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Testbericht

Bernina Adventure Mouse-Hunter im Test

"Adventure Mouse" von Bernina

"Adventure Mouse" von Bernina

26. September 2014
Lesezeit ca.: 4 Min., 47 Sek.  
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3 Kommentare

Der folgende Artikel wurde länger nicht mehr aktualisiert. Manche Informationen könnten veraltet sein.

Als Halter von Wohnungskatzen kann man nie genug Entertainment bieten. So bin ich ständig auf der Suche nach neuem, tollen Spielzeug für meine drei Fellfressen. Ich habe vor einiger Zeit ein neues Spielzeug entdeckt, das zunächst sehr interessant und vielversprechend klang: den "Adventure Mouse-Hunter" der Marke "Bernina". Wir haben ihn nun einige Zeit getestet und möchten euch heute von unseren Erfahrungen berichten.

Lieferumfang und Preis

Der Bernina Adventure Mouse-Hunter hat uns bei Amazon 21,59€ gekostet. Im Preis enthalten ist lediglich die runde Spielscheibe. Batterien oder Ersatzteile werden nicht mitgeliefert.

Maße und Energieversorgung

Ein-/Ausschalter des Mouse Hunter

Ein-/Ausschalter des Mouse Hunter

Die Spielscheibe ist rund, etwa 7 cm hoch und hat einen Durchmesser von ca. 26 cm. Sie besteht ganz aus weißem Plastik. Ihre Oberseite ist mit grauem Filz beklebt und hat 8 x 3,5cm große, ovale Löcher. Durch diese Löcher fährt eine Plastikmaus (mit zwei Köpfen) hin und her.

Je zwei der Löcher sind durch eine ausgesparte Schiene miteinander verbunden. Die weiße Maus selbst wird durch eine (im Inneren des Spielzeugs versteckte) Plastikstange gehalten und bewegt.

Auf der Vorderseite des Geräts befindet sich ein Schiebeschalter, über den man das Spielzeug ausschalten und zwischen zwei Geschwindigkeitsstufen wählen kann. Auf der Unterseite befindet sich das Batteriefach – verschlossen durch eine einfache Klappe. Zum Betrieb der Spielschiene werden drei "AA-Batterien" benötigt.

Sicherheit und Pflege

Die Plastik-Oberflächen des Spielzeugs kann man mit einem feuchten Lappen abwischen, der Filz ist deutlich schwerer zu reinigen. Haare und Fussel kann man mit Klebeband oder einer Fusselrolle entfernen, Flecken bekommt man nicht heraus. Zudem zieht der Filz beim rabiaten Spielen mit Krallen Fäden oder löst sich gar teilweise ganz vom Spielzeug.

Mit der Sicherheit des Spielzeugs sieht es ähnlich undurchdacht aus. Wer ein Blick durch die Löcher ins Innere de Spielzeugs wirft, wird enttäuscht sein: alle Kabel liegen offen und frei zugänglich für Katzenpfoten in der Mitte des Spielzeugs. Es ist klar, dass Katzen bei der Jagd auf die Maus auch in die Löcher hineingreifen bei dem Versuch, sie aus ihrem "Mauseloch" zu ziehen. Da die Kabel nur etwa 6 bis 9 cm tief ungeschützt im Inneren liegen, können sie natürlich von den Katzen auch durchgerissen oder herausgerissen werden. Man kann das Spielzeug nicht öffnen, also auch ein solches Missgeschick nicht reparieren.

Besondere Highlights

Das Spielzeug kann in zwei Geschwindigkeitsstufen betrieben werden: so bewegt sich die Maus entweder langsam oder etwas schneller aus ihren Mauselöchern heraus. Die Maus zieht nicht regelmäßig ihre Kreise in dem Spielzeug – mal kommt sie vorwärts hervor, zieht sich rückwärts zurück, mal kommt sie durchs nächste Loch hervor, mal durch das gleiche. Auch clevere Katzen können so ihren Weg nicht vorhersehen.

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Was mir m Bernina Mouse Hunter gefällt

Ich finde an diesem Spielzeug gut, dass es zwei Geschwindigkeitsstufen gibt und die Maus sich eben nicht vorhersehbar bewegt. So ist das Spielerlebnis etwas anwechslungsreicher. Die Optik des Spielzeugs ist angenehm und die Idee dahinter wirklich gut. Die Maus zieht recht leise ihre Bahnen, ist jedoch nicht lautlos.

