06.November 2015 18:00 Uhr Spielzeug 1

Filzangel firebomb

Spielangel firebomb

Dieser Testbericht wurde zum letzten Mal vor mehr als einem Jahr bearbeitet. Der Inhalt ist möglicherweise nicht mehr aktuell.

Lesezeit ca.: 3 Min., 6 Sek.

Ich glaube, ich hatte schon mehrfach berichtet, dass Spielen mit Kater Muffin nicht ganz so einfach ist ;) Er mag gern für sich allein spielen, liebt Intelligenzspielzeuge und das Clickern… Aber alles, was eine Kordel oder ein Band hat, wird hier innerhalb von Sekunden mit einem Happs zerstört. Und dabei ist es egal, was es ist oder wie neu es ist: Muffin schaut, schnappt es sich, zerbeißt die Schnur und guckt selbstzufrieden. :( Dementsprechend musste ich ihn bisher von Angeln fernhalten und konnte ihn damit auch nicht aus der Reserve locken.

Auf der "Hund, Katze & Co."- Messe in Hamm (September 2015) habe ich dann Kerstin von purrmania wiedergetroffen und erspähte an ihrem Stand eine Spielangel, die wie für uns gemacht schien: die Filzangel "firebomb". Ich habe sie natürlich mitgenommen, getestet und möchte euch nun etwas dazu schreiben.

Material, Maße und Preis

Die "firebomb" besteht besteht aus einem Stab aus unbehandeltem Buchenholz – Länge etwa 40cm – und einer daran befestigten "Filzschlange". Diese "Schlange" ist etwa 110cm lang, besteht aus reiner Schurwolle und endet in einem "Filzknubbel", welcher eine etwa 3,5cm durchmessende Kunststoffrassel enthält. "Schlange" und Stab sind durch einen Metallring miteinander verbunden. Die Filzschlange ist ca. 1cm dick und in verschiedenen Rottönen gefilzt. Die Spielangel "firebomb" bekommt ihr im purrmania-Online-Shop für derzeit 15,90€.

Unsere Erfahrungen mit der firebomb

Da die Angel recht schwer ist und auch die Gewichtsverteilung hier eine andere ist als bei anderen Katzenangeln, musste vor allem ich mich erstmal umgewöhnen. Ich persönlich bekomme es auch nach Wochen oft noch nicht so richtig hin, dass die Angel dahin schwingt, wo ich sie gern hin hätte – Überraschungseffekt für meine Katzen und mich ;) Nach zahlreichen Versuchen hat auch Muffin nun verstanden, dass "Durchknabbern" hier nicht ist – leider scheint das sein einziges Interesse an Katzenangeln zu sein. Sobald er merkt, dass hier die kleine rote Bombe wieder schwingt, wird jedes Mal ein Versuch gestartet, zu knabbern und dann wird lustlos der Rückwärtsgang eingelegt. Mir scheint so langsam, dass der junge Herr grundsätzlich nichts mit Katzenangeln anfangen kann und dass auch Spielzeuge, deren Bändel er nicht durchbeissen kann, nicht interessant für ihn sind.

Die beiden Mädels dagegen sind "Angel-Katzen" – durch und durch. Sie freuen sich über das neue Spielzeug, über das Gerassel und auch die Möglichkeit, sich mal richtig ausgiebig in einer Katzenangel zu verkrallen.

Meine Meinung zu der firebomb

Diese Filzangel hat die übliche "purrmania-Qualität": robust, katzensicher, sabbersicher und durchdacht. Ich als Napfschubserin hab wie üblich kaum etwas zu meckern, jedoch hat hier der entscheidende Durchbruch beim Angelspiel mit Muffin nicht geklappt – was durchaus nicht am Produkt, sondern an den Vorlieben meines Katers liegt. Die plüschigen Damen sind hellauf begeistert. So war die Anschaffung zumindest nicht ganz umsonst ;) Ich zumindest weiss für die Zukunft, dass ich meinem kleinen Grobian nicht mehr mit Angeln kommen brauche, egal, wie "durchbeiß-sicher" sie sind. Und auch das ist ja was! Das Teil hält bei uns schon mehrere Wochen Krallen-und-Zahnbeanspruchung zweier leidenschaftlicher – und durchaus nicht zimperlicher – Katzendamen stand. Und mehr als ein paar loser Filzhaare konnte ich als Abnutzung nicht feststellen.



Fazit für mich:
Für Katzen, die Angeln mögen – vielleicht auch für jene, die gern mal an Kordeln oder Kabeln knabbern – kann die "firebomb" ein spannendes Spielzeug sein. Dadurch, dass sie einen anderen Aufbau hat als andere Angeln ist sie schwerer und schwieriger zu kontrollieren, man muss sich in die Handhabung erst einfinden.

2059vor über 2 Jahren

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Über Miriam


Miriam ist 34 Jahre alt und lebt seit 16 Jahren mit Katzen zusammen. Vor acht Jahren begann sie, ihr Wissen über artgerechte Katzenhaltung durch die Recherche in verschiedenster Fach-Lektüre zu erweitern. Mit jeder Menge Neugier und (Galgen-)Humor teilt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen Interessierten. Nebenbei hat sie bereits ein Buch veröffentlicht, gibt Seminare zur Rohfütterung und hält Vorträge über verschiedene Aspekte der artgerechten Katzenhaltung.

Himbeeren und Sushi machen ihr das Leben mit ihren drei pelzigen Sklaventreiberinnen erträglicher.


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bisher wurden 1 Kommentar zum Artikel geschrieben:

  1. Danke für die Besprechung!Dass die Angel für den Menschen schwieriger zu kontrollieren ist, macht sie für mich besonders interessant – ich mag’s, wenn ich beim Spielen mit den Katzen auch ein bisschen gefordert werde. :)

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