Bloglogo


Tipps

10 einfache Tipps für bessere Katzenfotos

Katze Lara schaut aufmerksam in die Kamera

Katze Lara schaut aufmerksam in die Kamera

21. September 2013
Lesezeit ca.: 7 Min., 5 Sek.  

noch keine Kommentare

Ich denke, alle Katzenhalter schießen gerne Fotos von ihren Katzen. Ob Schlafen, Spielen, Putzen, Raufen oder Dösen: Momente, die man gerne festhalten möchte, gibt es viele. Doch manch Einer von uns ist nicht ganz zufrieden mit seinen Katzenfotos. Wer sich kein teures Equipment und ein eigenes Heimstudio leisten möchte oder kann, muss trotzdem nicht auf tolle Katzenfotos verzichten. Auch mit "Kompaktknipse" und Handykamera sind ausdrucksstarke, tolle Katzenfotos möglich. Man muss nur wissen, wie!

Je nach Situation: Portrait- oder Sportmodus

Bedienfeld einer Spiegelreflexkamera

Bedienfeld einer Spiegelreflexkamera – die roten Kreise markieren den Portrait- und Sportmodus

Egal, ob Smartphone oder Spiegelreflexkamera: am besten wirken Fotos, deren Hauptmotiv scharf und Hintergrund unscharf ist. Wer sich mit den manuellen Einstellungen nicht auskennt, wählt am besten den Portraitmodus, wenn die Katze still sitzt. Dieser ist meist als Männchen oder Kopf im Auswahlmenü dargestellt. Ist die Katze in Aktion, macht der Sportmodus Sinn. So können wir auch schnelle Bewegungen unserer Stubentiger einfangen. Er ist meist als Skifahrer oder sich bewegendes Männchen abgebildet.

Sind die manuellen Einstellungen der Kamera nicht ganz so unbekannt, helfen folgende Einstellungen, um möglichst gute Katzenfotos zu machen:

  • ISO möglichst niedrig -> liegt sie zu hoch, könnte das Bild rauschen
  • Verschlusszeit relativ kurz halten
  • Blende weit auf -> eine kleine Blendenzahl zeigt eine weit geöffnete Blende an


Natürliches Licht wirkt am besten

Britisch Kurzhaar Katze in der Farbe 'chocolate'

Das Sonnenlicht setzt Akzente ins Fell

Auch, wenn es für unser menschliches Auge nicht so aussieht: in Innenräumen ist es oft dunkel – Zumindest für die Kamera. Wenn ihr nicht die Möglichkeit habt, draußen Fotos zu schießen, platziert eure Katze am Fenster oder anderen Lichtquellen. Das natürliche Licht der Sonne macht schön weiche Schatten und arbeitet die Fellstruktur schön heraus. Nutze dabei möglichst schräg einfallendes, weiches Licht: die pralle Mittagssonne ist zu grell.

Den frontalen Blitz solltest du möglichst nicht benutzen: er macht harte Schatten, stört die meisten Katzen und sorgt für große, reflektierende Pupillen. Das Foto kann zudem insgesamt "platt" und hart wirken.

Eine längere Verschlusszeit führt zwar zu helleren Bildern, jede Bewegung – des Fotografierenden oder des Motivs – resultiert aber in Verwacklungen.

Folgende manuelle Einstellungen helfen dir bei wenig Licht:

  • ISO höher einstellen
  • Blende weiter schließen: größere Blendenzahl


Das "Drumherum": Ruhe und Wohlfühlen sind wichtig

Katze zwischen Blumentöpfen

Blaue Katze zwischen blauen Blumentöpfen

Die Katze sollte und muss entspannt sein, damit gute Fotos gelingen. Wird Druck auf die Katze ausgeübt oder sie soll gegen ihren Willen irgendwo sitzen bleiben, sieht man das den Fotos später auch an. Fotografieren soll Spaß machen – Katze wie Halter! Spielzeuge, eine Lieblingsdecke, Leckerchen und eine Menge Geduld gehören zum Fotografieren dazu.

