21.Juni 2017 11:53 Uhr aus unserem Alltag 10

30 Tage danach …

Kalender

Lesezeit ca.: 5 Min., 46 Sek.

Es sind jetzt 30 Tage, seit wir eine reine Mädels-WG sind. Dreißig Tage, seit Muffin nicht mehr bei uns ist. Dreißig Tage, seit wir die niederschmetternde Diagnose "Magenkrebs" erhalten haben. Und auch, wenn ich zwischenzeitlich ein echtes Tief hatte, war mir ab dem Moment, in dem ich Muffins Asche in Händen hielt, klar "Ich würde alles wieder genau so machen!". Ich hadere nicht mit mir.

Emotionen und Gedanken

Ich und Muffin an seinem letzten Abend

Der letzte Abend – auch unser letztes gemeinsames Foto

Ich habe Muffin durch die Tage seiner Krankheit begleitet. Durch seine letzten Tage. Habe gefüttert, gestreichelt, gekuschelt, gesäubert, gebangt und gekämpft. Wir haben zusammen gekämpft. Dass wir diesen letzten Kampf nicht gewinnen konnten, wussten wir nicht. Und im Nachhinein betrachtet, war es so wohl auch besser. Ich bin nicht gut darin, schlimme Dinge zu akzeptieren und zu durchleiden. Ich bin besser darin, etwas zu tun und das Gefühl zu haben, etwas ändern zu können. Ich wusste nicht, dass das hier ohnehin unmöglich gewesen wäre. Ich hätte schon vorher um ihn getrauert, hätte vor ihm geweint und – wer weiss – mir vielleicht nicht solche Mühe gegeben.

Ohne die hätte er aber vielleicht eher aufgegeben. Ich jedenfalls hätte es getan, hätte Angst gehabt und ihn wahrscheinlich zu früh gehen lassen. Stattdessen haben wir 10 intensive Tage erleben dürfen. Haben gekuschelt und uns voll aufeinander konzentriert. Er hat bis zum letzten Abend gefressen, geschnurrt und Kuschelzeiten eingefordert. Er hat nicht gelitten.

Diese Gewissheit und dieses warme Gefühl haben mir in den letzten Tagen enorm geholfen. Und ich bin froh darüber. Denn oft genug in den letzten Jahren musste ich nach dem Tod meiner Tiere mit Unsicherheit, Selbstzweifeln und Schuldgefühlen leben.

Muffin an seinem letzten Abend

schnurrend schlafen: dieses Foto vom letzten Abend gibt mir ein wenig Ruhe im Herzen

Natürlich habe ich ihn lange manchmal noch aus den Augenwinkeln in der Wohnung herumschleichen "sehen". Habe mich beim Leckerchen-Verteilen immer noch nach ihm umgesehen. Weiss auch jetzt immer noch nicht, welche Portionsgröße jetzt für "eine Katze weniger" richtig ist. Kann sein Handtuch immer noch nicht wegräumen. Aber es hat sich schon enorm gebessert und ich bin weiterhin zuversichtlich. Ich werde auch diesen herben Verlust verkraften. Nicht zuletzt durch die beiden Pelzraketen, die mir geblieben sind.

Tabuthema "Tod"?

Ich habe bemerkt, dass Muffins Tod ein Thema ist, dass manche andere Menschen verunsichert. Oft wird herumgedruckst oder es herrscht Stille, wenn ich Muffin erwähne. Ich kann verstehen, dass die Menschen um mich herum Angst davor haben, dass es mich verletzt oder dass ich traurig werde. Natürlich ist das bei mir nahestehenden Personen stärker ausgeprägt.

Aber ich empfinde vor allem das Gefühl von Dankbarkeit und innerer Ruhe. Und es tut mir nicht weh, mich gemeinsam mit lieben Menschen an ihn zu erinnern – oder über seine Tolpatschigkeit und seine Macken zu lachen :D Es gibt weitaus mehr schöne Erinnerungen als die letzte schlimme Stunde seines Lebens jemals kaputt machen könnte.

Er wurde geliebt und hat bis zum letzten Atemzug zurück geliebt, mit allem, was er konnte. Typisch Muffin eben ;) Ich habe ihn noch beim letzten Atemzug im Arm gehalten. Er hatte ein sehr gutes Leben. Er ist nicht allein und einsam, sondern in Liebe gegangen. Das ist nichts, worüber ich jemals traurig werden könnte.

