Testbericht

Haustierkamera PetTec “Snoop Cube” im Test

Snoop Cube Haustierkamera von PetTec

Snoop Cube Haustierkamera von PetTec

12. April 2019
Lesezeit ca.: 15 Min., 9 Sek.  
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Hinweis: Dieses Produkt wurde mir vom Hersteller kostenlos zum Testen überlassen.

Was machen meine Haustiere, wenn ich weg bin? Diese Frage haben wir uns wohl alle schonmal gestellt. Manchmal kann eine Überwachung aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll sein, manchmal auch, um Verhalten zu dokumentieren. Und ja, manchmal sind wir einfach nur neugierig oder unsicher. Seit einigen Wochen darf ich nun die Haustierkamera "Snoop Cube" der Marke PetTec mein Eigen nennen. So kann ich auch unterwegs immer live sehen, was zuhaus gerade vor sich geht. Heute möchte ich meinen Eindruck der Kamera mit euch teilen. Der Bericht fällt sehr ausführlich aus, weil ich der Meinung bin, die Entscheidung für eine bestimmte Haustierkamera hängt von vielen Faktoren ab.

Eins vorweg: Wenn ihr eine Haustierkamera aufstellt, macht Besucher und auch Katzensitter darauf aufmerksam, dass in euren vier Wänden gegebenenfalls gefilmt wird! Sofern ihr nur die eigene Wohnung filmt, ist das rechtlich kein Problem. Teilen und Veröffentlichen darf aber nur mit Erlaubnis aller abgebildeten Personen erfolgen!

Vorab: 5 Sicherheitstipps für den Gebrauch von Heimtierkameras

Die PetTec-App bietet einige wichtige Sicherheitsfeatures, dennoch könnt ihr noch ein wenig mehr tun. Auch, wenn es nie 100%ige Sicherheit geben kann, können die folgenden Tipps helfen, das Risiko von unerwünschten Zuschauern extrem zu minimieren – denn viele Sicherheits-Schwachstellen liegen im eigenen Heimnetzwerk.

  • Sichert euer WLAN-Netzwerk nach neuestem Stand der Technik ab (WPA2 nicht WEP-Verschlüsselung, WPS abschalten), ändert die werksseitigen vorgegebenen Einlogg-Daten (auch den Namen des Netzwerks!)
  • Ein spezieller Gastzugang (der bei Bedarf an- und abgeschaltet wird) und Erlaubnis zum Einloggen nur für bestimmte IP-/MAC-Adressen im Netzwerk können ebenfalls ratsam sein
  • Verwendet starke Passwörter (Buchstaben, Zahlen, Groß- und Kleinschreibung, Sonderzeichen, mindestens 12-20 Stellen lang) in Router und App, gebt diese nicht an andere Personen weiter und wechselt sie in regelmäßigen Abständen
  • Achtet auf aktuelle Software-Versionen für Router (Firmware, automatisches Update) und Snoop Cube App
  • Schaltet die Kamera/den Router ab bzw. trennt die WLAN-Verbindung (z.B. über die App), wenn sie nicht benötigt werden

Snoop Cube: Lieferumfang, Hersteller und Preis

Die Snoop Cube (übersetzt "Schnüffel Würfel") ist eine Haustierkamera der Marke "PetTec", hinter der die berliner Firma Ströer Products GmbH steckt. Die Kamera kostet derzeit 79,95€. Über die Herstellerwebseite kann ein 10%-Rabatt-Code erworben werden. Im Lieferumfang sind neben der eigentlichen Kamera ein 2m langes USB-Netzkabel, ein Netzstecker und ein Anleitungsheftchen enthalten. Dieses Heft beschreibt auf Deutsch und Englisch die ersten Schritte mit der Kamera. Zusätzlich werden noch eine Montageplatte, Dübel, Schrauben und Klebeflächen zum Anbringen der Kamera mitgeliefert. Eine Speicherkarte (Mikro-SD) ist nicht enthalten, sie wird aber auch nicht zwingend benötigt.