Ein weiches Kissen und eine Wärmflasche sorgen neben guten Zureden schon von allein dazu, dass die meisten Katzen still sitzen. Zwischendurch sollte ausgiebig gespielt werden, um keinen Frust bei der Katze aufkommen zu lassen: immer nur stille sitzen ist ja doof 😉 Ich rate davon ab, der Katze durch die ganze Wohnung mit der Kamera im Anschlag hinterher zu laufen: Stress ist nicht gut für Models!

Der richtige Hintergrund trägt viel zum guten Foto bei

Nacktkatze auf Sessel

Nacktkatze auf braunem Sessel

Viele von uns kennen das sicher: wir sind der Meinung, das perfekte Foto geschossen zu haben, schauen aufs Kamera-Display und entdecken, dass der Hintergrund das ganze Bild ruiniert. Wie wichtig ein neutraler, möglichst unscharfer Hintergrund für ein Foto sein kann, sieht man oft erst, wenn man sich über solche Situationen ärgert. Wer das Porträtprogramm nutzt oder die Kamera manuell so einstellen kann, dass der Hintergrund verschwimmt, hat schon viel für ein bestechendes Foto getan.

Weiterhin können auch die Farben im Hintergrund viel zur Bildwirkung beitragen: Pastellfarbene, gedeckte oder zum Fell der Katze passende Farben strahlen Harmonie und Ruhe aus. Wählst du für den Hintergrund eine Farbe, die mit der Fellfarbe der Katze einen Kontrast bildet, wirkt das Bild gleich viel aufregender.



Bock auf noch mehr Cat-Content?
Dann melde dich jetzt zu meinem Meowsletter an. So bekommst du bequem alle unsere Neuigkeiten in dein Postfach gespült. Du entscheidest selbst, wie oft du von mir hörst und wie lange du bleibst (Datenschutzhinweise)

Nah ran an die Katze

Abessinier Kitten gähnt

Wenn der Hintergrund wenig ablenkt, kann unser Auge sich besser auf das Hauptmotiv konzentrieren

Viele Tierhalter machen den "Fehler" dass sie die Katze mitten im Raum fotografieren, während sie selbst weiter weg stehen. Solche Fotos sind oft uninteressant und verwirrend. Wer gute Fotos möchte, sollte sein Fotomotiv nah ranholen und möglichst wenig vom Hintergrund abbilden.

Wir fotografieren ja die Katze, nicht die gesamte Wohnungseinrichtung. So fällt es dann auch weniger auf, wenn Staubflocken oder Krümmelchen von den Katzen auf dem Teppich verteilt wurden 😉 Zu viel oder zu unruhiger Hintergrund lenkt zudem auch vom Hauptmotiv – deiner Katze – ab und das soll ja möglichst vermieden werden.

Fotos, die mehr vom Hintergrund zeigen, sind eher etwas für fortgeschrittenere Fotografen, welche die Regeln der Bildkomposition und dem Lenken des Blicks verstehen. Auch solche Fotos mit bewusst eingesetzen Nebenmotiven und sogenanntem "negativen Raum" können sehr spannend sein. Allerdings leider meist auch nur dann, wenn man es bewusst und gut überlegt einsetzt.


… und noch näher

Katzenzunge

Katze Janis leckt eine Glasscheibe ab

Detailaufnahmen der eigenen Katze sind oftmals sehr interessant und machen Fotos zu dem, was sie eigentlich sein sollen: ein Medium, das Gefühle transportiert. Jede Katze hat ihre Eigenheiten – ob Pigmentflecken am Mäulchen, eine besonders gezeichnete Nase, einen toll geformten Fleck am Bauch – all diese Besonderheiten machen die eigene, individuelle Katze aus.

Warum dann nicht solche Einzigartigkeiten auch zeigen?

"Augenhöhe" ist fast immer die richtige Perspektive

Getigerte Katze in Katzenbettchen

Auf Augenhöhe: getigerte Katze im Katzenbettchen

Nicht nur im Zusammenleben, sondern auch beim Fotografieren sollten wir unserer Katze möglichst auf Augenhöhe begegnen. Diese Perspektive ist neutral und zeigt unsere Katze wie sie ist. Ohne verzerrte Körperproportionen. Zudem hilft das, den Blick des Betrachters auf das Wesentliche zu lenken und wirkt besser.

