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Entwöhnung ab 14 Wochen verringert das Risiko auf Verhaltensprobleme

19. September 2017
Lesezeit ca.: 1 minute, 25 Sek.  
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Viele Dinge haben einen Einfluss auf das Verhalten einer Katze. Bereits vor der Geburt werden erste wichtige Weichen gestellt. Auch die Aufzucht durch Mutterkatze und Geschwister trägt einen entscheidenden Anteil dazu bei, wie sich eine Katze später entwickelt. Eine neue Studie aus Helsinki zeigt nun, wie entscheidend sich der Zeitpunkt der Trennung auf das Verhalten von Katzen auswirken kann.

Verhalten von etwa 6000 Katzen wird ausgewertet

Die Studie wurde von einer Forschungsgruppe der Universität von Helsinki (Finnland) durchgeführt. Als Grundlage diente eine Umfrage zu Gesundheits- und Verhaltensfragen. Aus diesen Daten wurde die derzeit weltgrößte Datenbank zu Katzenverhalten erstellt. Sie umfasst Angaben von knapp 6.000 Katzen.

Verhaltensprobleme sehr weit verbreitet

Dabei zeigen die erfassten Daten, dass Verhaltensprobleme bei Katzen stark verbreitet sind. Denn mehr als 80% der erfassten Katzen zeigte milde Verhaltensprobleme. Zudem litt ein Viertel der Tiere sogar unter starken Störungen. Dabei zählen beispielsweise Ängstlichkeit/Scheu, stereotypes Wollesaugen, exzessives Putzen und Aggressivität zu diesen Verhaltensstörungen.

Zu früh getrennte Katzen sind oft aggressiv und verhaltensgestört

Die Studie zeigte klare Zusammenhänge zwischen dem Zeitpunkt der Trennung aus dem Familienverbund und späteren Verhaltensmustern. So sollen Katzen, die im Alter unter acht Wochen getrennt wurden, deutlich häufiger Aggression und stereotype Verhaltensweisen zeigen. Diese Probleme traten bei mit 14 Wochen getrennten Katzen in weitaus geringerem Maße auf.

Spätere Trennung verbessert das Wohlbefinden nicht nur bei Katzen

Die Forscher fanden heraus, dass ein erhöhtes Aggressionspotential und stereotypes Verhalten oft zusammenhängen. Eine frühe Trennung von Mutterkatze und Geschwistern scheint beides zu fördern. Möglicherweise ist dies auf eine Veränderung im Endhirn zurückzuführen.

Auch Untersuchungen an Menschen, Nagern und Affen zeigten vergleichbare Ergebnisse.

zuletzt überarbeitet: 29.Dezember. 2019
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Über Miriam

Miriam hält Katze Janis auf dem Arm

Mein Name ist Miriam. Vor 19 Jahren zog die erste Katze bei mir ein. Dabei habe ich viele Anfängerfehler gemacht und aus ihnen gelernt. Also beschloss ich, mich durch Fachlektüre und -vorträge weiterzubilden. Das Ergebnis davon kannst du unter Anderem hier im Blog nachlesen.


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