Lagebericht 15. Februar 2018

Moinsen ihr Lieben!
Wie ihr ja mitbekommen habt, mussten wir mit Tiffy am Montag Abend zum Doc. Diagnose: Blasenentzündung. Nachdem sie Antibiotika und Schmerzmittel bekommen hatte, klappte das mit dem Pullern in der gleichen Nacht zumindest eingeschränkt. Ich achte darauf, dass sie etwas mehr als sonst trinkt, um die Blase besser durchzuspülen. Natürlich kommen ihr Milch und Thunfischwasser jetzt genau recht :D Gestern Abend gabs das erste Mal wieder Urinabsatz in normal großer Menge und ohne ausgeprägte Zeichen von Unwohlsein. Auch die Plüschmädels behandeln Tiffy jetzt wieder ganz normal und laufen nicht ständig um sie herum. Glücklicherweise hats kein Mobbing wegen Krankheit gegeben. Darüber bin ich ziemlich froh.

Sie bekommt nun zweimal täglich Antibiotikatabletten von mir. Da Madame bei der Medikamentengabe "ein wenig" eigen ist, ist das jedes Mal eine ganz spannende Sache :D Da alle Tipps und Tricks nichts helfen, bleibt mir derzeit größtenteils nur die direkte Zwangseingabe ins Maul übrig. Aber welcher Weg genau funktioniert, ändert sich ohnehin täglich :D Um einen letzten Versuch für eine dauerhafte "Überredungsstrategie" zu wagen, habe ich gestern Leerkapseln bestellt, in denen man "bittere Pillen" verstecken kann. Sie sind klein und aus Gelatine, sollten also ohne Zerkauen und vor allem schön einfach runterzuschlucken sein. Außerdem erhoffe ich mir, dass sie auch den Geruch der Tabletten etwas überdecken. Und wenn ich sie dazu zusätzlich eine Weile zwischen Leckerchen aufbewahren muss, damit sie deren Geruch annehmen… :D

Drückt uns die Daumen!






Miriam Knischewski

Über Miriam


Miriam ist 35 Jahre alt und lebt seit 17 Jahren mit Katzen zusammen. Vor neun Jahren begann sie, ihr Wissen über artgerechte Katzenhaltung durch die Recherche in verschiedenster Fach-Lektüre zu erweitern. Mit jeder Menge Neugier und (Galgen-)Humor teilt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen Interessierten. Nebenbei hat sie bereits ein Buch veröffentlicht, gibt Seminare zur Rohfütterung und hält Vorträge über verschiedene Aspekte der artgerechten Katzenhaltung. Himbeeren und Sushi machen ihr das Leben mit ihren drei pelzigen Sklaventreiberinnen erträglicher.

Vielen Dank für das Ausdrucken dieser Seite. Weiterführende Infos zum Thema, aber auch viele andere interessante und wichtige Themen findest du auf www.Katzen-fieber.de. Bitte beachte, dass auch die Bilder, Texte und Grafiken dieser Druckversion dem Urheberrecht unterliegen. Jegliche Weiterveröffentlichung ist untersagt. Das Zitieren der Texte ist nur mit Erlaubnis und Link zur Quelle erlaubt.

bisher wurden 5 Kommentare zum Artikel geschrieben:

  1. Liebe Miriam,

    das mit dem Pillengeben bei Katzen ist wohl eine unendliche Geschichte!

    Wenn ein Katz sehr wehrig ist, ist das Pilleneingeben eine große Herausforderung. Einmal mit Zwang hineinbekommen, funktioniert das nicht ein zweites Mal.
    Wenn man die Pillen pulverisiert in irgedwas Leckeres mischt, klappt es vielleicht zweimal. Hatte mal was in Leberwurst versteckt. Mucki hat das zweimal gegessen, danach rannte er schon weg, wenn ich mit der Leberwurst nur in seine Nähe kam! In Thunfisch gemischt – er rührte seitdem seinen geliebten Thunfisch nie mehr an …
    Und dauernd zum Tierarzt fahren ist auch der Stress pur.

    Der Horror wäre für mich, wenn man Katz dauerhaft Pillen verabreichen müsste, die weder pulverisiert noch geteilt werden dürfen.

