09.November 2013 9:59 Uhr Meinung & Tipps 5

5 Tipps für ein sicheres Weihnachtsfest mit Katzen

Muffin in der Weihnachtsdeko

Lesezeit ca.: 4 Min., 4 Sek.

Damit aus "Oh, du Fröhliche…" nicht plötzlich "Oh, du meine Güte!" wird, sollte man als Dosi in der kommenden Weihnachtszeit einige wichtige Punkte beachten. Nicht Alles, was für uns Menschen zu einer stimmungsvollen, besinnlichen Festzeit gehört, ist auch sicher oder gesund für unsere bepeltzen Mitbewohner.

Ein paar wichtige Dinge, auf die ihr in den kommenden Wochen achten solltet:

  • "O Tannebaum…" Vorsicht bei diesem Grün
  • Dekoratives Grün wie Weihnachtsstern oder Mistelzweig sehen zwar toll aus, sind aber leider giftig für die Katze. Weihnachtsbaum und Adventsgesteck werden nicht selten bespielt, beknabbert oder gar beklettert. Besonders Weihnachtsbäume werden gern als Klettergerüst zweckentfremdet und sollten deshalb gut abgesichert sein. Beides sollte von den Katzen nicht beknabbert werden, da ätherische Öle und Tannennadeln nicht gesund – und teilweise sogar giftig – für Katzen sind.

  • Nicht zum Spielen: von dieser Deko sollte die Katze die Pfoten lassen
  • Lametta und Lichterketten können um Kopf oder Pfote gewickelt und zur großen Gefahr werden, zudem beißen manche Katzen auch gern daran herum. Nicht selten räumt die verspielte Katze die Krippe aus und/oder erbeutet kleine – oder gar zerbrechliche – Dekoteile wie Krippenfiguren. Sie können zerstört oder verschluckt werden, daher sollten sie gut abgesichert sein. Auch Weihnachtskugeln sind beliebte Jagdbeute: sie glänzen und kullern schön – der Katze zuliebe sollten sie aus Holz oder Plastik bestehen. Schneespray ist eine der giftigen Substanzen, die Katzen nicht "in die Pfoten" bekommen sollten.

  • Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?
  • In der Weihnachtszeit stehen viele leckere Speisen auf unserem Speiseplan. Der Katze zuliebe sollten sie aber nicht im Katzenmagen landen. Lebkuchen, Spekulatius, Dominosteine und Rosinen zählen dazu. Schokolade enthält den für Katzen giftigen Stoff Theobromin, deshalb sollte die Katze nicht von Lebkuchen oder Dominosteinen essen dürfen. Auch Rosinen sind giftig für unsere felinen Mitbewohner. Weihnachtsbraten und Essensreste vom Tisch sollten ebenfalls nicht in Miezies Magen gelangen. Die verwendeten Gewürze schlagen ihr auf den Magen. Erhitze Gräten und Knochen splittern und können bei der Katze innere Verletzungen verursachen.

    Als Tipp: steht die Weihnachtsgans auf dem Speiseplan, können die nicht verwendeten Innereien gerne roh – und ungewürzt – an die Katze verfüttert werden.

  • Heiß und giftig!
  • Wer keine brennende Katze haben möchte, sollte Kerzen, Teelichte und Stövchen nicht unbeaufsichtigt lassen oder durch ungefährliche LED-Lichter ersetzen. Ätherische Öle, Räucherstäbchen und Räuchermännchen können für Katzen giftig sein – bitte nicht in Reichweite der Katzen aufbewahren und/oder abbrennen!

  • Bitte nur zum Verpacken und nicht zum Spielen!
  • Geschenkband und Kordeln können verschluckt oder beim wilden Spiel um die Pfote gewickelt werden. Plastikbänder können dabei tief ins Fleisch oder die Zunge schneiden und ernsthafte Verletzungen und Abschnürungen hervorrufen. In Tüten und Taschen sollten nur die Geschenke eingepackt werden – Katzen verheddern oder strangulieren sich mit Henkeln und Kordeln.

Weihnachtsbaum – ja oder nein?