Die Mädels

Tiffy und Janis fressen gemeinsam

ein gemeinsames Mahl

Beide Mädels sind gut drauf. Janis Trauerphase ist scheinbar nicht mehr ganz so akut. Sie schaut nicht mehr mehrmals täglich ins Körbchen, läuft nicht mehr suchend und rufend durch die Wohnung. Und sie frisst wieder besser. Tiffy hat sich in den letzten Tagen verändert: sie ist lebenslustiger, frecher und läuft mehr herum. Sie spielt mehr und fordert sogar Janis zum Spielen auf. Deutlicher kann sie mir nicht zeigen, wie sie zu Muffin stand. Und es tut mir weh, das zu sehen. Dennoch bereue ich keinen Tag mit Muffin an unserer Seite.

Die Mädels leeren jetzt gemeinsam die Fummelbretter – vorher hatte Tiffy gar kein Interesse daran. Sie futtern gemeinsam – Janis kann scheinbar besser gemeinsam fressen und Tiffy toleriert das mittlerweile. Sie finden langsam – und holperig ;) – einen "Groove" beim Spielen und Kuscheln mit mir. Insgesamt sind wir momentan in einer Findungsphase, in der sich einiges verändert und verschiebt. Wir alle drei haben Geduld miteinander – was bei drei sonst sturköpfigen Weibern echt bemerkenswert ist :D

Janis und Tiffy am Fummelbrett

Die Mädels am Fummelbrett

Auch, wenn beide wirklich toll miteinander umgehen, ist leider deutlich, dass da zwar Liebe ist, die durchaus auch noch das Potential hat zu wachsen… Aber dennoch die Bedürfnisse zu unterschiedlich sind. Tiffy braucht gemeinsame Kuschelzeiten nur mit mir, sie duldet Janis zwar dabei, aber ohne mich als Bindeglied geht das hier nicht. Janis ist jedoch eine schlimme Kuschelkatze und braucht Nähe zu Menschen und Katzen. Auch das gemeinsame Spiel wird oft unterbrochen, weil Tiffy so viel Nähe dann doch plötzlich unheimlich wird.

Es ist interessanterweise nicht der extreme Altersunterschied der hier zwischen den Weibern steht: Tiffy ist genau so verkuschelt und verspielt wie Janis. Aber eben auf eine andere Art und Weise. Das scheint wohl ein Charakterding zu sein. Unglücklich sind beide sichtlich nicht, aber es fehlt die sprichwörtliche Kirsche auf der Sahnehaube.

Es ist also klar, dass hier etwas fehlt. Vor allem Janis, aber ja, auch mir. Aber das "Schicksal" hat in all dem Chaos wohl doch ein wenig Mitleid mit uns ;) Es hat schon jemanden darauf vorbereitet, sein Köfferchen zu packen. Und wie auch bei Janis scheint dieses kleine Mädchen wie für uns gebacken. Wir müssen jedoch noch geduldig sein und dürfen die Zeit bis zu ihrem Einzug nutzen, all die "Altlasten" der letzten Monate zu verarbeiten.

Trauerarbeit

Katzenurne in Rohform

Der Urnenrohling in Herzform mit Platz für Daten und Foto der jeweiligen Katze

Ich für meinen Teil nutze die letzten Tage auch, um Muffins Urne zu erstellen. Auch das ist für mich beruhigende Trauerarbeit. Ein Rohling ist bereits fertig. Aus diesem werde ich eine Gussform erstellen, damit auch meine anderen 3 Sternenkatzen – Kasimir, Lucy und Teddy – eine neue, ebenso schöne letzte Ruhestätte erhalten.

Muffin rennt

Muffin in Aktion ;)

Dadurch, dass ich in den letzten Tagen nur extrem eingeschränkten Internetzugang habe, kann ich mich in aller Ruhe einem mir sehr wichtigen, leider noch unfertigen Projekt widmen. Gedanklich widme ich es meinem kleinen Grobi. Wenn es fertig ist und "hinaus in die Welt" gelassen wird, können wir sicher alle sein lautes Schnurren und Poltern hören – und ich bin sicher, ihr werdet plötzlich ganz kurz das Bild eines schwabbelnden schwarz-weißen Katzenbauchs in euren Köpfen haben :D

Schauen wir, was uns die nächste Zeit bringt…

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bisher wurden 10 Kommentare zum Artikel geschrieben:

  1. Das ist wirklich wunderschön geschrieben. Am Anfang des Textes hatte ich sehr viele eigene Erinnerungen im Kopf (der Kampf, der Schmerz, dann der Verlust und nicht zuletzt die Schuldgefühle. Ich kenne das auch nur zu gut…). Aber so wie du es beschreibst, gibt einem das ein Gefühl von Hoffnung und „innerem Frieden“. Zumindest ging es mir so, als ich es durchgelesen habe. Balsam. Danke dafür. :-)
    Und ich bin gespannt, was da für ein Projekt „auf die Welt hinaus gelassen“ wird. ;-) aber bis dahin, kommt erst mal weiter zur Ruhe. Ich bin mir sicher, dass es noch genügend Veränderungen gibt, die erst ein mal in den Alltag „eingearbeitet“ werden müssen, nicht?