    Ich lese immer, man soll mit seinen Katzen “Trockenübungen” zur Medikamenteneingabe machen, wenn es noch gar nicht nötig ist. Leider sind die Charaktere meiner Katzen so unterschiedlich. Beim Zausel ist es kein großes Problem, bei Mäkeltante Bienchen ist Futter schon heikel, in sie würde ich nie mit Festhalten eine Pille reinbekommen.
    Wenn bei Futter schon um jedes Reiskorn herumgegessen wird, würde doch
    eine Gelatinekapsel auch gefunden werden :-)

    Wie hattest du schlussendlich das Antibiotikum in Tiffy hineinbekommen? Klappte es mit den Gelatinekapseln?

    Viele Grüße von der den Katzen verfallenen
    Ursel

    • Huhu Ursel!
      Du beschreibst ganz gut, was ich hier mit Tiffy durchmachen musste ;) Die beiden Plüschmädels sind unkompliziert: Leckerchenstange teilen, Taschen reinschneiden, Tablette rein – Tablette in die Katz.
      Bei Tiffy darf ich mir auch fast täglich was Neues ausdenken. Manches klappt ein- oder zwei Tage, dann ists wieder *bäh* Die ersten Tage habe ich es auch bei Tiffy mit Leckerchentaschen und ein paar anderen Tricks (in Käse eingerollt, in der Leckerchendose aufbewahrt etc. ) versucht. Das hat alles nichts gebracht. Also musste ich die ersten Tage Zwangseingabe machen. Das klappt, allerdings ist es großer Stress für sie und mich und ich möchte das dementsprechend vermeiden, wenns geht. Also hab ich immer noch jeden Tag vor der Zwangseingabe andere Dinge versucht.

      Am drittletzten Tag klappte dann die "in-andere-Leckerchen-eingelegte-Leckerchentaschen"-Sache überraschend doch. Und die klappte von da an jeden Tag. Da Madame sehr, sehr heikel ist, wollte ich da nicht umschwenken auf die Leerkapseln, sonst wäre das Ausprobier-Theater vermutlich von vorn losgegangen :D

  2. Liebe Miriam,

    kannst du mir verraten, was es war, die “in-andere-Leckerchen-eingelegte-Leckerchentaschen”? – Falls mir die Ideen ausgehen …

    Beißt Tiffy nicht, wenn du die Zwangseingabe praktizierst? Unser kleines Bienchen entwickelt ungeahnte, explosionsartige Kräfte, wenn sie festgehalten wird.

    Herzliche Grüße in die Nachbarstadt
    Ursel

    • “Leckerchentasche einlegen” mache ich so: Leckerchenstange teilen, Tasche reinschneiden, Tablette rein. Bevor ich das verfüttere, lege ich die in eine Dose ein, in der bereits andere (stark riechende) Leckerchen liegen. So nimmt auch die “Tablettentasche” den angenehmen Geruch der Leckerchen an. Manchmal reicht das, um Katz zu überlisten :D

      Tiffy beißt und kratzt glücklicherweise im Normalfall nie. In extremen Ausnahmefällen (große Schmerzen) passiert das natürlich doch – ist wohl einfach ein Reflex. Im Normalfall fährt sie dann eher die “verbale” Schiene: brummen, knurren, leidend miauen – aber dabei bleibt es. Körperlich wird sie nicht. Und sobald ich se loslasse, ist die Welt auch wieder in Ordnung. Sie vertraut mir glücklicherweise sehr, tut ihren Unmut aber deutlich kund. Das kann auf Außenstehende sehr bedrohlich wirken, ist es aber nicht :D

  3. … danke für die schnelle Antwort, Miriam! Kann aber sein, dass Katz das Leckerchen nimmt und die Pille wieder ausspuckt. Wenn man was in Katz bekommen will, was Katz nicht will, ist es ein ständiger Wettstreit zwischen Katz und Mensch, wer der Pfiffigere ist. Ich sehe dann nicht selten ziemlich alt aus.
    Muss man doch mal drüber nachdenken, wer hier die “Krone der Schöpfung” ist :-)

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