19.Juni 2015 18:00 Uhr Streu 3

Katzenstreu „Super Benek Corn Cat Natural“

Benek Katzenstreu

Dieser Testbericht wurde zum letzten Mal vor mehr als einem Jahr bearbeitet. Der Inhalt ist möglicherweise nicht mehr aktuell.

Lesezeit ca.: 4 Min., 52 Sek.

Seit längerer Zeit bin ich ja nun dabei, passendes, feinkörniges Pflanzenstreu für unseren Katzenhaushalt zu finden. Es scheint nicht leicht zu sein, Muffins Pfoten und Nase und auch meinen Prioritäten gerecht zu werden. So testeten wir in den letzten Wochen gleich mehrere neue Streusorten. Eine weitere – Super Benek Corn Cat Natural – möchte ich euch heute vorstellen.

Verpackungsgröße und Preis

Es gibt scheinbar zwei Verpackungsgrößen: 7L und 40L, wobei die 7L-Abpackungen (ca. 4,5 Kilo) kaum erhältlich zu sein scheinen. Der 40L-Sack (etwa 25Kilo) kostet – je nach Anbieter – 19,99-24,99€. Laut der Hersteller-Webseite ist die Streu mit vier Düften erhältlich: "Natural" (ohne Geruch, so wie wir sie haben), "Fresh Gras", "See Breeze" und "Tropical Fruits".

Eigenschaften und Streugröße

Benek Streugröße

Super Benek Corn Cat Natural im Vergleich zu einer 5-Cent-Münze

Was gleich auffällt, ist, dass die Streu sehr schwer ist. Vor dem Hintergrund, dass der Plastiksack (Plastikverpackung bei umweltfreundlicher Streu finde ich sehr inkonsequent) keinen Tragegriff hat, ist der Transport wirklich unpraktisch. Die Streu besteht aus Mais und wird in Polen hergestellt. Die Körnung ist mittelfein, irgendwo zwischen "Cats Best Öko Plus" und "Dein Bestes Öko Streu". Die einzelnen Körnchen sind dabei rundlich und haben keine spitzen Ecken: für Katzen mit empfindlichen Pfoten (wie Muffin) ist das sicherlich nicht schlecht.

Die Streu riecht nach Mais, wobei sich der Geruch intensiviert, wenn die Katze uriniert hat. Die Klumpen sind fest und flach, teilweise bröseln beim Aussieben der Streu kleinere Stücke ab.

Unsere Erfahrungen mit dieser Streu

Benek Katzenstreu Sandentwicklung

Hier ein Foto vom "Streusand" – das Foto wurde 2-wöchiger Nutzung des Klos geschossen

Wie immer teste ich Produkte (besonders Streu) mehrere Wochen, bevor ich öffentlich etwas dazu schreibe. Mir fiel neben dem enormen Gewicht der Streu auch gleich der Geruch auf: mein Sack Streu hat teilweise nach "angegammeltem" Mais gerochen – nicht wirklich beißend oder auffällig, aber wenn ich beim Aussieben der Streu "eine Nase genommen" habe, war mir das ein wenig unangenehm. Dadurch, dass benutze Streu noch etwas intensiver riecht, ist das gleich noch ein wenig unschöner – vielleicht liegts aber einfach an der entsprechenden Streu-Charge. Die Katzen haben sich an dem Geruch nicht gestört: im Gegenteil, er schien ihnen angenehm ;)

In den ersten zwei Wochen hat die Streu durchweg gut geklumpt. Nach etwa der dritten Woche allerdings zerfielen beim Aussieben viele Körnchen zu Staub, sodass im Katzenklo jede Menge feines "Gebrösel" und – darin verteilt – einzelne Körnchen zu finden waren (siehe Foto oben). In diesem Zustand nahm auch die Klumpenbildung ab: Urin wurde nicht sofort eingesogen, sondern bildete an der Oberfläche teilweise großflächige Lachen. Ich buddele solche Lachen dann einfach von oben mit ein bisschen Streu zu und hole die Klumpen dann heraus – wobei die kleinen abgefallenen Klümpchen oft nicht leicht mit der Schaufel zu erwischen sind. Beim Reinfassen mit der Hand hinterlässt die Streu einen Staubfilm auf der Hand: auf dem (schwarzen) Fell meiner Katzen konnte ich bisher keine Staubschicht entdecken.

Die Streu streut außerhalb des Katzenklos nur sehr, sehr wenig – selbst Janis langes Fell bleibt überwiegend streufrei. Alle drei Katzen haben die Streu gut angenommen. Muffin ist sogar freiwillig auf das damit befüllte Klo gegangen. Das ist für mich eine kleine Revolution: ich habe drei Klos für drei Katzen, wobei eines nur von den Mädels (hauptsächlich aber Tiffy) genutzt wird, das im Bad nur von den beiden "Kleinen" und das dritte nur als wenig genutztes "Reserveklo" dient. Diese Streu habe ich in Tiffys Klo gefüllt, das Muffin schon seit knapp 6 Jahren nie benutzt hat. Muffin ist eben sehr pingelig und nimmt neue Streu nicht gut an, trotzdem geht er regelmäßig auf Tiffys Klo und scheint die neue Streu gar nicht mal so schlecht zu finden ;) .