    Liebe Grüße
    Chris

    • Huhu Chris!
      Erstaunlicherweise gab es hier keine großen, keine abrupten Veränderungen. Die beiden Mädels haben sich von Anfang an gut verstanden, man merkte eine gewisse Anziehungskraft ;) Diese ist nun natürlich stärker geworden, wo Muffin weg ist. Einerseits von Janis Seite aus, weil sie Katzen einfach liebt und braucht. Andererseits von Tiffys Seite aus, weil sie mehr aus sich herauskommt. Es gibt also ein schleichendes, entspanntes Zusammenwachsen. Nen großen "Rumps" oder eine große Überraschung erwarte ich nicht.

      Wir können hier unseren Alltag fast wie üblich leben.

  2. Liebe Miriam,
    dass hast du sehr schön geschrieben, Muffin wäre stolz auf dich.
    Es wird einen klar, dass jedes mal wenn man eine geliebte Katze verliert, sie ein Teil unseres Herzens mitnimmt und das jede Katze, die neu in unser Leben tritt, ein Teil ihres Herzens neu an uns verschenkt. Wenn wir lange genug leben sollten, wird jeder Teil unseres Herzens Katze sein und wir werden genauso großmütig und liebend wie sie werden.
    Wir wünsche dir, viel Stärke und Kraft.

    Lieben Gruß Dirk und Miau von Lali

  3. Liebe Miriam,

    ich kann mich nur den Kommentaren anschließen:

    Das, was Du hier geschrieben hast, ist wirklich zu Herzen gehend in Worte gefasst und ich persönlich finde gerade das die besondere
    Qualität Deines Blogs, weil man, egal was ge-
    schehen ist, immer spürt, wie viel Liebe zu
    (Deinen) Tieren hier einen Ausdruck findet…..
    Habe ich schon ab dem ersten Bericht über
    Muffins Erkrankung mitgelitten und jedes
    Gefühl, das beschrieben wurde, mitfühlen können, ist gerade eine Situation ent-
    standen, die mich wieder direkt selber mit
    dem Tod eines Tieres in Verbindung bringt,
    das einem ans Herz gewachsen ist:

    „Kätzchen“, ein obdachloser Freigänger-
    Kater, den ich seit gut 10 Jahren am Leben
    erhalten habe mit Futter, Wasser, Katzenhotel-
    Schlafplätzen im Keller & der Garage, Ansprache und homöopathischer Notfallhilfe
    nach Bissen und Verletzungen, ist offenbar
    Muffin gefolgt…..

    Ein wunderbares Tier mit sensiblem Wesen,
    mit traurigen, seinem Schicksal ergebenen
    Augen, der zur Terrasse und jedem Abend,
    Morgen & in Gedanken & Herz immer dazugehört,
    ist nach und nach….von einem hyperaggressiven neuen Nachbarskater …tot-
    gebissen worden…….

    Ständig mit neuen, immer schwereren Verletzungen abends auftauchend, die er-
    schreckende Ausmaße annahmen und mich immer
    mehr in die Hilflosigkeit gebracht haben,
    da sich der Kater als draußen geborenes
    Tier nicht anfassen ließ und man ihn so weder
    selber behandeln noch zum Tierarzt bringen
    konnte, erschien er letzten Freitag mit
    so entsetzlichen Verletzungen, dass ich fast
    hätte schreien können ( ich erspare Einzel-
    heiten..)- die schnell bereitgestellte
    Bio-Frischfutter-Mahlzeit konnte er noch
    fressen, laufen kaum noch und seine Kopf-
    verletzung war gravierend…….hätte ich
    gewusst, dass ich ihn da das wohl(aller-)
    letzte Mal sehen werde, ich wäre zusammen-
    geklappt……

    Jeder Versuch, ihn reinzulocken und die
    Verletzungen anzusehen und vielleicht be-
    handeln zu können, scheiterten wie immer
    an der Grundangst, die das Tier vor jedem
    Kontakt zu Menschen hat und die wir in gut
    10 Jahren geduldigster Arbeit am Vertrauens-
    aufbau von meiner Seite so weit entwickeln
    konnten, dass er mich bis auf einen Abstand
    von einem Meter rankommen ließ,- aber das
    reicht nicht bei derartigen Verletzungen….
    die ins Futter gemischten Globuli mit
    Arnika und Calendula konnten da auch nicht
    reichen, hätten sie doch eigentlich auch in
    der Schleimhaut langsam sich auflösen müssen
    und nicht mit dem Futter im Magen landen…

