11.Oktober 2017 14:12 Uhr Recherche 2

[Kurzinfo] Hauswinkelspinne – haarige Killermaschine oder harmlos?

Lesezeit ca.: 1 minute, 6 Sek.

Seit einiger Zeit kursieren die wildesten Warnungen vor regelrechten Spinneninvasionen der "giftigen" Hauswinkelspinne. Zeit, um ein paar Dinge klar zu stellen: "Hauswinkelspinne" (Tegenaria domestica) ist nur eine andere Bezeichnung für "Haus-/Kellerspinne". Sie baut trichterförmige Netze und lebt schon lange in unseren Kellern, Schuppen, Gärten und auch Wohnungen[1,2]. Beißen kann sie auch, das tut sie in der Regel aber nur in extremen Ausnahmesituationen, wenn keine Flucht mehr möglich ist[1,2]. Und ja, sie injiziert bei einem Biss auch Gift. Dieses Gift ist jedoch nur für ihre winzige Beute (Insekten und Asseln) problematisch.

Ihre Mundwerkzeuge durchdringen bei einem Biss in der Regel nicht die menschliche (oder kätzische) Haut. Passiert das doch, gilt: das Gift ist nicht derart wirkungsvoll[4], dass es problematisch werden könnte – auch dann nicht, wenn die Katze sich die Spinne gleich ganz einverleibt. In der Regel verursacht so ein Biss nur ein kurzzeitiges Brennen[1,3]. Wenn wir oder unsere Katze jedoch allergisch sind, kann es natürlich zu Komplikationen kommen.

Also: keine Panik ;)

Quellen und weiterführende Infos

[1] "Die Große Winkelspinne im Porträt": www.nabu.de
[2] "Die Winkelspinne – Steckbrief": www.biologie-schule.de
[3] "Allgemein Spinnen BRD + Europa – Toxikologie": www.toxinfo.org
[4] "Die große Winkelspinne ": www.artenschutz-steigerwald.de

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Über Miriam


Miriam ist 34 Jahre alt und lebt seit 16 Jahren mit Katzen zusammen. Vor acht Jahren begann sie, ihr Wissen über artgerechte Katzenhaltung durch die Recherche in verschiedenster Fach-Lektüre zu erweitern. Mit jeder Menge Neugier und (Galgen-)Humor teilt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen Interessierten. Nebenbei hat sie bereits ein Buch veröffentlicht, gibt Seminare zur Rohfütterung und hält Vorträge über verschiedene Aspekte der artgerechten Katzenhaltung. Himbeeren und Sushi machen ihr das Leben mit ihren drei pelzigen Sklaventreiberinnen erträglicher.

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bisher wurden 2 Kommentare zum Artikel geschrieben:

  1. Ja,ja die gefährlichen Spinnen ;)

    Wenn wir wieder eine Spinne laufen haben, holen wir unsere „Expertin“ Tiffy. Sie entscheidet dann, ob Katz sie sich einverleiben kann oder das Krabbeltier nur bewundert wird *lach*

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