Veröffentlicht: 05.Oktober 2014 um 16:00 Uhr - vor über 2 Jahren aktualisiert

Wie machst du das? – Clickern mit mehreren Katzen

Clickern mit Tiffy und Muffin

In letzter Zeit werde ich oft gefragt, wie ich mit meinen drei Katzen clickere – ob ich mit allen zusammen oder getrennt trainiere und wie ich es geschafft habe, dass dabei kein heilloses Chaos entsteht ;) Im heutigen Artikel möchte ich ein wenig dazu schreiben.

Ich habe zunächst mit allen drei Katzen einzeln die Konditionierung auf den Clicker geübt und schon dabei immer wieder die jeweilige Katze mit ihrem Namen angesprochen. Meine Katzen sind es gewohnt, auch im Alltag ständig mit ihrem Namen angesprochen zu werden. Das erleichtert das parallele Trainieren mit mehreren Katzen. Ideal ist es auch, wenn man die Katzen einzeln bereits so weit an das Training gewöhnt, dass sie nicht mehr gieren und sich Zeiten aussucht, in denen sie nicht schläfrig oder extrem hungrig sind. Natürlich kann man auch zur Konditionierung alle Katzen zusammen lassen, jedoch ist das oft schwieriger, weil die Konzentration noch nicht so da ist und sich Frust schneller einstellt, wenn man abgelenkt ist oder ständig gestört wird.

Ich habe ebenso geübt, dass die Katzen warten, bis sie angesprochen werden und auch nur dann ihre Tricks zeigen. Natürlich kommt es immer noch vor, dass ein "Schlaumeier" einen Trick vollführt, obwohl er nicht angesprochen wurde ;) Das wird dann allerdings ignoriert. Ebenso wenig gehe ich auf Herumturnen oder Quengeln ein – ich schalte auf stur, bis sich alle Katzen beruhigt haben bzw. mache nur mit denen weiter, die ruhig sind. Hier wird keiner gezwungen mitzumachen: wer keinen Bock hat oder gehen will, darf und soll das tun.

Clickern mit Tiffy und Muffin

Tiffy schaut genau, wann sie wieder an der Reihe ist



Es ist dabei nicht unbedingt wichtig, dass alle Katzen auf dem gleichen Lernlevel sind oder gleich schnell begreifen: bei meinen Katzen ist es so, dass Muffin sehr schnell begreift und besonders Kasi sich die Tricks bei ihm abschaut. Wenn man Katzen hat, die schnell ungeduldig werden, sollte man zwischen den Tricks nicht zu viel Zeit vergehen lassen. Manchmal hilft es auch, die Leckerchen zu werfen, statt sie zu geben – dann ist die jeweilige Katze erst einmal beschäftigt und man kann in Ruhe mit einer Anderen weiter machen. Man sollte zwischen den Katzen abwechseln und kann mit jeder einzelnen Katze den Trick üben, den sie noch lernen muss.

Wenn es bei uns ans Clickern geht, sammle ich etwa 30 Leckerchen – für jede Katze 10 – und rassle mit einem Plastik-Ei (gefüllt mit trockenem Reis). Dann wissen alle Katzen, dass "Clickerzeit" ist. Jeder, der möchte, begleitet mich dann in die Diele. Dort setze ich mich auf den Teppich und verstecke die Leckerchen zwischen meinen verschränkten Beinen: ich sitze dabei im Schneidersitz. Dann werden abwechselnd alle Katzen angesprochen und es wird ein Kommando gegeben. Macht die angesprochene Katze das, was gewollt ist, bekommt sie ein Leckerchen und ich mache mit der nächsten Katze weiter.

Üben wir neue Tricks, so lasse ich die Katzen erst einmal ausprobieren, was sie mit dem jeweiligen Gegenstand oder mit dem Handzeichen anfangen können. Die Katze, die zuerst "begreift", wird angesprochen und belohnt. Die anderen Beiden können dann schon sehen, was in etwa verlangt wird und begreifen dann schneller. Auch sie werden dann für ihren Erfolg belohnt.
Zwischendurch frischen wir dann Tricks auf, die bereits erlernt wurden.

Clickern mit Tiffy und Muffin

Muffin kann entspannt warten

P.S: Für die Fotos habe ich die Tricks ein wenig leichter gemacht und den Targetstick in die Nähe der Katzen geführt: normalerweise soll die Katze dem Stick hinterher und nicht umgekehrt. Da aber die Kamera mit ihren Auslösegeräuschen abgelenkt hat, musste ich den Schwieirgkeitsgrad vereinfachen ;) Kasi hatte an dem Tag keine Lust aufs Clickern und ist dementsprechend nicht auf den Fotos zu sehen.

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