Maße und Energieversorgung der Snoop Cube Pet Cam

Der kleine schwarze Würfel misst 6,35 x 6,35 x 5,7cm und wiegt etwa 180 Gramm. Zur Stromversorgung wird die Kamera mit einem Mikro-USB-Kabel+Netzstecker ans Stromnetz angeschlossen. Wird der Netzstecker abgezogen, schaltet sich die Kamera aus. Sie kann auch über die dazugehörige App an-/abgeschaltet werden. Ebenso ist es möglich, einen Ruhemodus (Start- und Endzeit, Wochentage) über die App festzulegen.

Besondere Highlights

Die Snoop Cube Haustierkamera bietet (in Verbindung mit der App) zahlreiche interessante Features:

  • Tag- und Nachtsicht: Nachtsicht bis 10m (Infrarot)
  • Bewegungs- und Geräuscherkennung: je 3 verschiedene Modi, sofortige Alarmbenachrichtigungen über E-Mail oder Push-Nachrichten
  • Mikrofon und Lautsprecher
  • 120° Sichtfeld, um 350° schwenk- und neigbar, digitaler Zoom, H.265 Format
  • Kamera-Auflösung: 1080p HD Auflösung (auch SD möglich), 30 fps, CMOS, full Color
  • gratis App ("PetTec Snoop Cube App") zur Steuerung: kann über Google Play Store (Android) oder Apple Store (IPhone iOS) bezogen werden
  • Eine Speicherung von Videos und Fotos ist sowohl auf einem verbundenen Mobilgerät als auch auf einer Mikro-SD-Karte (bis zu 128GB, Klasse 10 oder höher) in der Kamera möglich. Ein kostenpflichtiges Abonnement eines Cloud-Speichers des Herstellers ist im Gegensatz zu manch anderer Haustierkamera nicht nötig.
  • Verbindung über 2,4GHz (5GHz-Netzwerke können umgestellt werden)
  • Kamera kann frei aufgestellt oder mithilfe der mitgelieferten Befestgungsmaterialien an Wand oder Decke montiert werden (Schrauben oder Klebeflächen)

Das Snoop Cube Kameragerät

Auf der Vorderseite des schwarzen Würfels befindet sich seitlich das Kameraauge, welches von unten nach oben im 350°-Radius neigbar ist. Ist die Kamera eingeschaltet, leuchtet ein rotes Licht über dem Kameraauge. Wird die Kamera ausgeschaltet, neigt es es nach unten, um beim Einschalten wieder hochzufahren. Auf der Unterseite befinden sich USB-Anschluss, Mikro, Lautsprecher, Mikro-USB-Kartenslot und Resetknopf. Die kleine LED zeigt den Status der WLAN-Verbindung an (rot oder blau). Unter der Kamera ist ebenso eine Platte angebracht, die das Schwenken ermöglicht. Mithilfe dieser Platte und den beigelegten Befestigungsmaterialien kann die Kamera nach Wunsch an Wand oder Decke angebracht werden.

Die Snoop Cube App

Um die kostenlose Snoop Cube App auf Android- oder iOS-Geräten zu installieren, ist nur das Abscannen des QR-Codes im Beschreibungsheftchen nötig. Alternativ kann die App auch über die Suchfunktion in den jeweiligen Stores gefunden werden. Verschiedene Signaltöne und Änderungen der Status-LED an der Kamera geben Aufschluss darüber, ob die Kamera mit der App verbunden ist. Um ein Benutzerkonto anzulegen, muss eine Registrierung in der App erfolgen. Zu diesem durch Passwort geschützten Benutzeraccount wird nach Anweisung der App die jeweilige Kamera hinzugefügt. Dies kann auf zwei Arten geschehen: entweder durch Scannen eines in der App angezeigten QR-Codes mit der Kamera oder durch WiFi-Verbindung.

Die App bietet zahlreiche Möglichkeiten der Kamerabedienung, die teilweise mehrfach über verschiedene Menüs aufgerufen werden können. Auf dem Startbildschirm besteht zunächst die Möglichkeit, das eigene Benutzerkonto zu bearbeiten, verbundene Kameras zu bedienen, Benachrichtigungen oder die eigene Freundesliste zu verwalten. Ebenso können Einstellungen für Signaltöne, Videos und Fotos vorgenommen werden. Auch die Versionsnummer, eine Feedbackmöglichkeit und Informationen über den Hersteller sind im Startmenü einsehbar.

