ungeheuren Abgründe an menschlichem Verhalten es Tieren gegenüber gibt. Oder dass diese Abgründe sich tagtäglich für Tierschutzmitarbeiter auftun.

Ignorante, egoistische und dumme Menschen sind leider die Regel. Das Tierwohl steht bei ihnen nicht an erster Stelle. Tatsächlich verliert es schnell an Bedeutung, wenn Geld, Geduld oder Arbeit ins Spiel kommen sollten.

Zum Glück sind nicht alle Menschen so. Wir sollten aber nie vergessen, dass wir hier in unserer Filterblase die Ausnahme sind. Wer kann nach ein oder zwei kurzen Vermittlungsgesprächen mit Sicherheit sagen, wer noch die Ausnahme ist? Tierschutzmitarbeiter jedenfalls nicht. Denn Niemand kann das sagen. Hier helfen nur einigermaßen gute rechtliche Absicherung, Aufklärung und Bauchgefühl.

Verständnis haben, Absagen nicht persönlich nehmen

Screenshot Kritik an Tierheim

Durch die Antwort auf ihre Mail war die angebliche Unfreundlichkeit dann doch Freundlichkeit – wenigstens hat die Person das Missverständnis aufgeklärt. Die schlechte Bewertung bleibt jedoch…

Und wenn das Bauchgefühl mal dazu führt, dass jemand wirklich unberechtigterweise abgelehnt wird: nicht persönlich nehmen. Es geht letztlich nur darum, ob das Tier zu uns und unseren Lebensumständen passt. Vielleicht sind wir für ein anderes Tier, mit anderen Bedürfnissen das bessere Zuhause. Vielleicht gibt es auch gar keinen logischen Grund, denn vielleicht hat der Bauch unseres Gegenübers nur sehr stark gegrummelt.

Nicht vergessen: Jeder, wirklich Jeder meint, er wäre zu Unrecht abgelehnt worden: die Vorzeigekatzenmama und auch der Tierquäler. Sie alle sehen nur ihre Seite. Der Tierschutz muss alle Seiten sehen.

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zuletzt überarbeitet: 02.Oktober. 2020
Aufrufe insgesamt: 2015

Über Miriam

Miriam hält Katze Janis auf dem Arm

Mein Name ist Miriam. Vor 19 Jahren zog die erste Katze bei mir ein. Dabei habe ich viele Anfängerfehler gemacht und aus ihnen gelernt. Also beschloss ich, mich durch Fachlektüre und -vorträge weiterzubilden. Das Ergebnis davon kannst du unter Anderem hier im Blog nachlesen.


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4 Antworten zu ““Die Ansprüche im Tierschutz sind viel zu hoch! Die wollen gar nicht vermitteln…” – Die andere Seite der Medaille”

  1. Julia sagt:

    So jemanden kannte ich auch mal..
    Ich wollte mich im örtlichen Tierheim umschauen und mir wurde mit Unterdruck abgeraten. Warum?
    Weil diese Person aus dem Tierheim keinen Hund aufnehmen durfte. Gewünscht war ein Jack Russel Welpe.
    Zum Verständnis: Diese Person war brechend faul, stark übergewichtig, kleine Wohnung, doofe Lage, keine Erfahrung, keinen Willen sich zu informieren und lebte finanziell am Existenzminimum.
    Aber das pöse pöse Tierheim!
    Letztlich hat sie sich dann einen Vermehrerwelpen (Dackel-Jack Russel Mischling) geholt, mit denen sie zeitlebens 3x am Tag um den Block gegangen ist als “Spaziergang”.
    Mir tut heute noch was Herz weh. Aber das ist auch die gleiche Trulla, die ihre Katzen zur “Zähmung” zwangsgekuschelt hat, Kaninchen und Meerschweinchen gemeinsam ohne Artgenossen gehalten hat oder immer von einem (!) “karottenfarbenden Kanarienvogel” geträumt hat, weil sie schon mal so einen hatte und der ja sooo zahm war.

    Schade, dass man in solchen Fällen nicht gleich ein (vorübergehendes) Tierhalteverbot auferlegen kann.

    • MIRIAM sagt:

      Es macht mich schon wütend das zu lesen, Julia. Aber ja, solche Leute kenne (*hust* kannte *hust*) ich auch. Ich finde es unglaublich traurig und schade für die Tiere, dass solche egoistischen Menschen von irgendwoher dann doch ein Tier bekommen. Nicht immer haben sie das Glück, den Weg in den Tierschutz oder zu einem Tierliebhaber finden.

  2. Silke Wankum sagt:

    Liebe Miriam,
    wir sind der Tierschutzverein Sieben Leben e.V. und finden deinen Artikel ganz wundervoll. Endlich wird auch mal die andere Seite beleuchtet, gegen die wir manchmal so machtlos sind. Wir wollten einmal anfragen, ob wir diesen Artikel oder deine
    Seite auf unserer Homepage und Facebook-Seite verlinken dürfen? Wir würden es sehr begrüßen und bedanken uns für deine Rückmeldung hierzu.
    Viele Grüße
    Silke vom Sieben Leben Team

    • MIRIAM sagt:

      Huhu Silke!
      Mir war das Thema unglaublich wichtig und weiß, dass viele Vereine und Mitarbeiter darüber nicht reden dürfen / können / wollen. Also nutze ich hier sehr gerne meinen Vorteil, dass ich offiziell keinem Verein angehöre und daher meine deutlichen Worte auf Niemanden negativ zurückfallen können 😉

      Sehr gerne gebe ich alle meine Inhalte – ob Blog oder Info-Seite – zum Teilen und Verlinken frei. Dazu braucht es allerdings auch keine Erlaubnis durch mich. Ich freue mich immer, wenn meine Texte Menschen erreichen und beschäftigen. Lediglich das Kopieren und Weiterverwenden meiner Inhalte erlaube ich nicht – aber das habt ihr ja ohnehin nicht vor.

      Liebe Grüße und danke für eure Arbeit zum Wohl der Tiere!
      Miriam

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