Wer der Katze einen majestätischen Touch verleihen möchte, fotografiert sie von unten (Froschperspektive). Dadurch wirkt sie größer, schlanker und erhabener. Die Vogelperspektive (von oben fotografiert) lässt die Katze besonders süß, verletzlich, aber oft leider auch dicklich wirken.


Fotos im Hoch- oder Querformat?

Katze trägt Fleisch im Maul

Hier könnten wir beide Formate wählen

Diese Entscheidung beeinflusst oft die ganze Atmosphäre im Bild. Wenn wir den Rat beherzigen, möglichst wenig Hintergrund zu zeigen, wird sich daraus in den meisten Fällen auch das Format automatisch ergeben.

Wichtig ist, das Hauptgeschehen im Bild festzuhalten, ohne zu viel Unnützes zu zeigen und ohne zu viel wegzulassen. Das ist oft auch eine Frage der Erfahrung und Übung. Möchten wir die Katze beim Spiel zeigen, kann es gut sein, wirklich nur Gesicht, Pfoten und Spielzeug zu zeigen. Manchmal macht es aber auch einen gewissen Reiz aus, wenn mehr gezeigt wird.

Nehmen wir Bewegungen auf, wirkt es besonders gut, wenn in Bewegungsrichtung noch ein wenig Platz ist.


Die Augen sind der Spiegel zur Seele

Britisch Kurzhaar Katze in Bettchen

Kater John Boy hat besonders faszinierende Augen – schade, wenn diese nicht scharf fotografiert wären

Die Augen einer Katze sind faszinierend und fesseln jeden Menschen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, sie möglichst scharf abzubilden und Blickkontakt herzustellen.

Eine Katze, die interessiert in die Kamera schaut, ist gleich viel interessanter, als wenn sie nur verschlafen vor sich hin döst. Für uns Menschen ist der Blick in die Augen oft wichtig und baut Vertrauen auf. Auch bei der Katze suchen wir den Blickkontakt.

Sind die Augen unscharf, kann das den Unterschied zwischen einem tollen Foto und "Datenmüll" ausmachen.

Porträts sollen porträtieren

Katze in Zeitungshaufen

Kater Muffin versteckt sich gern in Zeitungshaufen

Nur langweilig herumsitzende und in die Kamera schauende Katzen sind auf die Dauer auch langweilig. Zudem wollen wir unsere Katzen ja auch nicht als Deko-objekt, sondern als Lebewesen mit Charakter, Macken und Vorlieben abbilden. Das macht sie sympathischer, einzigartiger und interessanter – auch für andere Betrachter.

Wer seine Katze also in Situationen erwischt, die typisch für sie sind, ihren Charakter eindeutig zeigen oder eine besondere Macke festhalten, ist auf einem guten Weg zum tollen Foto.



In diesem Sinne: "gut Licht!"

Gefällt dir der Blogbeitrag?

0 / 5 ( 0 Bewertungen)

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Es tut mir leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lass uns diesen Beitrag verbessern!

Wie kann ich diesen Beitrag verbessern?

zuletzt überarbeitet: 17.Dezember. 2019
Aufrufe insgesamt: 11787

Über Miriam

Miriam hält Katze Janis auf dem Arm

Mein Name ist Miriam. Vor 19 Jahren zog die erste Katze bei mir ein. Dabei habe ich viele Anfängerfehler gemacht und aus ihnen gelernt. Also beschloss ich, mich durch Fachlektüre und -vorträge weiterzubilden. Das Ergebnis davon kannst du unter Anderem hier im Blog nachlesen.


Hier findest du uns auch noch: Info-SeiteFacebookYouTube

Meowsletter

Du möchtest bequem über Neuigkeiten von uns benachrichtigt werden? Dann abonniere unseren Meowsletter (Datenschutzhinweise).

Was sagst du dazu?

Bitte lies vor dem Schreiben unsere FAQ. Du kannst hier vollkommen anonym kommentieren - allein die Angabe eines Kommentartextes ist nötig. Kommentare werden vor ihrer Freischaltung durch mich geprüft. Dies kann manchmal etwas dauern. Bitte beachte die Datenschutzhinweise.