Veröffentlicht am Dienstag, 01.April 2014 um 18:00 Uhr
bearbeitet am 2.Dezember 2014


Katzenmensch

Wie sieht mich meine Katze? – oder: Dosi als übergroße Katze

Schon länger bin ich fleißiger Leser der Seite healthypets.mercola.com, da dort regelmäßig viele witzige, lehrreiche und interessante Texte veröffentlicht werden – aus der Sicht von Tierärzten. In den letzten Tagen bin ich über einen sehr außergewöhnlichen Text gestolpert, indem versucht wird zu erklären, wie unsere Katzen uns sehen.

Hier eine Übersetzung des relevanten Abschnitts:

Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Katzen Menschen als eine andere Art wahrnehmen

Aktuelle Untersuchungen lassen schließen, dass Hunde sich bewusst sind, dass wir (Menschen) nicht der gleichen Art angehören wie sie. Ihr Verhalten verändert sich in Anwesenheit von Menschen. So spielen Hunde beispielsweise ganz anders mit Menschen, als sie dies mit anderen Hunden tun.

Wenn es aber um unsere kätzischen Freunde geht gibt es nicht viele Hinweise, die vermuten lassen, sie würden wissen, wir wären anders als sie. Sie wissen, wir sind größer, lauter und schwerfälliger, aber anders als Hunde scheinen sie ihr soziales Verhalten nicht in der Anwesenheit von Menschen zu verändern. Die Körpersprache von Katzen ihrem Halter gegenüber – beispielsweise sich an uns zu reiben, uns zu putzen und "Köpfchen-geben" – ist das gleiche Verhalten, das sie auch anderen Katzen gegenüber zeigen.

Die gute Nachricht ist, unsere Katzen scheinen uns als gleichwertig anzusehen, da sie sich üblicherweise nicht an unterlegenen Katzen reiben!

Diese Aussage geht zurück auf John Bradshaw, Doktor der Philosophie, britischer Verhaltensforscher und Buchautor ("Cat Sense").


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4 Kommentare - Hinterlasse eine Kratzmarkierung!

  1. Also wenn ich das rückblickend betrachte, dann war die kleine Maus uns gegenüber früher fast still und brachte ihre Wünsche nur in Form von Körpersprache zum Ausdruck. Allegra hingegen konnte von Anfang an ihre Wünsche durch Laute äußern und war ohnehin recht gesprächig. Untereinander unterhalten sich beide noch immer kaum über Lautäußerungen. Aber unsere Maus hat sich im Laufe der Jahre wegen unserer Schwerfälligkeit eine besondere Lautsprache angeeignet. Und auch sonst habe ich das Gefühl, dass sie mit anderen Katzen ganz anders als mit uns kommuniziert …
    Auch die Art, wie beide bei uns Kuscheleinheiten einfordern oder Futter von uns erwarten kommt mir nicht so vor, als ob sie sich unter Artgenossen ebenso verhalten würden. mag aber sein, dass sie uns trotzdem eher als große Katze akzeptieren ;-)
    VG Silke

    • Huhu Silke!
      Willkommen zurück ;)
      Das, was du schilderst, muss nicht zwangsläufig dagegen sprechen, dass sie dich für einen Artgenossen halten. Es ist so, dass Katzen untereinander eigentlich ausschließlich mit Körpersprache kommunizieren. Lautäußerungen sind selten und werden meist nur in Extremsituationen eingesetzt. Da wir als unbeholfene Dosis aber die Körpersprache in ihren feinsten Nuancen manchmal nicht so ganz mitbekommen, müssen unsere Stubentiger sich eben anders begreiflich machen. Sie sprechen also ihr Leben lang „Babysprache“ mit uns, weil wir so begriffsstutzig sind :D („Babysprache“ deshalb, weil eigentlich nur Kitten mit Lautäußerungen „angesprochen“ werden). Zudem lernen sie im Laufe des Lebens einfach, dass wir mit „Gebrüll“ am leichtesten dazu bewegt werden können, das zu tun, was sie wollen. Das ist Erziehung wie sie im Buche steht :D Auch bleiben Katzen in menschlicher Obhut oft ein Leben lang „kindlich“. Darüber gibts auch verschiedene Untersuchungen.

      Bei uns ist das nicht anders: ich werde angebrüllt, aber auch angeschmust und man zeigt mir mit dem Körper, was gerade in ihren Köpfchen vorgeht. Das Miauen wird eigentlich nur dann eingesetzt, wenn irgendwas besonders dringend ist – Futter zum Beispiel ;)

      Das ist ein Thema, das ich in einem zukünftigen Artikel beschreiben wollte, jetzt hast du mir vorgegriffen :D

      Liebe Grüße
      Miriam

  2. Wenn das tatsächlich so sein sollte, stell ich mir aber doch einige Fragen…

    Zum Beispiel, das gleiche, was da über die Hunde steht: wie kommt es, dass Katzen untereinander deutlich grober spielen als mit uns Menschen? Also mein Kater zum Beispiel macht meine Katze total platt wenn er mit ihr raufen will, bei mir fängt er maximal mal den Arm ohne krallen ein und nagt vorsichtig an meinem Finger.
    Mir scheint also, dass er durchaus erkennt, dass ich anders und empfindlicher bin als seine Katzenkumpeline…

    • Huhu Lara!
      Ich nehme an, dass das vor allem ein Lernprozess ist. Wenn man der Katze klar macht, dass man an Menschenhänden nicht kratzt, verstehen sie das ja durchaus. Die Frage ist, was bzw. wie weit da der Lernprozess geht und wo „innere Einstellung“ anfängt. Ich werde im Eifer des Gefechts genau so gebissen und gekratzt wie die Mitkatzen – zumindest von Tiffy und Muffin, Kasimir ist eh ein Weichei :D Allerdings ist bei uns ein Spiel mit der Hand nie wirklich zur Gewohnheit geworden. Meine Katzen kennen es also nicht wirklich, sie wissen nur, dass man das eigentlich nicht macht ;)

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