Im Benutzerkontomenü ist unter Anderem eine Passwortänderung und das Abmelden des Kontos möglich. Die Änderung von Profilfoto und Benutzername geschieht ebenfalls hier.
Unter "mein Gerät" befinden sich mehrere Untermenüs. Zunächst gelangt man in die Übersicht der mit der App verbundenen Kameras. Bei Klick auf die jeweilige Kamera kann der Liefview- oder Wiedergabemodus ausgewählt werden. Rechts oben können weitere Einstellungen für die jeweilige Kamera vorgenommen werden: z.B. Löschen oder Umbenennen der Kamera, Einstellungen für Aufnahmen, Alarme, SD-Karte usw.

Der Live-Modus der jeweiligen Kamera bietet zudem noch einmal zahlreiche Möglichkeiten: Bewegungsalarm an/aus, Kamera an/aus, Ruhemodus, WLAN-Abschaltung, Teilenfunktion. Durch Wischen mit den Fingern lässt sich die Kamera zoomen, schwenken und neigen. Im Live-Fenster werden Uhrzeit und Datum ebenso wie der Akkustand der Kamera angezeigt. Auch die Qualitätseinstellung der Videoaufnahme (SD oder HD) ist hier auswählbar. Weitere vier Schaltflächen machen es möglich, Video- oder Fotoaufnahmen direkt aus dem Livevideo zu machen, das Mikro oder den Lautsprecher zu benutzen. Im Wiedergabemodus können aufgezeichnete Videos zu Alarmen angeschaut werden. Auch hier sind mehrere Funktionen auswählbar.

Das Untermenü "Freunde" ist ebenfalls vom Startbildschirm aus erreichbar. Hier können Freunde mithilfe ihrer im Benutzerkonto hinterlegten E-Mail-Adresse hinzugefügt oder gelöscht werden. Wird eine Freundschaftsanfrage angenommen, so hat der jeweilige Freund beschränkten Zugriff auf die freigegebene Kamera. Dieser Zugriff muss separat erlaubt und kann jederzeit mit einem einfachen Klick wieder abgebrochen werden. Ein Freund mit Zugriff auf eine Kamera kann diese schwenken, neigen, Aufnahmen machen, Mikro und Lautsprecher nutzen. Ebenso kann er Alarmmeldungen bei Bewegung oder Geräuschen erhalten. Er kann Kamera und WLAN jedoch nicht an-/oder abschalten oder den Ruhemodus aktivieren.

Sicherheit

Die Sicherheitsvorkehrungen durch den Hersteller fangen schon bei der Registrierung eines passwortgeschützten Nutzerkontos in der App an. Ein Kamera-Zugriff ohne installierte App ist nicht möglich. Um eine Kamera zum Konto hinzuzufügen, müssen sich Kamera und das Mobilgerät, auf dem die App installiert ist, im selben WLAN-Netzwerk befinden und eingeloggt haben. Das gleichzeitige Einloggen ins Master-Benutzerkonto von zwei Mobilgeräten aus ist nicht möglich. Ein Kameragerät kann nur mit einem Master-Benutzerkonto verbunden werden. Nur dieses "originale" Benutzerkonto hat alle "Master"rechte. Die Kamera kann nicht durch einen geteilten Zugang an- oder abgeschaltet werden.

Beim Teilen des Lifeviews mit Freunden sind ebenfalls einige absichernde Punkte vorhanden: der Masteraccount allein bestimmt, wer wann welche Kamera zu sehen bekommt. Jederzeit kann die Verbindung oder gar die komplette Freundschaft abgebrochen werden. Wird die Kamera resettet, ist sie auch nicht mehr mit Master- oder Freundesaccounts verbunden.

Alle diese Punkte machen ein "Hacken" der Verbindung und einen unerlaubten Zugriff durch Fremde auf die Kamera sehr, sehr unwahrscheinlich. Ihr müsstet in diesem Fall eine Menge dazu beitragen. Das tut sicherlich niemand von uns ;) Wichtig ist, dass die Sicherheit der Kamera entscheidend davon abhängt wie euer Heimnetzwerk abgesichert ist (siehe allgemeine Sicherheitstipps oben), denn ohne Zugriff darauf geht nichts.

