01.Oktober 2014 8:38 Uhr Barf-Tagebuch 6

Die Umstellung auf Barf scheint geschafft

Kasi und Muffin fressen Barf

Lesezeit ca.: 2 Min., 34 Sek.

Ich weiss nicht genau, wie lange es gedauert hat bis hierher: grob geschätzt würde ich sagen, es war ein ganzes Jahr. Ein Jahr voll mit Tricks, Versuchen, kleinen Erfolgen und vielen Rückschlägen. Aber ich bin froh, durchgehalten zu haben. Denn jetzt zeigt sich, dass man meine Kater Rohfleisch gar nicht mehr so schlimm finden ;)

Seit gestern früh gibt es "richtige", vollsupplementierte Mahlzeiten für alle Drei – und alle Drei haben sie gefressen. Zwar ist zum Einstieg noch ein wenig Porta Nassfutter (für Muffin) und Bierhefe (für Kasimir) nötig, um meine Herren zum Fressen zu überreden, aber ich bin zuversichtlich, dass ich in Zukunft auch das weglassen kann.

Muffin frisst Barf

Muffin scheint es gut zu schmecken…



Ich habe uns bewusst Zeit gelassen, weil ich keine meiner Katzen zu etwas zwingen, sondern nur überzeugen möchte. Und das ist wohl auch der Grund, warum es bei uns so lange gedauert hat: wir mussten einfach die richtigen Tricks für uns finden. Ich hätte natürlich auch radikaler (und ganz sicher auch konsequenter) vorgehen können, aber ich kenne meine Katzen nur zu gut: das wäre nicht gut gegangen ;) Kasimir ist ein heikler Fresser, bekommt schnell Verdauungsprobleme und rührt etwas, das ihm nicht schmeckt zum Verrecken nicht an. Zu allem Überfluss hat er auch noch das Problem, dass er schlimm brechen muss, wenn er Hunger hat. Muffin verweigert auch alles, was ihm nicht passt. Das ziehen beide dann auch mal gerne einen Tag lang durch und nerven mich währenddessen mit Gebrüll ;)

Das Gebrüll stört mich nicht so sehr (ich kann meine Ohren auf Durchzug stellen ;) ), aber wenn meine Tiere auch körperlich leiden, hört bei mir der Spaß auf. So musste ich zwar selten rohe Mahlzeiten wegwerfen – Tiffy ist da ein echter Staubsauger – aber es ist natürlich schade, wenn zwei Katzen leiden, während die Dritte sich den Wanst vollschlägt ;) Gemäkel meiner Katzen gehe ich grundsätzlich nicht nach, aber wenn sich zeigt, dass der Widerwille nicht von "passt mir grad nicht", sondern von "ich weiss nicht, was ich damit anfangen soll" kommt, dann muss man erfindungsreich sein und eben nicht stur.

Tiffy frisst Putenfilet

.. und Tiffy erst recht – sie verdrückt auch große Stücke Fleisch



Uns hat die Bierhefe und letztlich auch das Porta Nassfutter den entscheidenden Schritt nach vorn gebracht. Das möchte ich beibehalten und möglichst nur noch rohe Mahlzeiten anbieten. Ich hatte am Wochenende direkt etwa 8 Kilo Mahlzeiten gemischt und damit werden wir wohl ein paar Tage hinkommen. Die (hoffentlich letzte) Nassfutter-Lieferung macht sich heute noch auf den Weg zu uns und ich setze darauf, dass alles gut wird ;)

Interessanterweise scheint Muffin das ganze "Rohzeug" jetzt so sehr zu gefallen, dass er gestern sogar ein mausgroßes Stück Putenfilet klein gekaut und gefressen hat. Die Hühnerhälse wurden auch beknabbert. Und ich hoffe natürlich, dass wir nun weiterhin solche kleinen Fortschritte machen. Das rohe Frühstück jedenfalls wurde mit Genuss verspeist ;)

1841 vor über 2 Jahren

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bisher wurden 6 Kommentare zum Artikel geschrieben:

  1. Frage:
    Wie macht ihr das, dass die Katzen ihr Barf (was bei euch ja in größeren Stücken verabreicht wird, wenn ich das richtig sehe), nicht durch die Wohnung schleppen?

    Ich füttere im Moment Dosenfutter, dass ich mit nem Schluck Wasser einigermaßen „zermansche“, weil die Katze sich sonst die Stücke rauspickt und mit auf den Kratzbaum oder unter das Sofa schleppt.
    Wenn ich Rohfleisch gebe, muss ich eigentlich die Küchentür zuhalten, sonst hätte ich überall Fleischsaft :-/

    Ideen oder Tipps?

    • Huhu anhdroid!
      Ehrlich gesagt gibts da wohl kein richtiges Patentrezept. Meine schleppen auch viel herum, sogar noch mehr als vom Nassfutter. Es sieht hier nach jeder Mahlzeit aus wie Sau, zum Glück aber nur rund um die Futternäpfe – in andere Räume tragen meine Katzen ihr Futter nicht. Ich denke tatsächlich, dass nur das Schließen der Tür hilft, wenn deine Katzen die Angewohnheit haben mehrere Zimmer beim Fressen zu nutzen ;) Eine große Unterlage unter den Näpfen – es gibt ja solche für Stühle – könnte helfen, das Ganze einfacher zu reinigen.

      Liebe Grüße
      Miriam

      • oha – das klingt, als müsste ich dann doch erst feste Fütterungszeiten einführen *ähem*
        ;)

      • Nicht unbedingt. Bei uns gibts immer dann was, wenn der Napf leer ist und die Herrschaften Nachschub verlangen. Meine Monster kennen es nicht anders und wir fahren ganz gut damit. Ich würd an deiner Stelle erstmal schauen, wie viel verschleppt wird und dann entscheiden, ob es Sinn macht, die Sauerei zeitlich einzugrenzen ;)

      • Ja, so machen wir das zur Zeit auch, aber dann kann ich die Tür nicht geschlossen halten während des Fressens…

        Ich füttere ja ab und zu Fleisch am Stück für die Zähne und überhaupt, und zumindest die Katze möchte das eigentlich alles wegschleppen :-/

  2. Oh da bin ich ja mal wirklich froh zu lesen das es bis zu 1 Jahr dauern kann. Ich hab meistens nach 2 Monaten nachgegeben , weil anfangs dann teilweise viel gekotzt wurde (weil die Herrschaften die Stücke ganz schlucken vor lauter Gier) oder ich vieles wieder in den Müll schmeissen musste weil es niemand fressen wollte. Ok, Frauchen muss durchhalten :) Danke für deine tollen Infos !!

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