Oft hört man dieser Tage auch die Frage, ob andere Katzenhalter Weihnachtsbäume aufstellen, welche Nadelbäume für einen Katzenhaushalt geeignet sind oder ob Plastikbäume eine bessere Alternative seien. Es ist durchaus möglich, auch im Haushalt mit Katzen einen Weihnachtsbaum aufzustellen. Je nach Alter und Charakter der Katze bleibt dieser auch durchaus unversehrt in der guten Stube stehen, bis er entsorgt wird ;) Dabei musst du nicht zwingend auf Plastikbäume ausweichen – kannst es aber natürlich, wenn du magst. Du kannst allerdings auch einen echten Nadelbaum aufstellen, solltest nur bedenken, dass manche Baumarten mehr ätherische Öle enthalten als andere: wenn die Katze knabbert, kann dies ungesund sein.

Eiben beispielsweise sollen stark giftig sein – Fichte, Tanne und Kiefer dagegen nur schwach giftig. Wichtig ist auch zu wissen, dass Vergiftungserscheinungen in der Regel erst nach Aufnahme größerer Mengen an Nadeln auftreten: knabbert die Katze also nur einmal und nicht durchweg am Baum ist dies eher wenig bedenklich.

Auch das Harz der Bäume ist nicht unbedenklich. Das Wasser im Christbaumständer sollte von der Katze natürlich ebenfalls nicht getrunken werden.

Was die Befestigung eines Baumes angeht, so hängt die Sicherheit davon ab, wie neugierig und wild deine Katze ist. Viele erwachsene Katzen ignorieren den Baum nach der ersten Kletterattacke vollkommen. Nachdem der Baum ein paar Tage in deiner guten Stube steht, ist er in der Regel für viele Katzen langweilig genug, dass er nicht mehr beknabbert oder beklettert wird. Bei besonders neugierigen Katzen und Kitten kann eine standfeste Sicherung jedoch durchaus Sinn machen – ob du den Baum mit an der Wand befestigten Bändern sicherst oder den Ständer beschwerst, bleibt dir überlassen.

In diesem Sinne wünschen wir euch jetzt schon einmal eine stressfreie und gesunde Vor-Weihnachtszeit. Und denkt beim Geschenke-Shoppen daran, auch euer Katze etwas Feines mitzubringen ;)

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Miriam Knischewski

Über Miriam


Miriam ist 35 Jahre alt und lebt seit 17 Jahren mit Katzen zusammen. Vor neun Jahren begann sie, ihr Wissen über artgerechte Katzenhaltung durch die Recherche in verschiedenster Fach-Lektüre zu erweitern. Mit jeder Menge Neugier und (Galgen-)Humor teilt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen Interessierten. Nebenbei hat sie bereits ein Buch veröffentlicht, gibt Seminare zur Rohfütterung und hält Vorträge über verschiedene Aspekte der artgerechten Katzenhaltung. Himbeeren und Sushi machen ihr das Leben mit ihren drei pelzigen Sklaventreiberinnen erträglicher.

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bisher wurden 5 Kommentare zum Artikel geschrieben:

  1. Das wird dieses Jahr auch ein Erlebnis. Wir sind gespannt, wie unsere Kitten darauf reagieren. :D

  2. Hallo Miriam,

    Zu deinem Artikel zu Gefahren zur Weihnachtszeit fällt mir noch ein, daß Wunderkerzen giftige Gase für Mensch und Tier erzeugen. Ich hörte von einer Katze die nach einer Familienfeier mit Wunderkerzen an Vergiftung gestorben ist. Wunderkerzen sollten nur draußen abgebrannt werden .

    Danke für Deine wunderbare Homepage. Das Tierheim Bonn hat deine Seite verlinkt und ich habe sie schon oft empfohlen.

    Schöne Weihnachtszeit
    Wünscht Dir und Deinen Lieben
    Dagmar mit Kuschelbande

  3. Danke für den schönen Artikel! Wir werden dieses Jahr auf einen Kranz umsteigen, der von der Decke hängt. Da sollte nichts schief gehen und ich kann nachts schlafen, da der Kater mir keine Geschenke ins Bett bringen kann. 😉

Schreib mir, was du darüber denkst







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