Datenschutz

Auf Nachfrage erhielt ich die Information, dass die Anmeldedaten (Benutzer-E-Mail und Passwort) verschlüsselt übertragen und auf europäischen Servern gespeichert werden. Soll das Benutzerkonto gelöscht werden, sei dies derzeit nur über den Support möglich. In Zukunft solle es jedoch einen extra Button dafür in der App geben. Fotos und Videos werden nur auf dem Smartphone bzw. der Kamera gespeichert und sonst nirgendwohin übertragen oder gespeichert.

Unsere Erfahrungen mit der Snoop Cube

Das Gerät ist klein, leicht und handlich. Auch ohne Montageplatte hat es auf ebenen Flächen einen guten Stand. Das USB-Kabel zur Stromversorgung wird durch eine längliche Einbuchtung auf der Unterseite der Kamera geführt, damit das Kabel nicht den sicheren Stand der Kamera behindert. Ich empfand das Einstecken des Kabels etwas frickelig.

App und Kamera verbinden – oder "Es wurde kein Gerät gefunden"

Beim Versuch, die Kamera mit meiner App auf dem Smartphone zu verbinden gab es leider Probleme. Mein Smartphone läuft scheinbar auf einer Androidversion, die mit der App nicht ganz kompatibel ist. So wurde mein Heimnetzwerk nicht richtig erkannt (siehe Markierung im Screenshot) und trotz zahlreicher Versuche konnte meine Kamera nicht über das Smartphone verbunden werden. Die Status-LED blinkte wie sie soll, auch ein Signalton ertönte, ich erhielt jedoch immer wieder die gleiche Fehlermeldung "Es wurde kein Gerät gefunden". Beim Lesen der App-Bewertungen im Google Play Store fiel mir auf, dass dieser Fehler scheinbar nicht selten auftritt. Leider konnte ich weder in der Kurzanleitung, noch auf den Hilfeseiten des Herstellers Lösungen zu diesem Problem finden.
Die Kamera lies sich aber problemlos über mein mobiles Tablet verbinden. Dazu habe ich den gleichen Benutzeraccount wie auf dem Smartphone genutzt. Logge ich mich mit dem Smartphone in dieses Benutzerkonto ein, klappt die Bedienung der Kamera mit kleinen Abstrichen. Diese sind jedoch keineswegs gravierend und machen die Nutzung des Kamera-App-Gespanns lediglich ein wenig langsamer. Auch das zeigt noch einmal, dass App und mein Smartphone wohl nicht die ganz besten Freunde sind.

Meine Erfahrungen mit dem PetTec-Support

Natürlich habe ich mich mit meinem Problem an den PetTec-Support gewandt. Auch, wenn ich meine Kamera über Umwege verbinden konnte, war es mir dennoch wichtig, für diesen Testbericht auch mögliche andere Lösungen notieren zu können. Eine endgültige Lösung ist nach Aussage des Supports derzeit in Arbeit. Insgesamt habe ich einen sehr positiven Eindruck vom Support erhalten: der Mitarbeiter wirkte geduldig, hilfsbereit und antwortete enorm schnell. Zahlreiche Nachfragen wurden an mich gestellt und die Antworten des Technikteams an mich übermittelt. Und das noch weit bevor ich offen gelegt habe, dass ich an einem öffentlichen Testbericht schreibe. Das ist leider nicht immer so.

Ich bin jedenfalls gespannt, wann eine Lösung für das Inkompatibilitätsproblem gefunden werden kann und halte euch auf dem Laufenden.

Funktionstests

In unserem Türrahmen angebracht, bietet die Snoop Cube eine tolle Übersicht

Ihren endgültigen Platz hat die Kamera – der ich den Namen "Katzen Big Brother" gegeben habe ;) – bei uns im Türrahmen zwischen Wohnzimmer und Küche erhalten. Mit der beigelegten Montageplatte war das Anbringen sehr einfach. Dank der "um 180°-Drehen"-Funktion sehe ich die Fotos und Videos auch nicht auf dem Kopf ;) So kann ich ohne Probleme Küche, Wohnzimmer und einen kleinen Teil der Diele überwachen, wenn ich außer Haus bin. Die Kamera bietet über mein mobiles Tablet eine schnelle, präzise Reaktion beim Schwenken, Neigen, An- und Ausschalten. Über das Smartphone ist die Bedienung – wie erwähnt – etwas zeitverzögert und hakelt manchmal etwas. Lautsprecher und Mikro funktionieren einwandfrei und haben eine gute Lautstärke und Qualität. Aufnahmen bei Tag sind klar in den Farben und ausreichend scharf. Bei sehr großer Helligkeit können hellere Teile des Bildes etwas ausgefressen sein (siehe Foto unten). Die Nachtsicht ist in Grautönen gehalten und ebenfalls gut scharf. Die Aufnahmen sind ausreichend hell und lassen auch Details erkennen.