Was mir am Bernine Mouse Hunter nicht gefällt

lose Kabel im Inneren des Mouse Hunter von Bernina

lose Kabel im Inneren des Mouse Hunter von Bernina

Auch, wenn die Idee hinter dem Spielzeug wirklich gut ist, ist die Umsetzung derselben meiner Meinung nach undurchdacht und mangelhaft. Das Spielzeug hat keine Gummifüßchen an der Unterseite – ist also gegen Verrutschen nicht gesichert.

Wenn die Katzen spielen, verhaken sie sich mit ihren Krallen im Filz und ziehen das Spielzeug beim Befreiungsversuch durch die halbe Wohnung. Rucken sie einmal kräftig daran, löst sich der Filz teilweise.

Dass sie Katzen spielend leicht die ungeschützen Kabel beim Spiel erreichen können, mag kein großes Sicherheitsrisiko darstellen – das Gerät wird nur mit Batterien betrieben. Den Spielspaß trügt es jedoch erheblich, wenn nach so einem Angelversuch plötzlich gar nichts mehr geht. Da wir alle wissen, wie gern Katzen auf der Jagd angeln und fummeln, kann sich sicher Jeder ausmalen, wie schnell das Spielzeug im Zweifelsfall seinen Geist aufgibt.

Es gibt – wie erwähnt – zwei Geschwindigkeitsstufen. Würde man meine Katzen fragen, würden sie wohl sagen man hat die Wahl zwischen "gähn" und "langweilig": die Geschwindigkeitsstufen unterscheiden sich nicht sonderlich. Tempo nimmt das kleine Mäuslein nur in Ausnahmefällen auf.

Unsere Erfahrungen mit diesem Spielzeug

Zunächst waren meine Katzen furchtbar neugierig, als ich das neue Spielzeug auspackte. Nachdem ich es angeschaltet habe, versammelten sich beide Kater drumherum und versetzen der Maus erste Schläge. Muffin wurde es schon nach etwa fünf Minuten langweilig, Kasimir blieb etwa zehn Minuten.

Bei der ersten Spielsession hat sich Kasimir direkt im Filz verfangen und Muffin die ersten Kabel erwischt. Begeisterung kam nicht auf. Bei der zweiten Spielsession funktionierte der Bernina Mouse Hunter schon nicht mehr richtig. Egal, welche Stellung ich am Schalter einstellte – das Teil ließ sich nicht mehr kontrollieren oder ausschalten. Nur eine Entnahme der Batterien beendete die Irrfahrt der Maus. Seitdem steht das Teil im Schrank und die Katzen sind wenig interessiert.

Fazit für mich:

Die Anschaffung des Spielzeugs war für uns reine Geldverschwendung. Meine Katzen sind wenig begeistert und das Teil hat bei uns keine 30 Minuten funktionstüchtig überstanden. Ein wenig mehr Gedanken bei der Umsetzung der Idee hätten aus dem Spielzeug ein echtes Highlight machen können. So jedoch empfehle ich es Keinem.

Mein Fazit in Kürze
Katzenspielzeug "Mouse Hunter", Preis ca. 17,95 – 24,99€
Sicherheit
 
Material
 
Verarbeitung
 
Reinigung
 

zuletzt überarbeitet: 16.Dezember. 2019
Aufrufe insgesamt: 4552


Über Miriam

Miriam hält Katze Janis auf dem Arm

Ich bin 36 Jahre alt und halte seit 18 Jahren Katzen. Derzeit lebe ich mit meinen beiden Katzen Janis und Lara im schönen Ruhrpott. Meine Neugier treibt mich seit zehn Jahren dazu, mein Wissen über Katzen ständig zu erweitern. Auf diesem Blog geht es nicht nur um persönliche Erfahrungen, sondern auch um praxisnahe Tipps und die Wissensvermittlung.

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3 Antworten zu “Bernina Adventure Mouse-Hunter im Test”

  1. Friederike sagt:

    Ach mann, es ist ärgerlich, wenn man so das Geld zu Fenster rauswirft! Danke für den Bericht – wieder mal etwas für die “Nicht-Kaufen-Liste” ;)

  2. […] Das Review hier fällt vernichtend aus: […]

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