13.Oktober 2013 17:36 Uhr Selbstgemacht 7

Kratzpappe in Katzenkopf-Form günstig selbstgemacht

Kratzpappe selbstgemacht

Lesezeit ca.: 2 Min., 53 Sek.

Katzen lieben Kartons in allen Farben und Größen. Man kann daran knabbern, darin schlafen und daran kratzen. Für Dosi sind diese ollen Teile einfach nur lästig: sie fliegen in tausend klitzekleinen Fetzen in der Wohnung herum, nehmen Platz weg (denn Dosi lässt sie den Katzen zuliebe ja noch tagelang in der Wohnung stehen ;)) und haben doch am Ende nur eine Bestimmung: die Altpapier-Tonne.

Dies wird sich nach dieser Anleitung sicherlich in so manchem Katzenhaushalt ändern. Denn statt die heißgeliebten Kartons einfach so herzlos in die Tonne zu schmeißen, kann Dosi sie zur Freude der eigenen Katzen noch weiter verwenden… Und eine nette Kratzpappe daraus basteln.

Zugegeben: Kratzpappen kann man einfach und mittlerweile preiswert kaufen. Aber wer ein genauso verrückter Dosi wie ich ist, hat Spaß am Basteln für die Katzen. Da macht es auch nichts aus, wenn das Basteln länger als das Neukaufen dauert und dabei ein paar Finger verbrannt werden. Hauptsache, die Katze freut sich ;)

Was benötigt wird

  • 2 oder 3 Pappkartons (je nach Größe)
  • Heißklebepistole + Heißklebesticks oder alternativ doppelseitiges Klebeband

Wie fangen wir an?

Zunächst einmal müssen die Kartons in schmale Streifen geschnitten werden. Die Länge dieser Streifen spielt keine Rolle, jedoch sollten sie alle die gleiche Breite haben, 4 bis 6cm sind dabei am stabilsten. Das Zuschneiden der Streifen ist bei der ganzen Bastelei die langwierigste und auch unangenehmste Arbeit. Wenn ihr die geschafft habt, dann wirds besser – versprochen ;)

der Anfang der Kratzpappe

Anfang/Kern der Kratzpappe

Da wir hier letztendlich eine Katzenkopf-Form haben wollen, fangen wird zunächst damit an, den Kern der Kratzpappe oval zu formen. Der Anfang eines Streifens wird dazu nach etwa 8cm abgeknickt (nicht abgeschnitten!) und von der Rückseite her mit Kleber eingestrichen oder mit Klebeband beklebt. Der nächste Teil des Pappstreifens wird nun auf die Rückseite fest angeklebt, wie im Bild rechts zu sehen.

Die Kanten werden in bei den ersten Reihen vermutlich noch recht eckig aussehen, das gibt sich aber bei richtiger Verarbeitung bei den nächsten Reihen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass zumindest die spätere Vorderseite der Kratzpappe einigermaßen eben ist, auf der Rückseite (welche ja dann ab Boden aufliegt) können Unregelmäßigkeiten ausgeglichen werden ;)

Der so entstandene Kern wird nun wieder mit Pappstreifen umwickelt und beklebt, bis eine schöne ovale Form entstanden ist und nur noch wenige Pappstreifen (7 bis 8 Stück) übrig geblieben sind. Aus 2 dieser Streifen werden nun die Katzenohren geformt. Sie sollten in etwa dreieckig sein und werden je nach Geschmack auf den Katzenkopf aufgeklebt.

Kratzpappe mit Ohren

Einohr-Kratzpappe ;)

Sind die beiden Ohren angeklebt, wird der entstandene Katzenkopf mit den restlichen Pappstreifen umwickelt, um die Ohren ganz zu fixieren und sie davon abzuhalten, bei der ersten ernstgemeinten Kratzattacke zu "flüchten". Als Abschluss habe ich noch schwarzen Tonkarton in passend schmalen Streifen um den Kopf geklebt, so sieht das Ganze etwas edler aus. Meine Katzen sind verrückt nach dem Teil und es wird sicherlich nicht das Letzte sein, das ich für sie bastle.

Als Beschäftigung bei Langeweile an einem regnerischen Tag ist das Basteln einer solchen Kratzpappe eine nette Beschäftigung – für Dosi und Katzen. Man braucht keinerlei handwerkliches Geschick, keine teuren Materialien und muss nicht mal aus dem Haus, um sich die benötigten Zutaten zu besorgen. Die Pappe sieht toll aus, ist schnell gemacht und kann auch nur als Deko genutzt werden.