Bewegungsalarme bei Dunkelheit sind bei uns etwas unzuverlässig und lösen vor allem (egal, bei welcher Einstellung) bei großen Bewegungen nahe der Kamera aus. Tagsüber sind sie zuverlässig und lassen sich durch die 3 Empfindlichkeitsstufen gut regeln. Ist eine hohe Empfindlichkeit eingestellt, ertönen sogar Alarme, wenn die Katzen im Sitzen spielen. Bei niedriger Empfindlichkeit muss ich schon selbst durchs Bild laufen, damit die Kamera warnt. Ich persönlich empfehle also eine mittlere Einstellung ;) Ebenso bei den Geräuschalarmen. Selbstverständlich werden nur dann Bewegungen registriert, wenn etwas im Blickfeld der Kamera passiert. Es kann durchaus vorkommen, dass es vereinzelte falsche Bewegungsmeldungen gibt.

Insgesamt werden Fotos und Videos zu Alarmmeldungen auch dann gespeichert, wenn die Benachrichtigungen stumm geschaltet sind. So erfolgt nicht ständig ein Bimmeln auf dem Smartphone, ihr seid aber trotzdem gut informiert. Wichtig ist, dass Videoaufnahmen (auch bei Alarmmeldungen) nur dann gespeichert werden, wenn eine SD-Karte in die Kamera eingelegt ist. Diese Information wird leider weder in den Hilfetexten, noch in der App selbst oder in Kurzbeschreibung erwähnt. Entsprechend kann die Videowiedergabe in der App auch nur erfolgen, wenn die SD-Karte eingelegt und Alarme ausgelöst wurden. Der Zeitstrahl zur Übersicht der Videoaufnahmen bietet einen guten Überblick. Man kann einzelne Alarmvideos auswählen und abspielen. Push-Benachrichtigungen bei Alarmen erfolgen nur, wenn die App auf dem Smartphone geöffnet ist. Auch diese Info musste ich mir selbst erarbeiten. Alarm-Fotos (.jpg, mit Datum- und Zeitangabe) und manuell aufgenommene Videos (.mp4) werden auf dem Smartphone gespeichert.

Insgesamt fand ich die App anfangs etwas unübersichtlich, weil die einzelnen Einstellungsmöglichkeiten teilweise mehrmals (in verschiedenen Untermenüs) vorhanden sind. Mit ein paar Tagen Routine habe ich mich aber gut zurecht gefunden. Witzig finde ich die teilweise falsch übersetzten Bestätigungs- und Fehlerhinweise. Man versteht aber durchaus, was gemeint ist ;)

Meine Meinung zur PetTec Snoop Cube Pet Cam

Gerade die Sicherheit ist mir im Zusammenhang mit Haustierkameras enorm wichtig. Viele wichtige Punkte konnte ich hier selbst bestimmen (Heimnetzwerk) oder überprüfen (Absicherung in der App). Auch habe ich eigenhändig einige Szenarien getestet, die meiner Meinung nach die gängigsten Sicherheitsschwachstellen aufzeigen. Das Zusammenspiel aus stark abgesichertem Heimnetzwerk und Sicherheitsvorkehrungen in der Snoop Cube App machen die Kombination sehr sicher. Man hat sich hier seitens des Herstellers einiges einfallen lassen, um Nutzer zu schützen.

Dass der erste eingeloggte Masternutzer automatisch ausgeloggt wird, wenn ein weiterer Einloggversuch über ein anderes Mobilteil stattfindet, finde ich suboptimal – es wäre aus meiner Sicht besser, wenn der zweitere Nutzer ausgeloggt würde. Auch, dass bei bestehender Freundschaft die Benutzer-Mail-Adresse und die Seriennummer der Kamera des jeweils Anderen angezeigt wird, finde ich unglücklich gelöst. Insgesamt bietet die Kamera-App-Kombination jedoch meiner Meinung nach gute Sicherheit. Zumal die App scheinbar stetig weiter entwickelt wird.

