18.September 2013 10:30 Uhr Recherche 0

Der deutsche Tierschutzbund zum Mythos des Altkleidersammlers als Katzenfänger

Lesezeit ca.: 1 minute, 59 Sek.

Wie bereits im ersten Teil dieses Themas angesprochen, habe ich viele verschiedene Institutionen, Webseitenbetreiber, Tierschützer und Tierheime um eine Stellungnahme zum Mythos "Altkleidersammler als Katzenfänger" gebeten. Die Antwort des deutschen Tierschutzbundes zu diesem Thema ist recht lang und ausführlich, trotzdem wollte ich sie euch nicht vorenthalten!

Aus diesem Grunde widme ich der Antwort einen eigenen Teil des Themas. Die Antwort ist leicht gekürzt und stammt von Anfang August 2012. Die Erlaubnis zur Veröffentlichung liegt vor und ich bedanke mich auch hier noch einmal rechtherzlich beim deutschen Tierschutzbund für die hilfreiche und ausführliche Antwort!

Meine Fragen waren, ob es bisher aussagekräftige Beweise oder bewiesene Fälle gibt und was allgemein die Haltung des deutschen Tierschutzbundes zum Mythos "Altkleidersammler als Katzenfänger" ist. Folgende Antwort erhielt ich:


[…]

Dem Deutschen Tierschutzbund sind bisher keine nachgewiesenen Straftaten in Zusammenhang mit dem Aufstellen von Sammelkörben bekannt geworden.



[…]

Werden gleichzeitig mehrere Tiere aus ein und derselben Region vermisst, kommt schnell der Verdacht auf, dass hier potentielle Tierfänger am Werk sein könnten. Über das tatsächliche Schicksal dieser Tiere können aber nur Vermutungen angestellt werden. Traurige Wahrheit ist, dass noch immer jährlich schätzungsweise 400 000 Katzen von Jägern erschossen werden. Zahlreiche Katzen kommen leider auch bei Verkehrsunfällen ums Leben. Andere Vermutungen, wonach Haustiere zu Versuchszwecken in deutsche Labors verkauft würden, ließen sich ebenfalls in der Vergangenheit nicht bestätigen.

[…]

Bisher haben wir trotz vielfältiger Hinweise aber nie konkrete Beobachtungen oder gar gerichtsverwertbare Beweise für eine kriminelle Handlung sei es von Tierfängern, sei es von Tierversuchslaboren, erhalten, die wir in Ermittlungen einbringen konnten und die ein Tätigwerden mit Einschaltung der zuständigen Behörden ermöglichen.

[…]

Auch die Recherchen anderer Tierfreunde mündeten bislang nicht in verwertbaren Anhaltspunkten, die eine gezielte Verfolgung durch die Polizei ermöglichten.

[…]


[…]

[…]

Abschließend möchten wir Ihnen nochmals mitteilen, dass wir nichts unversucht lassen werden, um kriminellen Tierfängern und –händlern endlich das Handwerk zu legen, und im Falle eines nachweisbaren Tierdiebstahls nicht zögern werden, diesen über unsere Rechtsabteilung mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu verfolgen.


[…]



In den nächsten beiden Teilen wird die Antwort von TASSO e.V. auf meine Anfrage, sowie Zitate aus Heinz G. Konsaliks Buch "Wer sich nicht wehrt" – dem Ursprung des Mythos – veröffentlicht.

1478 vor 9 Monaten

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Miriam Knischewski

Über Miriam


Miriam ist 35 Jahre alt und lebt seit 17 Jahren mit Katzen zusammen. Vor neun Jahren begann sie, ihr Wissen über artgerechte Katzenhaltung durch die Recherche in verschiedenster Fach-Lektüre zu erweitern. Mit jeder Menge Neugier und (Galgen-)Humor teilt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen Interessierten. Nebenbei hat sie bereits ein Buch veröffentlicht, gibt Seminare zur Rohfütterung und hält Vorträge über verschiedene Aspekte der artgerechten Katzenhaltung. Himbeeren und Sushi machen ihr das Leben mit ihren drei pelzigen Sklaventreiberinnen erträglicher.

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