    Jede Folgenacht habe ich bis drei Uhr nachts
    gewartet,dann zunehmend verzweifelt innere
    Bilder visualisiert und……bei der inneren
    Frage , wo er sein kann und wie er zurecht
    ist, ihn liegend und apathisch in einer Art
    Unterholz gesehen vor meinem inneren Auge…
    Montagnacht sah er in diesem Bild nicht mehr
    atmend aus und hielt den Kopf weggestreckt
    zur Seite……. er ist nicht mehr aufge-
    taucht, bei diesen heißen Temperaturen ohne
    Futter und Wasser, ohne Hilfe für seine
    Verletzungen……. ich schaue auf die
    Terrasse und fühle, dass sein Energie weg
    ist, einfach verschwunden…… es ist
    schrecklich…. meine eigene Katze sucht
    ihn abends, sie mochten sich und hatten nie
    Revierprobleme, jetzt hat sie sich in den
    Keller in seinen Schlafplatz gelegt und will
    nicht da rauskommen…….
    Es zerreißt mir schier das Herz, denn kein
    Tier findet umsonst den Weg zu einem Menschen,
    mit Sicherheit sind beide Seelen miteinander
    verbunden und sollen sich finden……und
    jeder „Weggang“ hat auch eine Botschaft
    für uns,die hier mir schon verständlich ist,
    aber vom Gefühl her kaum auszuhalten…

    Sein Futtertisch auf der Terrasse ist leer,
    das Futter morgens noch da, ich renne wie
    verstört den ganzen Abend immer wieder hin
    und gucke, ob er nicht doch da sitzt wie
    alle gut 3650 Abend zuvor…..aber es ist
    nur leer….. und fühlt sich auch so an….

    Vielleicht treffen Muffin und er sich dort
    oben, wo alle Seelen hinfinden, und vielleicht
    können wir für beide Tiere zumindest zurück-
    bleiben mit dem Gefühl, dass wir alles gegeben
    haben, damit sie hier ein gutes Leben haben
    ( Muffin) oder zumindest so weit sie es zu-
    lassen können, kein so großes Leid als obdach-
    loses Tier aushalten mussten & wussten, dass
    es immer eine Anlaufstelle & zumindest einen
    Menschen gab ( Kätzchen), der sie wirklich
    in sein Herz geschlossen hat…..

    Es grüsst Dich ganz herzlich-#
    Heike aus Unna mit Miezie……

    • Heike, ich habe Gänsehaut und Tränen in den Augen. Ich weiss nicht, was ich schreiben soll. Einerseits kann ich nachfühlen, was du fühlst, aber irgendwie eben doch wieder nicht, weil ich nicht in der Situation bin.
      Fühle dich in den Arm genommen. Hilflosigkeit und Nichtwissen machen Herzen und Menschen kaputt :( Pass auf dich auf!

  4. Liebe Miriam, ich habe deinen Brief und die von Heike gelesen und hat es mich traurig gemacht. Ich möchte nun Euch meine Geschichte erzählen wie ich über den Tod hinweg kommeund hoffe Ihr könnt mein schlechten Deutsch verstehen.