Dass manche wichtige Dinge nicht in den Hilfe- oder Beschreibungstexten erwähnt werden, ist sehr schade. Die mehrmals vorhandenen Einstellungsmöglichkeiten in der App sind meiner Meinung nach überflüssig.

Dennoch hat das Gesamtpaket mich überzeugt. Alle wichtigen Funktionen sind vorhanden, erleichtern die Steuerung der Kamera und bieten nützliche Features. So ist nicht nur einfaches Lifeview, sondern auch Aufzeichnung und automatisierte Überwachung möglich. Die Teilen-Funktion macht es leichter, nicht nur uns, sondern beispielsweise auch unserem Katzensitter einen guten Überblick zu verschaffen. Und das sogar auch Nachts mit klaren Fotos und Videos. Die Qualität der Tageslicht-Videos ist bei helleren Bildteilen oder starker Sonneneinstrahlung nicht ganz so klar. Sie ist aber weit mehr als ausreichend, um genug Details für die Überwachung der eigenen Haustiere zu erkennen.



Im folgenden Video bekommt ihr einen kleinen Einblick in das Bedienungsheftchen, die App und die Qualität der Videos:

Mit Klick auf den Start-Button des Videos wird eine Verbindung zu "Youtube" und "doubleclick.net" aufgebaut. Dabei werden Daten übertragen (siehe Datenschutzhinweise)


Fazit zur Snoop Cube für mich

Die PetTec Snoop Cube ist ausreichend sicher und bietet viele wichtige Funktionen, um die eigenen Haustiere zu überwachen. Die schwenk- und neigbare Kamera macht gute Videos und Fotos auch bei Dunkelheit. Bewegungs- und Geräuschalarme benachrichtigen uns größtenteils zuverlässig, wenn wir den Lifeview-Modus gerade einmal nicht anschauen. Die dazu aufgezeichneten Fotos und Videos bieten auch im Nachhinein einen guten Überblick. Die App ist vollgeladen mit zahlreichen nützlichen und individualisierbaren Einstellungsmöglichkeiten. Mit dieser Kamera entgeht uns nichts, was in unserer Abwesenheit zuhaus geschieht. Es entstehen zur Speicherung oder zum Abruf von Fotos und Videos keine Folgekosten: alle Aufnahmen verbleiben sicher in unserer Hand.

Das Preis-/Leistungsverhältnis ist meiner Meinung nach mehr als angemessen. Ich persönlich kann die Kamera empfehlen und denke darüber nach, ein weiteres Gerät zu kaufen. Dass die App derzeit noch nicht mit allen Smartphone-Betriebssystemen kompatibel ist, wird für einige Nutzer ärgerlich sein. Bei kompatiblen Geräten aber können wir uns über ein gut durchdachtes Gerät mit mit allerhand nützlichen Funktionen freuen.

Mein Tipp: Wer vor dem Kauf der Snoop Cube wissen möchte, ob das eigene Smartphone und die App kompatibel sind, könnte sich einerseits an den Herstellersupport (Mailadresse auf der Herstellerwebseite) wenden oder die App herunterladen und schauen, ob die App das eigene Heimnetzwerk erkennt. Bekommt ihr den oben im Screenshot gezeigten Fehler ("WiFi -> unknown SSID") ist nach meinen Erfahrungen wahrscheinlich, dass die Verbindung zwischen App und Kamera nicht reibungslos funktioniert. Der Support arbeitet nach eigener Aussage an einer Lösung und stellt sie sicher bald vor. Ich werde diesen Testbericht bei Bedarf dementsprechend ergänzen.

zuletzt überarbeitet: 07.Juli. 2019
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Über Miriam

Miriam hält Katze Janis auf dem Arm

Ich bin 36 Jahre alt und halte seit 18 Jahren Katzen. Derzeit lebe ich mit meinen beiden Katzen Janis und Lara im schönen Ruhrpott. Meine Neugier treibt mich seit zehn Jahren dazu, mein Wissen über Katzen ständig zu erweitern. Auf diesem Blog geht es nicht nur um persönliche Erfahrungen, sondern auch um praxisnahe Tipps und die Wissensvermittlung.

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