Meine Meinung zu dieser Streu

Ich muss ehrlich sagen, dass ich den Geruch nicht mag. Er ist mir unangenehm, aber auszuhalten, weil er nur in der direkten Nähe der Katzenklos auffällt. Die Streu bröselt nach einer gewissen Zeit, was ich natürlich auch nicht so prickelnd finde. Ich bin es von anderer Streu gewohnt, dass ich längere Intervalle zwischen Komplettreinigungen einhalten kann. Hier muss ich öfter die ganze Streu auswechseln. Das ist schade (wegen der Ergiebigkeit), aber kein Beinbruch. Besonders toll finde ich, dass ich kaum noch panierte Füße oder Socken habe: durch das Gewicht der Streu gibts hier keinen Sandstrand mehr, sondern nur noch vereinzelte Körnchen. Die Katzen scheinen mit der Streu – ihrem Geruch, ihrem "Feeling" an den Pfoten und der Klumpenbildung – durchweg zufrieden zu sein.



Fazit für mich:
Ein Fazit zu ziehen, fällt mir hier nicht leicht: auch ich habe mich für uns noch nicht entschieden. Einerseits klumpt die Streu bis zu einem gewissen Grad gut, ist kompostierfähig, streut wenig und ist feinkörnig genug für empfindliche Katzenpfoten – anderseits bröselt sie nach wenigen Wochen sehr und saugt nicht mehr richtig. Wenn ich meine eigene Nase raushalte, würde ich sagen: öfter ganz auswechseln und man kann schon recht zufrieden sein. Ob ich die Streu nochmal bestelle, entscheide ich in den nächsten Wochen – noch habe ich genug zum Nachfüllen und einmal auswechseln.

Update 18.07.2015: Wie bereits vor einigen Wochen geschrieben, war ich mir zunächst nicht sicher, ob ich die Streu nochmal bestellen soll. Aufgrund des starken Bröselns habe ich mich jedoch dagegen entscheiden und werde in den kommenden Wochen stattdessen weitere Streumarken testen.

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4505vor über 2 Jahren

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Über Miriam


Miriam ist 34 Jahre alt und lebt seit 16 Jahren mit Katzen zusammen. Vor acht Jahren begann sie, ihr Wissen über artgerechte Katzenhaltung durch die Recherche in verschiedenster Fach-Lektüre zu erweitern. Mit jeder Menge Neugier und (Galgen-)Humor teilt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen Interessierten. Nebenbei hat sie bereits ein Buch veröffentlicht, gibt Seminare zur Rohfütterung und hält Vorträge über die artgerechte Katzenhaltung. Himbeeren und Sushi machen ihr das Leben mit ihren drei pelzigen Sklaventreiberinnen erträglicher.

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bisher wurden 3 Kommentare zum Artikel geschrieben:

  1. Schade, nach den ersten zwei Sätzen, aus Mais und schweer dachte ich es könnte ne alternative für „mein“ Streu werden…aber so liest sich das dann doch sehr abschreckend :/ Schade – aber danke fürs finden und testen :)

    „Meine“ Maisstreu , Worlds best catlitter, hast du bisher nicht getestet, oder?
    Es ist echt teuer,aber ich finde es lohnt sich so.
    Es ist auch auf Mais, finde es hat aber keinen unangenemen Eigengeruch.
    Wobei es einen deutlichen Eigengeruch hat, empfinde ihn nur nicht als doof oder gar gammelig.
    Schwerer als das DM und cat’s best ists auch, das ist aber für uns positiv, weil es weniger Strand-effekt macht….
    obwohl ich bei meinen drei Maulwürfen natürlich trotzdem immer ein bischen was rumliegen habe, aber das ist unter den pflanzlichen bisher mit weitem Abstand das beste gewesen.

    Wenn du mal ne kleine Portion für nur ein Klo haben magst meld dich ruhig, ich kauf ja immer die großen Säcke.

    • Huhu Marie!
      Ne, das Worlds Best Cat Litter soll als nächstes drankommen ;) Ich bestell mir dann gleich nen großen Sack. Dein Angebot ist zwar superlieb, aber ich brauch hier immer etwas größere Mengen: für Muffin muss ich es zunächst untermischen und kann dann erst nach ein paar Tagen oder Wochen das neue Streu selbst testen. Er ist halt ein wenig speziell ;)

  2. Meine Katzen mögen nur Bentonitstreu, bei Pflanzenfasern schiffen sie direkt neben das Klo.

Schreib mir, was du darüber denkst







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