Viel Spaß beim Nachmachen und daran-kratzen ;)

7354vor über 2 Jahren

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Über Miriam


Miriam ist 34 Jahre alt und lebt seit 16 Jahren mit Katzen zusammen. Vor acht Jahren begann sie, ihr Wissen über artgerechte Katzenhaltung durch die Recherche in verschiedenster Fach-Lektüre zu erweitern. Mit jeder Menge Neugier und (Galgen-)Humor teilt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen Interessierten. Nebenbei hat sie bereits ein Buch veröffentlicht, gibt Seminare zur Rohfütterung und hält Vorträge über die artgerechte Katzenhaltung. Himbeeren und Sushi machen ihr das Leben mit ihren drei pelzigen Sklaventreiberinnen erträglicher.

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bisher wurden 5 Kommentare zum Artikel geschrieben:

  1. Huhu,
    die Idee, eine Kratzpappe selbst zu basteln ist klasse. Ich habe vom Umzug und durch regelmäßige Futterbestellungen ne Menge Kartons, die einfach auf dem Speicher stehen. Jetzt hab ich ne Verwendung. Erst mal werde ich im Kleinen testen und wenns gut klappt, wage ich mich mal an größere Sachen. Mir schwebt da ein Katzensofa im Kopf rum…morgen wird gebastelt. Danke für die Idee
    Liebe Grüße
    Tina und die 5 Pelzgesichter

  2. Ich brauche Ratschläge,mein kleiner Kater pisst überall hin, und guckt mich dabei noch an.Was kann chinesischen tun, ich liebe doch meinen Tiger,aber die Wohnung riecht echt nicht gut.Helft mir bitte

    • Hallo Sabine!
      Unsauberkeit bei Katzen kann viele Ursachen haben. Angefangen bei körperlichen Ursachen wie Krankheiten, Schmerzen usw. über unpassendes Toiletten-Management (zu wenig Toiletten, falsche Streu, falscher Standort) und psychischen Ursachen (Einsamkeit, Angst) bis hin zu hormonellen Gründen (unkastriertes Tier). Du solltest also zunächst herausfinden, warum dein Kater wildpinkelt und die Ursachen abstellen. Auch die Geruchsentfernung an den vollgepinketen Stellen ist immens wichtig (eine Stelle, die riecht, wird wieder vollgepinkelt) – hier helfen spezielle Urin-Entdufter.

      Ausführlichere Infos bekommst du auf der Infoseite im Bereich "Unsauberkeit".

  3. Guten Morgen Miriam,
    seitdem die beiden Mädchen da sind, lese ich mich bei Dir dumm und dusselig und bin immer wieder fasziniert, wie viele Ideen, Tipps und Infos Du schon zusammengetragen hast.
    Schmunzeln musste ich über die Anmerkung ‚ … denn Dosi lässt sie den Katzen zuliebe ja noch tagelang in der Wohnung stehen …‘ Erst vorgestern hatte ich mal ein Foto gemacht. Nach dem Motto ‚ nicht nur bei Hempels unterm Sofa‘ sondern bei SchneiderHeins mitten im Weg: zerfetztes Packpapier, überall verteilte Reste aus der zig mal ausgeleerten Altpapiertasche, zerkaute Weintraubenstrünke, Fellmaus, Filzball und Katzenkindergeschirr. Ich glaube Wohnen mit Kleinkindern ist nicht schlimmer ;-)
    Und jetzt kommst Du noch mit einer so perfekten Nachnutzung der ohnehin schon bespielten bzw. zerkauten Pappkartons! Eigentlich dachte ich, dass ich schon zu den Extremfällen des Nichts-wegwerfen-könnens gehöre. Aber das werde ich auf jeden Fall gerne für und mit den Mädchen nachmachen, wenn wir hoffentlich bald die blöden Flöhe los sind. Denn im Moment entsorge ich Spielpappen etc. wegen möglicher Laven & Eier meist nach einigen Tagen.
    Unser Tierarzt hat uns nun Flee-Spray empfohlen. Ich hoffe, damit bekommen wir das Problemjetzt bald katzenkindergerecht in den Griff. Denn Fogger oder Ungezieferspray wären für mich der absolute Horror in der Katzenkinderstube …
    Sonntägliche Grüße von Silke, die sich auf neue Erfahrungsberichte über Deine 3 Mädels freut.

    • Huhu Silke!
      Ich drück euch die Daumen, dass ihr die blöden Plagegeister bald zuverlässig los seit! "Flee" soll wirklich sehr gut sein. Das ist auch das einzige Umgebungszeugs, das ich nutzen oder empfehlen würde. Bei uns siehts auch regelmäßig aus, als hätte ne Bombe eingeschlagen :D Allein die Kartons, die hier ne Weile rumstehen müssen, bevor sie entsorgt werden dürfen .. ;) Da kann man die dann auch gleich hübsch verwerten.

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