26.September 2013 10:30 Uhr Meinung & Tipps 3

Stecken Tierärzte und Futtermittelhersteller unter einer Decke?

Veterinär Äskulapstab

Lesezeit ca.: 2 Min., 32 Sek.

Dass schlechtes Fertigfutter die Katze krank machen kann, ist eine Tatsache. Tatsache ist auch, dass viele Tierärzte genau dieses minderwertige Futter empfehlen. Bisher bin ich als sachlicher Mensch – der über übertriebene Verschwörungstheorien nur müde lächeln kann – immer davon ausgegangen, dass jene Tierärzte, die schlechtes Futter empfehlen, das aus Unwissenheit tun.

Zwar habe ich auch schon von anderen Katzenhaltern Gerüchte gehört, nach denen vor allem finanzielle Gründe hinter solchen Empfehlungen stecken und Tierärzte und Futtermittelhersteller „unter einer Decke stecken“ würden – aber ganz ehrlich: glauben konnte ich das nicht. Ich hab es für Übertreibung gehalten. Dieser Bericht hat mich dann doch nachdenklich gemacht.

In dem Bericht erzählt ein zugelassener Tierarzt davon, wie er für artgerechte und gesunde Ernährung für Tiere kämpft und aus welchen Richtungen ihm Felsbrocken in den Weg gelegt werden – mit teils abenteuerlichen Begründungen. Da fragt man sich als Dosi doch, in welcher verkehrten Welt wir leben. Der Bericht ist sehr ausführlich, aber absolut lesenswert! Die schädlichen Auswirkungen von unausgewogen hergestelltem Futter auf die Katze, die daraus resultierenden Folgeerkrankungen und der Umgang von Tierärzten und (eigentlich) unabhängigen Institutionen mit diesen Tatsachen werden beschrieben.

Zitate aus dem Bericht:

Ja, es stimmt: Die Kultur minderwertiger Tiernahrung dehnt sich bis auf die Amerikanische Akademie der Wissenschaften aus. Und die Tierhilfsorganisationen, die Hunde- und Katzenzuchtverbände, Haustierzeitschriften, Bücher und elektronische Medien stimmen alle ein in das Lied vom gesunden Fast Food für unsere Tiere.

 

Der Missbrauch wissenschaftlicher Paradigmen und betrügerische administrative Praktiken erzeugen einen riesigen Apparat gefälschter Wissenschaft, der im Dienste der kommerziellen Tiernahrungsindustrie steht. Die Haustier-Massenvergiftung beginnt schon mit der Lüge, dass verarbeitete Tiernahrung genauso gut oder gar besser sei als die natürliche Alternative. Sogenannte Forscher schlucken diese Lüge und missbrauchen wissenschaftliche Methoden und bereitwillige Fachzeitschriften, um die Lüge aufrechtzuerhalten und zu verstärken.

 

Das Scheitern von demokratischen, administrativen und juristischen Systemen [..] erleichtert den großen Tiernahrungs-Schwindel. Ungeachtet der moralischen und ethischen Fragen, die aufkommen, wenn Menschen mit unlauteren Mitteln dazu gebracht werden, ihre Tiere langsam zu vergiften; ungeachtet auch der eindeutigen Gesetzwidrigkeit einer solch grausamen Behandlung der Tiere, haben unsere Politiker und Anwälte bisher nur wenig bis gar nichts unternommen. Einige Wohlfahrtsvereine, die von sich behaupten, die Rechte von Tieren zu schützen, haben sich mit den kommerziellen Tiernahrungs-Herstellern verbündet und bilden damit eher einen Teil des Problems als seine Lösung.



Wenn man auch nur die Hälfte davon glauben möchte, ist das ein Bericht, der wirklich erschreckend ist. Mich persönlich muss niemand darüber aufklären, wie schädlich das meiste Fertigfutter ist, für viele andere Dosis mag das eine Neuerung sein. Scheinbar überwiegen finanzielle Interessen doch mehr, als ich es bisher zu träumen geglaubt habe und die Beeinflussung von Tierärzten und anderen Ratgebern hat ungeahnte Züge angenommen. Ich bin sprachlos und frage mich, ob ich etwas von dem glauben soll, was ich dem Bericht steht.

2410 vor 8 Monaten

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bisher wurden 3 Kommentare zum Artikel geschrieben:

  1. Super Artikel aber ich wusste es schon lange das Tierarzt und Industrie unter einer Decke stecken….Wenn Tierärzte sogenannte „Ernährungsseminare“ besuchen,werden auch die von großen Herstellern der Futtermittelindustre geplant und ausgeführt Tierärzte glauben was der erzählt und wie toll das Futter ist Vertrag unterschreiben und Tierarzt verkauft das ach so tolle Futter in seiner Praxis… Egal ob es gut ist oder Nicht das Futter muss verkauft werden damit der Vertrag und somit auch die Gelder stimmen

  2. Ich weiß ja nicht, ob eine Seite voll von ominösen Verschwörungstheorien wirklich so glaubhaft ist….

    Als Quelle eher ungeignet, wie ich finde.

    • :D Da hast du natürlich recht, Anna :D
      Mir gehts dabei auch nicht zwingend um die Seite an sich, sondern darum, dass der Text zum Nachdenken anregen soll. Darum auch der letzte Satz. Ein paar seriösere Quellen zum Nachforschen gibts ja immerhin am Ende des Artikels noch ;) Wenn man sich den Originalartikel (auf englisch – versteht leider nicht Jeder) und die Webseite des Tierarztes anschaut, ist es dann nicht mehr ganz so unseriös.

Schreib mir, was du darüber denkst







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