    In meinem Leben habe ich auch immer wieder Tiere, Seeleverwandte verloren: einige weil sie alt waren, andere mit Krebs. Jedes x habe ich geweint und füllte mich in meinen Schmerz verloren. Was dann aber mir diesen Winter passiert ist hat meinen Einsicht mit Verluste radikal geendert.
    Ich ging um 6:30 Uhr morgns aus dem Haus um zu der Arbeit zu gehen. Wie auf den Nichts kam eine schwarze Katze mir entgegend: wackelig auf den Beinen näherte sie sich langsam aber zielstrebig mir zu. Als sie näher war bemerkte ich dass sie blid war und als ich sie im Arm nahm spürte ich nur Haut und Knochen. Ich gab ihr zu essen und zu trinken und beschloss sie vorläufig in Bad zu sperren (ich hatte Angst, sie könne unter ein Auto kommen)um nach der Arbeit schauen wie es ihr gehe. Als ich zurück kam und die Badetür aufmachte, rannte diese magere Gestalt zu mir und schnurrte ganz laut und wollte im Arm kommen und gab mir Köpfchen – Ihre letzte Kraft hatte sie für mich. Das ganze Badezimmer war voll Durchfall. Gleich am Nachmittag ging ich zum Tierarzt. Es sah nicht gut aus aber ich hatte Hoffnung und sagte den Arzt, er solle alles unternehmen was nötig ist und, obwohl ich nicht viel Geld habe, alles Untersuchen. Ich musste sie dort lassen. Am nächsten Morgen ging ich zum Tierarzt und machte schon Pläne wie ich sie schonend zur meiner Bande integrieren könnte. Und wieder als sie mich sah, zitterte ihr ganzen Körper von lauter Schnurren.
    Der Tierarzt gab mir ein ganz schlimmen Gesundheitsbild: wie ich vermutet hatte, war eine ältere Katze, Blind und Taub. Das schlimmste aber war dass ALLE innere Organe am versagen waren. Nieren, Leber, Darm. Dazu kam eine fortgeschrittene Anemie dass bedeuten liess auf innere Blutungen. Der Arzt sagte, es wäre nur ein hinausziehenden Leiden auch mit Medikamente. Ich stimmte die Eutanasie zu. Ich habe so geweint und bin dann in einer tiefe Depression gefallen. Dabei ist mir etwas klar geworden: wenn wir unsere Lieben beerdigen müssen, weinen wir nur für uns selbst weil wir unser Tier oder Mensch vermissen. Sie haben aber im Leben schön gehabt: bei Heike hat der Kater seine Freiheit in vollen Züge gelebt und Heike hat alles gemacht um Ihn das Leben beser zu machen. Es war Katers Entscheidung so zu leben und er wollte frei sein. Muffins konnte sogar im Miriams Ärme einschlafen und friedlich sich auf die Reise begeben. Aber was ist mit der alte arme Katze die mich am jener Morgen gesucht hat. Sie wurde abgesetzt als sie am nötigste Hilfe gebraucht hätte. Sie wurde von Heute auf Morgen in einer fremde Umbebung allein gelassen ohne eine Möglichkeit sich zu rechtzufinden. Ihr wurde die Sicherheit weggenommen gerade wenn sie am meistens nötig hatte. Es gibt so vielen Tiere die uns Menschen voll vertrauen und es gibt so vielen Tiere die diesen Vertrauen schwer bereuen müssen.
    Nach dieser Begegnung war ich seelisch krank denn ich habe die Verzweiflung und die Entäuschung diese Seele gespurt als ich sie im Arm hatte und ich konnte sie nicht retten und ich konnte mich nicht für die Menschheit entschuldigen.

    • Paola, nur Eines: das, was du getan hast, war mehr wert als eine Entschuldigung. Mehr kann ich darauf grad gar nicht schreiben, weil mir die Tränen in den Augen stehen. Ich gehe jetzt meine Mädels erstmal richtig flauschen…

  5. Also wenn eine meine Tiere sterben wird, werde ich nicht mehr so traurig sein. Ich werde mich trosten weil sie es schön im Leben gehabt haben. Sie haben Sorglos leben können, sie haben Liebe erfahren, Respekt, Zuneigung und niemals haben sie Enttäuschung oder Verzweiflung kennengelernt. Ich glaube dass diese Seelen, glückliche Seelen sind, egal warum sie gestorben sind. Diese Seelen gehen in Frieden und diese Friede spiegelt sich wieder um uns herum. Ich werde eine Kerze anzünden dass sie den Weg einfacher finden und ich werde mit ein lächeln ihnen gute Reise wünschen. Ich bin fest überzeugt dass wir uns wieder begegnen werden und unsere Seelen zur eine einzige sich schmelzen werden.

  6. Liebe Miriam, es gibt so viele gute Menschen, die sich um Tiere sorgen, ihnen helfen, auch in großter Not, Respekt!Ich habe alles gelesen und mir kamen auch die Tränen, ich habe auch schon zwei Mal Katzen auf den letzten Weg begleiten müssen. Einmal meine Fini, zum anderen die Katze meiner Tochter, daß haben wir gemeinsam gemacht, sie ist 18 Jahre alt geworden, ein schönes Alter, sie hatte es auch richtig gut, all die Jahre. Wir müssen uns bewußt sein, der Abschied wird kommen, ob Mensch oder Tier, aber genießen wir einfach die Zeit die uns gemeinsam bleibt.Ich habe seit knapp drei Jahren meine Nikki, sie ist aus Spanien, über den Tierschutz nach Deutschland gekommen.Ich liebe sie über alles, sie ist so ein liebes und dankbares Tier, immer am kuscheln, nie böse, einfach nur lieb.Ich wünsche Dir,allen anderen lieben Tierfreunden alles Gute, gehen wir diesen Weg weiter gemeinsam, liebe Grüße Angelika und Nikki

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